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Nachts im Museum

Story:
Um seiner Exfrau eine bessere Grundlage für ihren gemeinsamen Sohn zu liefern, nimmt der Loser Daley (Ben Stiller) einen neuen Job als Nachtwärter
in einem großem Museum an. Was er nicht weiß: dank eines altägyptischen Fluches werden in der Nacht alle Ausstellungsstücke lebendig. Von seinen Vorgängern bekommt er eine Liste mit Regeln, die er allerdings schnell
verschlürt und demnach hilflos dem Chaos der Nacht ausgeliefert ist...

regie :
shawn levy
cast  : ben stiller, owen wilson, robin williams
kritik : christian mester
 

 

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Kritik:
Der neue Stiller kann leider nicht ganz mit seinen alten Comedy-Highlights mithalten.
 

Ben Stiller gehört mittlerweile zu den bekanntesten und beliebtesten Comedystars unserer Zeit. Nachdem Jim Carrey den Slapstick für ernstere Projekte zur Seite gelegt hat, gehört Stiller heute mit Adam Sandler, Will Ferrell, Steve Carrell und Owen Wilson zur absoluten Comedyelite Hollywoods. Statt
wie Tim Allen mit Santa Clause 3 gelangweilt das Thema Weihnachten gelangweilt auszuschlachten, versuchte man sich mit Nachts im Museum an der Verfilmung eines frischen Kinderromans. Zwar bietet das Buch mit seinen 30 Seiten nicht gerad viel Inhalt, hat mit der Prämisse "lebendiges Museum" aber ein Heidenpotential - das der Film leider nicht einfängt.

Anstatt einer einzigen wunderbaren Nacht im Museum ist die Geschichte zerstückelt in mehrere, was Pausen und nervige Unterbrechungen mit sich bringt. Stiller sieht bereits auf seiner ersten Wachrunde alle Ausstellungsstücke; von einem lebendigen Tyrannosaurus-Skelett zu echten Löwen, über Attila den Hunnen zu Cowboys und Römern, zu tumben Neanderthalern und Theodore Roosevelt aus Wachs. Alles was dann im späteren Verlauf des Films kommt, kennt man bereits und wird nur noch einmal wiederholt.

Die Effekte sind gut, aber langweilig in Szene gesetzt und ohne jegliche Überraschungen. Regisseur Levy hat keinerlei Gespür für Spannung oder passende Showeffekte, und setzt stattdessen lieber auf alberne Kalauer.
Der Tyrannosaurus Rex beispielsweise verhält sich wie ein kleiner Hundewelpe (mit Schwanzwedeln und Stöckchen holen), die Urmenschen versuchen mit
ihrer Dummheit zu unterhalten und ein Highlight des Films soll ein kleiner
Affe sein, der Stiller ständig ärgert. Das gabs in Fluch der Karibik zwar auch, da gabs aber auch noch einen richtigen Film drumherum.
 

In Nebenrollen treten Steve Coogan als Römer und Owen Wilson als Cowboy
auf, die sich auf kindische Weise miteinander streiten und später in einem ferngesteuertem Auto durch die Gegend rasen. Für die Kleinsten ein Freuden-fest, jenseits der 10 versinkt man dabei jedoch im Kinosessel und fragt sich, wo die Drehbuchautoren und Gagschreiber von Dodgeball und Die Hochzeits-Crasher wohl geblieben sind.

Groß beworben aber nur kurz dabei: Robin Williams als Präsident Roosevelt, der als Vaterfigur ein wenig auf Stiller aufpasst und gleichzeitig spitz auf eine ausgestellte Pocahontas ist. Mit diesem und seiner letztjährigen Komödie Die Chaoscamper sorgt Williams erneut für Enttäuschung. Der Mann war mit Sachen wie Flubber, Mrs Doubtfire oder Jumanji auch schon mal besser, und im ernst - wer einen Film Williams mit guten Effekten, Spannung, Spaß und aufregenden Tieren sucht, der ist mit Jumanji oder seinem inoffiziellem Sequel Zathura weitaus besser beraten.

Fazit:
Nachts im Museum ist ein alberner Kinderspaß, der statt "ab 6" besser ein
"bis 6" in der Altersempfehlung haben sollte. Gut gemacht, aber inhaltlich und unterhaltungstechnisch schwach.

4 / 10

10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel


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