Story:
Nachtwächter Daley (Ben Stiller) ist mittlerweile zum Unternehmensgründer
geworden, sieht sich jedoch wieder zu seiner alten Rolle berufen, als seine
lebenden Ausstellungsstückfreunde von einem fiesen Pharao bedroht werden...
regie :
shawn levy
cast :
ben stiller, owen wilson, amy adams
kritik :
christian mester
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Kritik:
Bunte Bilder für die
Krabbelgruppe.
Mit dem überraschendem Einspiel
von über 500 Millionen Dollar hatte anfangs keiner gerechnet, Stiller nicht,
Levy nicht; vor allem die Kritiker nicht, die den albernen Klamauk mit Ben
Stiller gepflegt in der Luft zerrissen.
Das können sie jetzt auch wieder tun, denn der zweite Teil legt sich mühevoll
ins Zeug, noch viel, viel schlechter zu sein - und schafft es mit Bravour.
Versuchte der erste mit seiner halbwegs persönlichen Story von Daley und seinen
schwierigen Familienprobleme noch irgendwie als realer Film zu funktionieren,
überspringt Teil 2 das irre lachend, um in Zwangsjacke direkt zum eigentlichen
"Spaß" zu kommen: dem wilden Durcheinander der animierten Ausstellungsstücke. Es
dauert hier also keine zehn Minuten, bis die ersten animierten Tiere wild durch
die Gänge hüpfen und sich Verfolgungsjagden mit Napoleon und Miniaturcowboys
liefern.
Kleinste Kids werden das auch wieder klasse finden, doch wer über Pipi, Kaka und
die anderen Teletubbies nicht mehr so wirklich lachen kann, ist wahrscheinlich
ohnehin nicht mehr Teil der Zielgruppe. Waren die Witze im ersten schon gehörig
flach, darf man schön weiterbuddeln, denn wie sie uns munter beweisen geht es
noch flacher. Spätestens dann, wenn Ben Stiller im Film von einem rosa
Riesentintenfisch abgeknutscht wird, Owen Wilson in 300-Zeitlupe mit seinem 2mm
Schwert auf Schuhe einschlägt und eine griechische Statue mit Arnie-Akzent
anfängt zu flexen, während kleine Armor-Statuen Boybandsongs singen und Napoleon
sich darüber aufregt, dass jemand beim Wort "kurz" schon wieder in seine
Richtung geschaut hat, weiß man, dass der Ticketkauf offensichtlich zu bereuen
ist.
Dabei wäre es so leicht gewesen aus dem simplen Konzept eine leichte, lockere
Familienkomödie zu machen, die eben nicht vollkommen dämlich ist. Hier erweckt
es aber den Eindruck, als wolle man den Zuschauer offensiv in die Verdummung
treiben, mit immer noch dümmeren Sprüchen und einer Handlung, die schon auf
Beipackzetteln vom Ü-Ei durchdachter ausfiel.
Die Effekte sind größtenteils
recht gut gemacht, werden aber überall so belanglos und lahm eingesetzt, dass
sie eigentlich nicht der Rede wert sind. Von den Schauspielern ist
merkwürdigerweise sogar fast nichts zu sehen; Stiller und Wilson sind leer und
witzlos, Amy Adams bemüht sich, landet aber nirgends und Hank Azaria als
lebendig gewordene Wachsfigur ist gar so lustig wie Zähneputzen mit
Schleifpapier. Der kleine Auftritt von Robin Williams ist dann auch noch sowas
von klein und schwindend, dass dieser Napoleon schon wieder sauer werden würde.
Kurzum, der Film ist die wohl peinlichste Großproduktion des Jahres und eine
außerordentliche Schande für jeden einzelnen der 150 Millionen Dollarscheine die
das Ding gekostet hat. Hätte man von der Geldmenge die Pyramiden Ägyptens mit
grellen Helly Kitty Stickern zugeklebt, wäre das sicher sinnvoller investiert
gewesen.
Fazit:
Nachts im Museum 2 ist so lustig wie ein Zusammentreffen von Magen- und
Darmspiegelung.
2
/ 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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