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Night of the Living Dead (1968)

Story:
Barbara geht eines Tages mit ihrem Freund auf einen Friedhof und wird unerwartet Zeugin, wie ein echter Untoter aufkreuzt und ihren Liebsten umbringt. Verängstigt flüchtet sie zu einem nahe gelegenem Haus, in dem sie auf den entschlossenen Ben stößt...

regie :
george romero
cast  : tony todd
kritik : christian mester
 

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Kritik:
"Night of the Living Dead - Die Nacht der lebenden Toten" ist einer der letzten großen Schwarz-/Weiß-Klassiker, wenn auch nicht ganz freiwillig, da Farbe Regisseur Romero damals schlichtweg zu teuer war. Das war aber keine schlechte Entscheidung, denn das Fehlen der Buntheit beeinträchtigt den Film in keinster Weise - ganz im Gegenteil, man kann sogar sagen, dass er von der urigen Uralttechnik profitiert und angenehm an alte Kollegen wie "Das Ding aus einer anderen Welt", "Der Unsichtbare", "Der Schrecken vom Amazonas" oder gar "Frankenstein" erinnert.

Der Film zeigt halt wunderbar, was ein fähiger Geschichtenerzähler aus einer guten Idee und einem starken Team machen kann.

Die Story? Eine klassische, die nur weniger Mittel bedarf und im Film dank zweier Tatsachen überzeugt: tollen Darstellern und einem gelungenen Spannungsaufbau. Beides schafft Romero mit seinem kleinen, aber feinen Kammerspiel, in dem die unbekannten, aber guten Darsteller das Gefühl der Ausweglosigkeit glaubhaft portraitieren, sich erwachsen verhalten und nie in dumme Klischees verfallen. Statt auf harten Gore setzt Romero auf schleichende Andeutungen und Reaktionen der Angegriffenen, sowie auf äußerst geschickte Kamerawinkel, die die beklemmende Lage der Eingeschlossenen fesselnd einfangen. Tatsächlich, ein durch ein Fenster brechender Arm kann wirkungsvoller sein als so manch Gedärmegesplatter in anderen Filmen.

Ebenfalls sehr gelungen ist der Kontakt zur Außenwelt, der geschickt via Radio beigefügt wurde. Verrauschte Meldungen sorgen für Spannung und erhöht zugleich die Paranoia aller Beteiligten. Was natürlich wieder notgedrungen des Geldes wegen getan wurde - eigentlich wollte man mehr von den Zombie-Angriffen außerhalb zeigen - erweist sich auch hier wieder als kraftvolle Alternative.

Effektiv spitzt sich die Lage bis zum Ende dann immer weiter zu, sowohl durch vermehrte Zombie-Angriffe, als auch durch aufbrausende Konflikte innerhalb der eigenen vier Wände, was letztendlich in einem der erschütterndsten Finalen der Filmgeschichte endet. Keine Frage, wer darüber hinweg sehen kann, dass der Film unübersehbar "alt" ist und auf Spaß, Nacktheit, Blut, Action oder lockere Sprüchen verzichtet, um dafür aber eine minimale, aber packende Geschichte mit Werten zu erzählen, ist hier genau richtig. "Night of the Living Dead" ist zweifellos einer der wichtigsten Filme seines Genres, da er nicht nur der Begründer eines ganzen Untergenres ist, sondern auch in all den wichtigsten Punkten besteht: Spannung, Inszenierung, Darstellung.
 
Fazit:
Romeros erster und bester Zombie-Film
präsentiert auffällig wenig Hirn, nutzt es dafür aber, um eine spannende Geschichte zu erzählen.

8
/ 10

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