Story:
Barbara geht eines Tages mit ihrem Freund auf einen Friedhof und wird unerwartet
Zeugin, wie ein echter Untoter aufkreuzt und ihren Liebsten umbringt.
Verängstigt flüchtet sie zu einem nahe gelegenem Haus, in dem sie auf den
entschlossenen Ben stößt...
regie :
tom savini
cast :
tony todd
kritik :
christian mester
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Kritik:
Da "Night of the
Living Dead" dank spezieller Umstände ein frei verfügbarer Film ist und demnach
von jedem neu aufgelegt werden darf, war es für SFX-Ikone Tom Savini ein
Leichtes, ein Remake zu einem seiner Lieblingsfilme zu machen. Das musste er
allerdings nicht gänzlich ohne den Meister tun, denn Freund George Romero kam
ihm mit der Idee sogar entgegen, half ihm und produzierte das Ding mit fast
denselben Machern.
Remakes sind im Allgemeinen natürlich immer so eine Sache, da sie es immer
automatisch schwer haben. Die wirklich guten bringen neues mit ("The Thing - Das
Ding aus einer anderen Welt") oder bauen ihre alten Stärken einfallsreich aus ("The
Hills have Eyes"), die schlechten trachten meist nur danach, den Erfolg des
Originals für ein paar schnelle Dollar ideenlos abzukupfern ("Quarantäne").
Savinis Neuauflage des Klassikers ist nun ein ziemlich ausgewogener Mix aus
beiden positiven Motiven. Das Auffälligste ist natürlich, dass er als Farbfilm
anders wirkt als das monochrome Original, ist dadurch aber nicht direkt
schlecht. Obwohl 90% des Films bloß im selben Haus spielt, macht Savini es wie
schon Romero 32 Jahre zuvor zu einer recht schaurigen Umgebung (die jedoch ruhig
noch etwas düsterer hätte sein können) und umschifft den verlorenen Charme
gekonnt mit guter Inszenierung, die übergreifend auf gut platzierten und
umgesetzte Untotenattacken zurückgreift.
Savini, der nach den schrecklichen Schlumpfzombies in "Dawn" alles mit "Day"
technisch wieder gut machte und auch hier wieder mit tollen Zombies erfreuen
kann, erlag der Versuchung, "Dawn" quantitativ in Sachen Blutspende zu toppen
und entschloss sich zum Glück dafür, möglichst auf Spannung zu setzen. Er
verzichtet dafür extra auf unnötige Musik, Exploitation-Szenen oder Action und
sorgt dafür, dass die Männer wieder keine bewaffneten Badasse mehr sind, sondern
hilflose Opfer, mit denen man mitfiebern darf.
"Candyman" Tony Todd gibt dabei eine starke Performance als tapferer
Überlebender, der wieder ein tragisches, aber dieses Mal abgeändertes Ende
erfahren darf. Leider nicht so gelungen ist die neue Barbara, die hier von einer
gewollt toughen Darstellerin gespielt wird, die aber vornehmlich stört. Darüber
hinaus ist es zu raten, die Helligkeit am Fernseher herunterzuschrauben, da der
Film viel zu hell ist und dadurch des Öfteren wie eine TV-Produktion ausschaut.
Inhaltlich ist das Remake sichtlich nah am Original, doch Savini erlaubt sich
hier und da einige Tricks und Kniffe, die es zu seinem ganz eigenen Ding und
damit selbst für Kenner der Vorlage sehenswert machen.
Fazit:
Das wohl zweitbeste Remake eines Romeros - spannend, mitunter gut gespielt und
mit juten Zombies.
5,5 / 10
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