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Film Kritik
 
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Kritik: Das Omen

Story:
Wir schreiben den Morgen des 6. Juni. Robert Throns (Liev Schreiber) Frau Katherine (Julia Stiles) bringt ihr Neugeborenes zur Welt, welches kurz darauf verstirbt. In Unwissenheit seiner Frau, erklärt sich Robert damit einverstanden, das tote Kind mit einem fremdem auszutauschen, nicht wissend, welch katastrophalen Folgen das für ihn und seine Familie auslösen würde.

Fünf Jahre später, geschieht das Unfassbare. Am Geburtstag ihres Sohnes Damien (Seamus Davey-Fitzpatrick), stürzt sich eine der Tagesmütter vom Haus des Anwesens und erhängt sich. Ihre letzten Worte gelten dem kleinen Damien, nur ihm zu Liebe hätte sie diese Tat vollbracht. Und das, ist erst der Anfang….

regie :
john moore
cast  : liev schreiber, julia stiles, seamus davey-fitzpatrick
kritik : frederic garz
 

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Vorwort:
Die kreativen Köpfe Hollywoods haben sich eine Auszeit genommen. Nicht anders ist diese Flut von Remakes, Fortsetzungen und Comicverfilmungen in den letzten Jahren zu interpretieren. Auch bei Regisseur John Moors („Flug des Phoenix“) neustem Streich, dem Mystery-Thriller „Das Omen“, handelt es sich, wie sollte es auch anders sein, um ein Remake des gleichnamigen Originals von 1976.

Remakes, Fluch oder Segen? Eine Balance ist nicht zu erkennen, überwiegen doch leider die schwachen Remakes, nur selten bekommt man eine überzeugende restaurierte Version zu Gesicht. Verbesserte Effekte und bekanntere Namen des Cast stellen meist die markantesten Neuerungen dar, Story oder Atmosphäre werden leider immer mehr vernachlässigt. Trifft dies auch auf das „Omen“-Remake zu?

Kritik:
Zu aller erst sollte geklärt werden, in welchem Genre man sich befindet. Nicht etwa Horror, wie von vielen evtl. falsch angenommen, sondern eher ein Mystery-Thriller offenbart sich dem Zuschauer beim betrachten dieses durchschnittlich spannend und nur bedingt gruseligen Filmes. Das mag vermutlich zum einen daran liegen, dass das Mystery-Genre oft mit Schock-Szenen geizt, zum anderen an der Tatsache, dass viele Thriller-Elemente mit reinspielen, die aber größtenteils langweilig sind.

Langweilig deshalb, da die Geschichte um den Sohn des Teufels einer Schnitzeljagd gleicht, die nie richtig zünden will und viel Potential verschenkt. Kaum überraschende Wendungen, und eine Storyline, die zwar ein paar wenige Rätsel beinhaltet, diese aber mau inszeniert wurden und der Spannungsbogen nie auch nur ansatzweise richtig ausgereizt wird.

Hier und da glänzt der Film mit gruseligen Einlagen, als Beispiel sind die Szenen im Krankenhaus, dem Friedhof und der Zoo-Aufenthalt zu nennen sowie die Anfangssequenz mit dem Selbstmord der Tagesmutter. Der Rest des Filmes beschränkt sich auf einige wenige Schock-Szenen, die aber nur aufgrund der Sound-Kulisse zustande kommen und nicht aus der Atmosphäre resultieren.

Apropos Atmosphäre, die ist recht gut gelungen, typische Mystery-Elemente, wie die dunklen, düsteren und schaurigen Sets, sowie die angesprochene Sound-Kulisse begleiten durch den Film und bilden ein dezent mulmiges Gefühl, welches durch das Auftreten des Damien-Darsteller Seamus Davey-Fitzpatrick, mit seinem blassen und ausdruckslose Gesicht, verstärkt wird.

Davey-Fitzpatrick spielt diesen undurchsichtigen, nicht zu durchschauenden Jungen gut, aber das stellt ihn angesichts seiner leichten Rolle auch vor keine großen Herausforderungen.

Liev Schreiber („Der Manchurian Kandidat“) spielt, welch Wunder, wieder einen Politiker. Er stellt einen besorgten Vater, der nach und nach der Wahrheit seines Sohnes auf die Schliche kommt, zwar überzeugend dar, wirkt aber vor allem in Szenen, in denen Gefühle zum Ausdruck kommen sollten, wenig souverän.

Dies macht seine Frau Katherine, gespielt von Julia Stiles („Die Bourne Verschwörung“), allerdings wieder wett, die endlich mehr schauspielerischen Einsatz zeigen darf als in ihren bisherigen Filmen und bevorzugt in ruhigen Szenen mit einer tollen Performance zu überzeugen versteht. Ihre Bindung zu ihrem Sohn, ihre Gefühls-Wandlungen sowie ein überzeugendes Auftreten, empfehlen sie für kommende Hauptrollen.

In den Nebenrollen sticht vor allem David Thewlis („Harry Potter“) heraus. Er stellt einen britischen Paparazi-Fotograf dar, der den unheimlichen Vorfällen auf die Schliche kommt. Seine Auftritte verstärken zwar das mulmige Gefühl, ändern aber nichts daran, dass die Story nur wenig spannender oder abwechslungsreicher wird.

Hervorzuheben wären noch die paar wenigen, aber dafür qualitativ hervorragend inszenieren Kills, die ein wenig in ihrer Machart an die „Final Destination“-Reihe erinnern. Mehrere Zufälle die aneinander gereiht brutale Morde verursachen und für Literweise Blut sorgen, sind ein wahrer Augenschmaus für Fans des Horror-Genres.

Fazit:
Ob „Das Omen“ ein gelungenes Remake ist, kann ich nicht beurteilen, dass dieser Mix aus Mystery-Thriller und Horror aber gehörig nach hinten losgegangen ist, das ist kein Geheimnis, denn dafür ist die Geschichte zu lahm inszeniert, der Spannungsbogen zu flach und die Schockszenen an einer Hand abzuzählen. Auch die Schauspielerische Leistung ist eher als Durchschnitt zu bezeichnen und so bleibt von diesem Film nur abzuraten.



3,5
/ 10

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