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Film Kritik
 
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Pandorum

Story:
Nach völliger Übervölkerung der Erde wird ein Raumschiff entsandt, das mit tausenden Menschen an Bord den 127 Jahre entfernten Planeten Tanis erreichen soll. Geplant war, dass alle im Cryoschlaf bleiben und sich lediglich eine kleine Crew abwechselnd um das Schiff kümmert. Einer von ihnen ist Corporal Bower, der jedoch alleine aufwacht, merkt, dass der Schiffscomputer nicht mehr reagiert und weit und breit nichts von der Crew zu sehen ist. Er erweckt also seinen Vorgesetzten Payton und macht sich auf die Elektronik zu untersuchen, als er seine erste Begegnung mit seltsamen Kreaturen macht…

regie :
christian alvart
cast  : ben foster, dennis quaid
kritik : christian mester
 

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Kritik:
“Eden Log” im Weltraum.

 


"Ich werde Bella finden, und wenn es das letzte ist..."

„Pandorum“ dürfte wohl einer der dunkelsten Filme der letzten Jahre sein. Wenn nach etwa einer Stunde zum ersten Mal ein hell erleuchteter Raum betreten wird, ist man fast geblendet, da sich die Augen an die präsente Dauerfinsternis gewöhnt haben. Diese Dunkelheit wird von Regisseur Alvart größtenteils sehr effektvoll eingesetzt, sodass das Raumschiff zu einer beklemmend klaustrophobischen Umgebung wird, in die man sich nur ungern begeben würde. Dank eines minimalistischen Scores ist vor allem die erste Hälfte des Films somit sehr stimmig gelungen, wobei auch in der Handlung zunächst vieles noch unklar bleibt.

Gemeinsam mit den beiden Hauptfiguren darf man gebannt mit rätseln, was an Bord des Schiffes wohl passiert ist und je weiter sie in die anderen Bereiche vorstoßen, desto spannender wird der Aufenthalt. Erste Kontakte mit anderen wachen Besuchern fallen gruselig aus und es beschleicht einen das Gefühl, dass „Pandorum“ ein echter Geheimtipp werden könnte. Ähnlich wie im hervorragenden „The Descent“ sind hier auch die Darsteller gut; Ben Foster und Dennis Quaid vermitteln ihre Ängste glaubhaft und durch den ständigen Einsatz der Dunkelheit scheint die Luft auch im Kinosaal immer dünner zu werden.

Als dann jedoch merklich Licht aufkommt und man so langsam mehr über Crew, Monster und Motive erfährt, beginnt der Film nach und nach zu taumeln und mitunter auch zu stürzen. Die aufkommenden Kreaturen werden in Kampfszenen verwickelt, die zu sehr choreographiert sind und deplatziert wirken (grausig: in einer Szene wirft ein primitiv wirkendes Monster einem Mann eine Waffe zu, damit der Kampf fairer wird), das Verhalten der Figuren schweift von mitreißend zu vorhersehbar desillusioniert, und die Lösungen der offenen Fragen decken keine Erwartungen. Krönender Abschluss ist dann auch noch ausgerechnet eine Szene, die als einzige effekttechnisch von niederer Qualität ist. Nach schicker Einführung mit einem zweifelsohne schicken Blick über das Schiff und unentwegt überzeugenden Sets wirkt es deprimierend, dass der Film ausgerechnet auf so schwacher Note endet.
 


"Ich glaub, wir brauchen die Joes..."  

Neben Foster und Quaid gibt es noch vier andere signifikante Darsteller, die allerdings mit beiden nicht mithalten könnten. Die Deutsche Antje Traue erfüllt offenbar nur Frauenquote und bringt in ihrer Rolle nichts Relevantes mit, zum Glück bleibt ihr als Darstellerin wenigstens die obligatorische Duschszene und eine aufgezwungene Love-Story erspart. Cung Le, demnächst als Marshall Law im „Tekken“ Film zu sehen (der übrigens schon vor „Pandorum“ abgedreht wurde), darf die Milla machen und Monster mit Martial Arts zu Brei hauen, wobei der Film in der Hinsicht ihm gegenüber respektlos ist, da er nur vietnamesisch sprechen darf und man als Nichtkenner der Sprache somit kein einziges Wort versteht.

Eine fragwürdige Entscheidung, da es unnötig wirkt und Le nur aufs Kämpfen reduziert. Dann wäre da noch „Twilight“ Bösewicht Cam Gigandet, der eine längere Unterhaltung mit Dennis Quaid führt und dabei einmal mehr zeigt, wieso er der schlechtere Chris Evans ist. Zu guter letzt gibt es noch ein gut getarntes Wiedersehen mit Alvarts Bösewicht aus dessen vorherigen Film „Antikörper“, denn Andre Hennicke spielt hier unter Tonnen von Latex den Anführer der Kreaturen, der fast immer mit schlimmen Kameragewackel eingefangen wird und wie eine Kreuzung aus Aliens und den Kriechern aus „The Descent“ aussieht. Echte Höhepunkte bleiben ihm aber auch verwehrt, viel mehr stört man sich im Verlauf an der hektischen Optik.

Fazit:
Anfangs noch reichlich gruselig, nimmt Alvarts Sci-Fi Thriller ab der Hälfte leider gehörig ab. Unter dem Strich bleibt solide
s Mittelmaß, das sich nicht unbedingt Mainstream konform an Fans des Genres richtet.
5,5
/ 10

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