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Film Kritik
 
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Harry Potter und der Orden des Phoenix

Story:
Wie jeden Sommer muss Harry auch dieses Jahr die Ferien bei den Dursleys verbringen. Doch eines Tages tauchen zwei Dementoren dort auf und Harry muss Magie verwenden um sich und seinen Cousin Dudley vor den Dementoren zu retten.
Da dies minderjährigen Zauberern allerdings untersagt ist, muss Harry vors Zaubereigericht, wo der Zauberminister ihm am liebsten von Hogwarts verbannen, da er sich weigert, die Rückkehr von Lord Voldemort zu akzeptieren und lieber den Ruf von Dumbledore und Harry schlecht redet und darüber hinaus auch noch mit Dolores Umbridge eine Lehrerin in Hogwarts einstellt, die dort für Recht und Ordnung sorgen soll.

regie :
david yates
cast  : daniel radcliffe, imelda staunton
kritik : Gimli Gloinsohn
 

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Kritik:

Harry Potter gehört definitiv zu den besseren Sequels des Jahres, was aufgrund des für Potterverhältnisse eher mäßige Buch doch ein bisschen überrascht.
Der wichtigste Schritt zum Gelingen des Films war es, dass mit Abstand längste Buch der Reihe zum kürzesten Film zu machen. Dauerte es im Buch eine halbe Ewigkeit bis Harry nach Hogwarts zurückkehrt, so geht dies im Film um einiges kürzer.

Im Film vergeht diese Zeit wie im Fluge. Kurz der Dementorenangriff, dann die Flucht mit ein paar anderen Zauberern auf dem Besen, das Wiedersehen mit Ron und Hermine und dann die Gerichtsverhandlung ohne das es wie in Teil 4 gehetzt wirkt und was hier vielleicht 20 – 25 Minuten dauerte verschlang im Buch mehr als 200 Seiten.

Allgemein wirkt das Drehbuch von Michael Goldenberg sehr rund, auch in Hogwarts hat man nie das Gefühl, das wirklich wichtige Dinge fehlen. Hier allerdings gibt es auch eine Einschränkung. Es wird zwar sehr viel aus dem Buch im Film gezeigt, aber auch extrem wenig wirklich schlüssig erklärt, was vor allem denen Probleme bereiten dürfte, die noch nicht das fünfte Buch gelesen haben. Diejenigen, die aber das Buch gelesen haben dürften keine großen Probleme haben und können alles nachvollziehen, was passiert, wobei innerhalb von einer Minute mehrere Sachen hintereinander geschehen, die im Buch manchmal 100 Seiten auseinander liegen.

Besonders gespannt war man sicherlich auch auf das Leinwanddebüt von David Yates, der zwar für seinen letzten Film, die Komödie „G8 auf Wolke Sieben“, drei Emmys bekam, darunter den für den besten Film., doch war er sonst noch ein unbeschriebenes Blatt. Doch in seinem ersten großen Werk kann man ihm wirklich nichts vorwerfen. Geradezu spielend gelingt ihm alles.

Besonders die Idee mit den Zeitungen ist sehr gut gelungen, werden aber auch nur dreimal im Film verwendet. Sehr schön umgesetzt wurden auch die zahlreichen Stunden der DA oder auch wie Umbridge langsam aber sicher ihren Machtbereich in Hogwarts ausweitet und auch die zahlreichen Rückblenden sind sehr schön ausgewählt und verdeutlichen noch mal die Entwicklung von Harry in den letzten 5 Jahren.

Auch schauspielerisch wurden wieder tolle neue Schauspieler hinzugewonnen, wobei man als Erstes sicherlich Imelda Staunton erwähnen sollte. Sie verkörpert Umbridge in Perfektion und hat als einzige Erwachsene auch die Chance, ihre Figur wirklich zu entwickeln.

Bei den anderen Schauspielern muss man dagegen sicherlich Abstriche machen. Auch wenn zahlreiche Schauspieler wie Alan Rickman, Maggie Smith, Ralph Fiennes,Michael Gambon oder Robbie Coltrane wieder dabei sind und mit Gary Oldman, Emma Thompson und David Thewlis auch einige Schauspieler des dritten Teils zurückkehren, wirken ihre Auftritt im Vergleich mit den Vorgängern wie Kurzauftritte, die Zeit, die sie bekommen, nutzen sie aber perfekt. Ziemlich blass dagegen bleibt der Auftritt von Helena Bonham Carter, da ihr Charakter auch kaum was hergibt.

Auch die Jungdarsteller können überzeugen. Ob Daniel Radcliffe der beste Schauspieler ist, sei dahingestellt, aber er spielt seine Rolle solide, so dass es nicht negativ auffällt und auch Emma Watson spielt Hermine wieder gewohnt gut wie immer. Als Star der Trios sollte man Rupert Grint erwähnen. Auch wenn seine Grimassen in den ersten beiden Teilen noch ein bisschen gezwungen wirken, so hat er sich innerhalb der mittlerweile 7 Jahre schauspielerisch am besten weiterentwickelt und man kann gespannt sein auf Filme abseits von Harry Potter.

Visuell ist Harry Potter und der Orden des Phönix bis auf den etwas künstlich wirkenden Grawp ebenfalls sehr gut gelungen. Besonders die Testrale sehen klasse aus und der Endkampf ist sehr gut gelungen. Auch musikalisch ist mit Nicholas Hopper ein würdiger Ersatz für John Williams und Patrick Doyle gefunden worden.

Fazit:
Auch in Harry Potters mittlerweile 5. Abenteuer wird es nie langweilig und trotz des eher mäßigen Buches gehört er filmisch zu den Highlights der Reihe, nur diejenigen, die noch immer nicht das Buch gelesen haben, sollten sich zumindest über die Grundzüge der Story informieren.

9
/ 10
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