Story:
Die
junge
Andrea
(Anne
Hathaway)
wird
zufällig
zur
Assistentin
der
berüchtigsten
Modejournalistin
(Meryl
Streep)
befördert;
schon
bald
jedoch
zeigen
sich
erste
Konsequenzen,
die ihr
Leben
gehörig
auf den
Kopf
stellen.
regie :
david
frankel
cast
:
meryl
streep,
anne
hathaway
kritik
:
christian
westhus
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Kritik:
„Frauenfilm“
– „und
dann
auch
noch von
einem
Regisseur,
der
diverse
‚Sex &
the
City’
Folgen
inszenierte.
Kein
Film für
die
Männerwelt!“
- so
schallte
es seit
den
ersten
Informationen
über
dieses
Projekt
aus den
Mäulern
übereifriger
Kritiker
und
vorschneller
Kinogänger.
So ist
es auch
kaum ein
Wunder,
dass die
Kinosäle
hauptsächlich
von
Frauen
bevölkert
werden,
die
höchstens
hin und
wieder
den
Ehegatten
zwingen,
sich
Mode,
nette
Mädchen
und
nette
Witzchen
anzutun.
Was tut
man
nicht
alles
für die
Liebe?
Vielleicht
aufmerksamer
Kritiken
lesen,
die das
fertige
Produkt
beschreiben,
denn der
Schein
trügt.
„Der
Teufel
trägt
Prada“
wird
zwar
actionorientierte
Kinofreunde
(Männer?)
absolut
nicht
ansprechen,
entpuppt
sich
aber als
erfreulich
intelligentes
und
entlarvendes
Stück
Film,
das eine
altbekannte
Geschichte
nutzt um
seinen
Charme
zu
erspielen.
Das
nette
und
intelligente
Mädchen
von
Nebenan,
das
normal
geblieben
ist,
Bier
trinkt
und das
anzieht
was sie
will,
sieht
sich mit
der
knallharten
Realität
des
Modejournalismus
konfrontiert
und muss
erst
sich
beweisen,
dass sie
es kann
um dann
wieder
zu ihren
Wurzeln
zurückzukehren.
Das ist
bekannt,
wird
hier
aber
wunderbar
und
unpenetrant
umgesetzt.
„Runway“
heißt
hier das
weltweit
größte
Magazin
für
Fashion,
Style
und
Stars,
das mit
seinen
großen,
schlanken
Lettern
nicht
nur
zufällig
an die
„Vogue“
erinnert.
Männer
werden
jetzt
rasch
den
Zeitschriftenstapel
ihrer
Freundin
durchwühlen
und
erleuchtet
„Ach
das!?“
rufen,
während
Frauen
schon
längst
wissen,
dass der
Film die
wahre
Geschichte
einer
Assistentin
der
Vogue-Chefin
erzählt.
Nicht
ohne
Grund
darf man
schmunzeln,
wenn
plötzlich
Madonnas
„Vogue“
ertönt.
Realer
Unterbau
tut
einem
Film
häufig
gut und
deutet
schon
mal im
Voraus
Qualität
an. Wäre
man hier
wirklich
auf
Witzchen
und
blanke
Moral
aus,
hätte
man auch
Lindsay
Lohan
die
Rolle
der
grauen
Maus
geben
können.
So zeigt
die
wunderbare
Anne
Hathaway
erneut,
dass sie
nicht
nur
hinreißend
niedlich
ist,
sondern
auch
durchaus
darstellerische
Klasse
besitzt.
Hathaways
Andy
Sachs
ist die
clevere,
aber
etwas
unentschlossene
Variante
der
besagten
Maus,
die sich
hocharbeiten
muss und
geht
diese
Rolle
mit
Witz,
aber
auch mit
Emotionalität
und
einer
schwierigen
Version
von
Selbstvertrauen,
die Andy
mehrmals
im
Zwiespalt
lässt,
denn die
hektische
Welt von
Glamour,
Mode und
der
„Vogue“/dem
„Runway“
ist
kontraproduktiv
zum
ehemals
so
unbekümmerten
Privatleben,
dass man
mit
schlabberigen
Klamotten
und
unverkrampften
Albernheiten
verbringen
konnte.
Und hier
offenbart
der Film
seine
Qualität.
Statt
die zu
oft
gehörte
„Never
forget
where
you’re
coming
from“-Moralpredigt
aufs
Neue
runterzuleiern,
haben
wir es
hier mit
echten
Charakteren
zu tun,
mit
Problemen,
die zwar
tendenziell
Klischees
sind,
aber
geschickt
glaubwürdig
dargestellt
werden
und mit
einfühlsamen
Situationen
und
Dialogen.
Die
Moral
kommt
letztendlich
deutlich,
doch der
Weg
dahin
ist
feiner,
als in
üblichen
(Frauen-)
Filmen
dieser
Sorte.
Das ist
mitunter
herrlich
witzig
und
wunderbar
amüsant,
auf die
ansprechende,
clevere
Weise,
wenn
einem
gepflegte
Kommentare
der
wirklich
fiesen
Sorte um
die
Ohren
gehauen
werden,
wenn die
Unmenschlichkeit
dieser
glitzernden
Welt
hart und
ehrlich
das
liebe
Mädchen
aufs
Neue
zurückwerfen.
Das
liegt
vor
allem an
Meryl
Streep,
die
wahrhaftig
ein
satanisches
Biest
gibt und
das in
einer
Art und
Weise,
die
überrascht
und
gleichermaßen
begeistert.
Nicht
wild,
hysterisch
als
Furie
sondern
fies,
tückisch
und
einfach
nur
kalt.
Warum
Streep
gerade
in solch
bösen
Rollen
überzeugen
kann,
bleibt
ungeklärt,
aber es
ist für
eine
lange
Zeit
eine
fiese
Freude,
ihre
menschenverachtende
Mimik
und
ätzend
zynischen
Kommentare
zu
bewundern
und
mehrfach
heimtückisch
aufzulachen,
wohl
wissend,
dass man
selbst
aufs
tiefste
verletzt
wäre. Es
ist
herrlich,
wie
Miranda
Priestly
den
Werdegang
eines
grauenhaften
blauen
Pullis
vom
Wühltisch
erklärt
und mit
feinen,
zynischen
Spitzen
dem
törichten
und
uninteressierten
„dicken
Mädchen“
zeigt,
warum
Miranda
für die
Modewelt
eine
Göttin
ist.
Ihr
gegenüber
steht
ein
Stanley
Tucci,
der
brillant
aufspielt
und den
nüchternen,
doch
humorvollen
aber
letztendlich
realistischen
zweiten
Mann von
„Runway“
gibt. Er
ist das
Hoffnungsvolle
Zentrum
des
Films,
den man
noch
mehr ins
Herz
schließt,
als er
seine
große
Chance
bekommt
um dann
Priestlys
Eiseskälte
und
nuancierte
Arroganz
zu
spüren.
In der
letzten
halben
Stunde
versucht
uns der
Film
dann
mehrfach
in die
Falle zu
locken.
Während
unser
liebes
Mädchen
Freund,
Freunde
und
ihren
Stolz
langsam
zu
verlieren
scheint,
bricht
beim
Teufel
kurzzeitig
das Eis,
nur um
wenig
später
wieder
auf
beachtliche
Dichte
anzuwachsen.
Und bei
all der
Bosheit
ist es
gelungen,
Miranda
Priestly
nicht
als
abgrundtief
bösen
Menschen
darzustellen,
sondern
als
vielschichtige
Figur,
die für
ihren
Job
lebt.
Dass der
Film
selbst
letztendlich
nicht so
böse
ist,
unser
liebes
Mädchen
zur
linken
Hand des
Teufels
zu
machen
und am
Ende das
Meiste
doch
wieder
gut
wird,
war
abzusehen
und darf
kritisiert
werden,
doch es
wurde
vermieden,
ein
blankes
Happy
End zu
inszenieren.
Es
bleiben
fade
Erinnerungen,
nicht
bewältigte
Probleme
und das
Ganze
darf als
überaus
entlarvende
Satire
gesehen
werden,
welche
die
Selbstfindung
ihrer
Protagonistin
in den
Fokus
rückt
und
darum
ein
überaus
interessantes
Panoptikum
der
Modewelt
entwickelt.
Eben
diese
wird
auch
nicht
einfach
verspottet
und auf
den
bloßen
Witz hin
zerrupft,
sondern
wird als
durchaus
verlockend,
aber
gefährlich
dargestellt.
Modedesigner
Valentino
und
Heidi
Klum
tauchen
auch in
Gastrollen
auf,
Gisele
Bündchen
hat
sogar
eine
kleinere
Nebenrolle.
Regisseur
David
Frinkel
reißt
bei der
Inszenierung
keine
Bäume
aus,
doch ein
paar
Finessen
sind
durchaus
wirksam.
Mehrfach
kommen
wir in
den
Genuss
geschickt
geschnittener
Szenen
der
selben
Situation
an
verschiedenen
Orten,
an
verschiedenen
Tagen.
Da darf
Anne
Hathaway
optisch
aufreizend
mehrere
neue
Kleidungsvariationen
durch
die
Stadt
tragen
und
Meryl
Streep
unzählige
Male
ihre
Mäntel
auf den
Tisch
knallen.
Da wird
tatsächlich
der
Eindruck
erweckt,
man
blättere
durch
ein
Modemagazin.
Das
Geschehen
erstrahlt
immer
perfekt
ausgeleuchtet
und
farblich
abgestimmt,
mitunter
sogar
leicht
verwaschen
in
Pastell
und zu
schön,
um real
zu sein,
das
gefällt
und wird
mit
einem
sympathischen
Soundtrack
unterlegt,
der
neben
Madonna
auch U2
und
Azure
Ray
beinhaltet.
Fazit:
„Der
Teufel
trägt
Prada“
ist kein
Frauenfilm
und wenn
er doch
so
gesehen
werden
möchte,
ist er
ein
wirklich
intelligenter
und
hochwertiger
Beitrag
dieses
„Genres“.
Es ist
keine
brillante
oder gar
geniale
Satire,
aber
eine
entlarvende
Studie
über die
Modewelt,
ein
Selbstfindungstrip
mit
allem
was dazu
gehört
und ein
überaus
amüsanter
Film
obendrein.
Da ist
nicht
alles
Gold was
glänzt,
aber der
reale
Unterbau
der
Geschichte
verleiht
ihr den
nötigen
Ernst
und
tolle
Darsteller,
besonders
die
herrliche
Meryl
Streep,
sorgen
für
einige
genussvolle
Momente.
Das
dürfen
sich
auch
Männer
angucken,
ohne
gleich
Angst um
ihren
Ruf zu
bekommen.
7,5
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