Story:
Topreporter
Tim
Manfrey
(Dominic
Purcell)
hat eine
Skandalreportage
vergeigt.
Er hat
sich
einer
Story
angenommen
ohne
voher
die
Zeugen
zu
prüfen
und ist
einer
frisierten
Geschichte
auf den
Leim
gegangen.
Das
könnte
ihn den
Job
kosten
wenn er
nicht
einen
Knüller
für
seinen
Boss
ranschafft
der die
verlorenen
Einschaltquoten
wieder
ins
rechte
Licht
rückt.
Doch
dieser
hat
schon
was im
Auge.
Sein
Auftrag:
Den Tod
einer
amerikanischen,
renommierten
Gutachterin
zu
prüfen,
die bei
den
Bürgerkriegen
in
Burundi
mehrere
Massengräber
endeckt
hat und
dabei
von
einem
Krokodil
getötet
wurde.
Dieses
Krokodil
ist bei
den
Einheimischen
schon
seit
langem
eine
Sage und
bekannt
dafür am
liebsten
Menschen
zu
naschen.
Zusammen
mit der
Journalistin
Aviva
Masters
(Brooke
Langton)
und dem
Kameramann
Steven
Johnson
(Orlando
Jones)
soll er
nun nach
Burundi
um dort
nicht
nur
einen
Film
über das
sagenumwobene
Riesenkrokodil
zu
machen;
er soll
es
direkt
fangen
und nach
Hollywood
bringen.
Trotz
der
Unterstützung
des
einheimischen
Regimes,
des
Krokodilexperten
Mathew
Collins
(Gideon
Emery)
und des
ansässigen
Großwildjäger
Jacob
Krieg
(Jürgen
Prochnow)
gestaltet
sich das
ganze
vor Ort
ganz
anders
als
erwartet...
regie :
michael
katleman
cast
:
dominic
purcell,
orlando
jones,
brooke
langton
kritik :
oliver
hoch
____________________________________________________________________________
Kritik:
Was
Michael
Katleman
uns da
auf die
Leinwand
gebracht
hat ist
ein sehr
zweischneidiges
Schwert.
Die eine
Seite
zeigt
einen
klassischen
Afrikafilm,
der über
seine
Unruhen,
Brutalität
und
Politikverfahrenheit
wie eine
durchschnittliche
Montagsabend-Doku
berichtet;
auf der
anderen
Seite
versucht
der
Film,
durch
viel
Blut und
Bodycount
das
Zweitgenre
Horror-Thriller
zu
befriedigen.
Eine
Mischung,
die so
selten
auf der
Leinwand
gleichzeitig
zu sehen
war.
Wenn der
Zuschauer
denkt,
er
könnte
sich
grinsend
in
seinen
Sessel
zurücklehnen,
weil
wieder
ein
abgebissenes
Bein
über die
Leinwand
geflogen
ist,
wird er
doch
auch
schnell
wieder
von der
Realität
der
afrikanischen
ernsten
Thematik
rund um
Völkermord
und
blutige
Massaker,
jäh in
die
Gegenwart
zurückgeholt.
Wodurch
aber
dann
auch die
Glaubhaftigkeit
schwer
zu
leiden
hat, den
der Film
uns
vermitteln
möchte.
Durchweg
kein
richtiges
Gefühl
will
aufkommen,
ob man
sich
jetzt
für
einen
guten
Krokodilfilm
wie
"Lake
Placid"
einstellen
soll
oder auf
einen
Film alá
"Hotel
Ruanda".
Entäuschend
dahingehend
ist die
Tatsache,
das alle
Szenen,
in dene
es
dramatisch
darum
geht,
den
Menschen
vor Ort
zu
helfen,
nur eine
reine
Überbrückung
zu sein
scheint,
bis
wieder
ein paar
Liter
Blut
spritzen
dürfen.
Die
Darsteller
sind gut
besetzt,
bekannte
Gesichter,
wobei
ganz
klar die
Rolle
des
Publikumslieblings
hier an
Orlando
Jones
(dem
Hologramm
aus Time
Machine)
geht. Er
sorgt
mit
witzigen
Sprüchen
und
frechen
Gesten
immer
wieder
für
einen
Lacher,
doch
leider
lebt der
Film
nicht
von den
paar
Lachern
allein
und so
muss
mehr
oder
weniger
der Rest
der Crew
im
dunklen
Schatten
der
wenigen
Lichtblicke
verbringen,
die
Jones
uns
gewährt.
Ebensowenig
können
Dialoge
wettmachen,
was
schauspielerische
Leistung
nicht
schafft.
Der
Geschmack
der
Belanglosigkeit
macht
sich
bemerkbar.
Die
Effekte
des
Films
sind
nicht
überragend,
aber
durchweg
gut
gemacht.
Der Film
setzt
hier an
der
Stelle
auf
stakkato-artige
Schnitte
und
schnelle
Kameraschwenks,
dass so
manchem
die
schnelle
Kamerafahrt
durchaus
an Blair
Witch
Project
erinnern
wird,
dafür
aber
immer in
guter
Bildqualität.
Die
Musik
passt
angenehm
zurückhaltend,
wobei
der Film
an den
gewissen
Stellen
eher auf
die
Soundkulisse
zurückgreift
um dem
Zuschauer
in
seinem
Sessel
zu
wecken.
Fazit:
Die
Fährte
des
Grauens
zieht
sich bei
DEN
Zuschauern
durch
den
Film,
die mehr
erwarten
als
einen
guten
"Krokodil-frisst-alle-bis-auf-einen"
Streifen.
Wer
nicht
allzu
viel
Horror
erwartet,
dürfte
gut
unterhalten
werden,
aber wer
ernsthaftes
Drama
oder
politisch
orientierte
Thematik
ala
Blood
Diamond
erwartet,
wird
tierisch
enttäuscht
werden.
Trotz
der
witzigen
Szenen
und der
allgemeinen
ordentlichen
Umsetzung
macht
der Film
aufgrund
seiner
Pseudo-Politik,
den nur
wenigen
Horrorszenen
und
seinem
skurrilem
Ende
einen
eher
schlechten
Eindruck.
Die
Entscheidung
themenmässig
zweigleisig
zu
fahren
war in
diesem
Fall ein
Schuss
in den
Ofen.
3
/ 10
_____________________________________________________________________________
:::::...:
Diskussion
im Forum
:...:::::
|