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Film Kritik
 
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Primeval - Die Fährte des Grauens

Story:
Topreporter Tim Manfrey (Dominic Purcell) hat eine Skandalreportage vergeigt. Er hat sich einer Story angenommen ohne voher die Zeugen zu prüfen und ist einer frisierten Geschichte auf den Leim gegangen. Das könnte ihn den Job kosten wenn er nicht einen Knüller für seinen Boss ranschafft der die verlorenen Einschaltquoten wieder ins rechte Licht rückt. Doch dieser hat schon was im Auge.

Sein Auftrag: Den Tod einer amerikanischen, renommierten Gutachterin zu prüfen, die bei den Bürgerkriegen in Burundi mehrere Massengräber endeckt hat und dabei von einem Krokodil getötet wurde. Dieses Krokodil ist bei den Einheimischen schon seit langem eine Sage und bekannt dafür am liebsten Menschen zu naschen. Zusammen mit der Journalistin Aviva Masters (Brooke Langton) und dem Kameramann Steven Johnson (Orlando Jones) soll er nun nach Burundi um dort nicht nur einen Film über das sagenumwobene Riesenkrokodil zu machen; er soll es direkt fangen und nach Hollywood bringen.

Trotz der Unterstützung des einheimischen Regimes, des Krokodilexperten Mathew Collins (Gideon Emery) und des ansässigen Großwildjäger Jacob Krieg (Jürgen Prochnow) gestaltet sich das ganze vor Ort ganz anders als erwartet...

regie :
michael katleman
cast  : dominic purcell, orlando jones, brooke langton
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Primeval ist feige und steht nicht zu sich selbst.

Filme mit Killerkrokodilen sind in der Regel immer unterhaltsam, und mit Rogue kommt dieses Jahr gleich noch einer in die Kinos, der Primeval auf die vorderen Sitze im Bus verweisen will. Ob er das schaffen kann? Wenn es bei ihm hauptsächlich um ein Krokodil gehen würde, dann auf jeden Fall.

Die Fährte des Grauens klingt nach Horror und jedes bisschen Promo für den Film kündigte ihn auch als solchen an. Mysteriöserweise ging es um einen Serienkiller namens Gustave, der schon hunderte Leute auf dem Gewissen haben sollte - nach einer wahren Geschichte. Das stimmt auch, denn Gustave ist ein echtes, lebendiges Riesenkrokodil, dass unter Naturschutz steht, deswegen nicht getötet werden darf und bis heute mehr Bodycount verursacht als Jason in den 80ern.

Das Problem des Films ist, das es darum nicht hauptsächlich geht. 90% der Zeit beschäftigt sich Katleman mit anderen Themen, die jemanden, der sich einen Killerkrokodilstreifen anschaut, nicht interessieren. Wer sich für das Elend und die düsteren Machenschaften in Afrika interessiert, der kann sich Blood Diamond oder Lord of War ausleihen, in einen Film wie diesen gehören aber - sympathische Figuren - unterhaltsames Ableben - Spannung - erstklassige Effekte und ein Schuss Humor. Normalerweise dürften diese Indigrenzien nicht allzu schwer zu mixen sein, aber Katleman versiebt es zum größten Teil.

Zum größten, einiges aber kriegt er gut hin. Zum Beispiel ist Krokodil Gustave außerordentlich gut gemacht und braucht sich auch nicht vor dem aus Lake Placid verstecken. Zwar meistens in Dunkelheit gehalten, sind seine Angriffe erstklassig inszeniert. Highlight des Films ist eine längere Verfolgungsjagd, in der Orlando Jones am hellichten Tag von dem Krokodil durch eine Wiese gejagt wird.

Leider gibt es solche Szenen nur selten, und das Sympath Orlando Jones ebenfalls nur wenig zu sehen ist, schadet dem ganzen umso mehr. Blade-3 Dracula Dominic Purcell zeigt null Charisma und seine Begleiterin Brooke Langton sieht zwar gut aus, füllt aber höchstens ihr Top, nicht aber den Film.

Musik und Regie sind ganz in Ordnung. Es ist einfach schade, weil der Film jede Menge Potential für einen lustigen, gut gemachten Kroko-Actioner gehabt hätte, Katleman aber lieber einen kritischen Afrikastreifen inszeniert hat.

Fazit:
Die Fährte des Grauens ist kein völliger Reinfall, aber auch sicher keine Empfehlung fürs Kino. Wer Tierhorror mag, Prisonbreak-Fan ist und ohnehin gern Filme ohne sämtlichen Anspruch (Snakes on a Plane, The Covenant, Ultraviolet) schaut, der kann einen Blick riskieren.

Alle anderen können sich den Film später mal auf DVD ausleihen, wenn man alles andere schon gesehen hat.

3
/ 10

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