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Film Kritik
 
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James Bond - Ein Quantum Trost

Story:
Nachdem Bond in „Casino Royale“ von seiner großen Liebe Vesper verraten wurde, versucht James Bond (Daniel Craig) mit allen Mitteln, die Hintergründe dieses Betrugs aufzudecken. Bei seiner Suche lernt er die geheimnisvolle Camille (Olga Kurylenko) kennen,die ihre eigenen Ziele hat. Zusammen jagen sie dann Geschäftsmann Dominic Greene (Mathieu Amalric), der mit seiner skrupellosen Gesellschaft gefährliche Pläne schmiedet....

regie :
marc forster
cast  : daniel craig, mathieu almaric
kritik : sebastian lang
 

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Kritik:
„Ein Quantum Trost“ ist zwar die direkte Fortsetzung von „Casino Royale“, allerdings unterscheiden sich die beiden Teile enorm von einander. Casino Royale wurde 2006 insbesondere für die Darstellung eines emotionalen, ruhigen und realistischen James Bonds gelobt; Quantum dagegen ähnelt von der Machart her aber eher dem vorletzten Bond - Stirb an einem anderen Tag.
 


"Was meinst du mit, da ist so ein Glatzkopf der Olga folgt?"

Quantum startet direkt einige Minuten nach dem Ende von Casino, weswegen es unbedingt notwendig ist, den Vorgänger zu kennen. Wie in jedem Bond ist die obligatorische Actionsequenz am Anfang schnell, intensiv und laut - doch im Gegensatz zu anderen Bonds zieht sich dieses Tempo durch den gesamten Film. Es ist somit der hektischste Bond seit langem.

Schon bei den ersten Actionsequenzen erkennt man jedoch die Schwächen des neuen Streifens von Marc Forster. Die Kameraführung der meisten Kämpfe, Verfolgungsjagden und Schießereien sind auf MTV Niveau. Sprich, es wackelt stark und es folgen Schnitte im Millisekundentakt, sodass man kaum etwas vom Geschehen mitbekommt. Außerdem hat man das Gefühl, als hätte man die meisten Verfolgungsjagden schon einmal in einem anderen Film gesehen, da sie wenig eigenes haben. Der Realimus des Vorgängers wird auch nur noch in Teilen übernommen. Bond kann sich zwar verletzen und gerät außer Puste, überlebt dann aber wiederum tödliche Stürze und Explosionen, ohne mit der Wimper zu zucken.
 


"Wer hier nochmal Witze über meine Brille macht,
lernt meine Taucherglocke kennen."

Unter der hohen Geschwindkeit des Films leiden leider auch die Nebenfiguren und Bösewichte. Mit seinen 106 Minuten kann Quantum weder den neuen Bösewicht vernünftig vorstellen, noch die Nebenfiguren genügend eingeführen. Zwar trifft man im Laufe des Films ein paar Charaktere aus Casino Royale wieder, diese erscheinen aber nur kurz und verschwinden dann nach laschem Auftritt.

Mathieu Almaric versucht sein Bestes, den Geschäftsmann Dominic Greene als einen schleimigen und hinterhältigen Verbrecher darzustellen, jedoch fehlt ihm Zeit und die nötigen Szenen. Sein Komplize Elvis (Anatole Taubman) ist dazu weder furchterregend, noch hat er irgendwelche glaubhaft bösen Handlungen. Zumeist steht er mit seiner lächerlichen Frisur nur neben Greene - der verrückte Irre, auf dem man wartet, kommt leider nicht zum Vorschein.

Ein Quantum Trost macht das falsch, was in Casino Royale noch richtig gemacht wurde: sich von den anderen James Bond Filmen abzusetzen. Das macht Quantum jedoch nicht prinzipiell zu einem schlechten Film. Der neue Bond ist ein spannender und wirklich durchgehend actionreicher Agententhriller, der leider nicht ganz an seinen Vorgänger anknüpfen kann. Als James Bond kann Daniel Craig jedoch wieder überzeugen und stellt mit seiner intensiven Art wieder einige vorherige Bond-Darsteller in den Schatten. Er spielt wieder den reifsten, brutalsten und rücksichtslosesten Bond, den es bisher gab. Bond ist hier kein Gentleman und Softy mehr, sondern ein Geheimagent, welcher auch zu brutaleren Mitteln greift, wenn es nötig ist.

Die Actionszenen sind technisch einwandfrei und werden immer von klasse Soundeffekten begleitet. Die Verfolgungsjagden spielen in der Luft, am Boden, im Wasser und sind durch ihre Abwechslung sehr gelungen. Übertriebene Gimmiks, bis auf ein Fotohandy mit 2000-fachem Zoom, sucht man jedoch zum Glück auch in „Ein Quantum Trost“ vergeblich. Mit Stirb an einem anderen Tag hat er also nur das Tempo gemeinsam, nicht etwa die Sci-Fi Elemente.

Interessant sind die verschiedenen Länder, durch die Bond hier reist. Von Italien nach England und Österreich bis hin nach Bolivien ist alles vertreten. Leider hätte man sich dort auch etwas mehr ländertypisches gewünscht. Camille (Olga Kurylenko) macht ihre Sache ganz passabel, jedoch nicht so gut wie Eva Green in Casino Royale. Teilweise wirkte sie etwas blass und fehl am Platz. Doch die neue Art der Bondgirls wird auch bei ihr übernommen. Sie kämpft, tötet und hilft Bond bei seiner Mission. Agentin Fields (Gemma Arterton), das andere Bondgirl, ist jedoch wie die alten Bondgirls. Nett anzusehen, hat ein paar witzige Szenen - und eine kleine Bettgeschichte mit Bond (die ja nicht fehlen darf).

Fazit:
Ein Quantum Trost ist ein guter Actionfilm, den man am besten mit Sachen wie Stirb Langsam 4 vergleichen kann. Verglichen mit dem letzten, besonders herausragendem Bond - Casino Royale - ist er aber ein klarer Rückschritt.

7
/ 10

Bevor Sie sich aber mit dem Casino Royale Film bekannt machen, können Sie
sich in dem Bereich Casino mit Online Casinos schlau machen.


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