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Kritik:
The Reaping
Die Boten der Apokalypse


von Christian Mester

THE REAPING (2007)
Regie: Stephen Hopkins
Cast: Hilary Swank, Idris Elba

Story:
Forscherin Katherine (Swank) findet ein junges Mädchen, das scheinbar Grund einer epischen Plagenausbreitung ist... hat sie den Zorn Gottes erweckt?

Kritik:
Das "Million Dollar Baby" versus biblische Apokalyptik, vom Regisseur von "Predator 2"? Klingt nach einem No-Brainer und einem wahren Spielplatz für Effekttechniker, doch "The Reaping" (zu deutsch: Das Ernten) erntet in dieser Kritik nur eins: Schmach. Für's schlecht sein.

Einige der Plagen sind nicht schlecht umgesetzt, doch sobald es an den Heuschreckenschwarm und Froschregen geht, sieht man, dass das Geld nicht ganz für Gutes langte. Schon schlecht, wenn ein Film auf Effekte setzt, dadurch ernst genommen werden will und diese immer künstlich aussehen. So lange Swank, die, wie man weiß, eigentlich gut ist und hier relativ seelenlos bleibt, noch nichtsahnend durch die Gegend tapst und sich mit ihren Begleitern berät, hat "The Reaping" noch so etwas wie Bewegung, doch eins der größten Probleme findet sich darin, dass man rasch weit voraus ist und ahnt, was die Ursache hinter allem ist. Es ist dann genau die langweilige Auflösung, die man sich befürchtet und so wird es umso zäher, darauf zu warten, bis Swank im Film endlich aufschließt.

Alle Figuren sind relativ lieblos inszeniert und paddeln peilungslos durch den Morast des miesen Machwerks, sodass sämtliche als schrecklich gedachte Heimsuchungen belanglos bleiben. Egal ob Tiere vom Himmel regnen oder das große Sterben einsetzt, es bleibt trotz der abwechslungsreichen Abstreichung der Plagen komplett ohne Emotionen und somit ohne Eindruck. Besonders schwach sind die letzten Szenen des Films, die urplötzlich mitreißend und tragisch wirken sollen, bei Abspannbeginn aber schon wieder vergessen sind. Das Traurige ist, dass "The Reaping" nicht einmal so schlecht oder schräg ist, dass er dadurch wieder unfreiwillig lustig wäre. Er ist einfach nur langweilig, schwach gemacht und gleichwertig gespielt.

Wieso Hopkins so daneben greifen konnte, bleibt unverständlich.

Fazit:
"The Reaping" ist selbst eine Plage und rangiert irgendwo zwischen Froschregen und Flüssen aus Blut. Dann besser noch einmal "Magnolia" schauen, oder den vollkommen verrückten "Der Exorzist 2: Der Ketzer".

3 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel

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