Story:
Eines Tages macht Geologie-Professor Trevor Anderson (Brendan Fraser) einen
sensationellen Fund: eine Spur verrät, wohin sein vor langer Zeit
verschollener Bruder reiste. Zusammen mit dessen Sohn macht er sich also auf ins idyllische Island, um mit einer Gehilfin den Eingang zum
Mittelpunkt der Erde zu finden...
regie :
eric brevig
cast :
brendan fraser, josh hutcherson
kritik :
christian mester
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Kritik:
Nichts für Große.
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"Buaaaaaaaaaaargghjhjjh."
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Aufregende Abenteueraction mit
Brendan Fraser und Dinosauriern, ganz nach dem visionären Roman von Jules Verne?
Hätte man gern gesehen, aber dieses neue Meta-Sequel zum alten Klassiker ist
eher eine herbe Enttäuschung.
Gut, die Story hatte ohnehin nichts zu bieten und ist nur Mittel zum Zweck, aber
selbst für eine Geschichte, die hauptsächlich auf spektakuläre Umgebungen und
fantasievolle Kreaturen setzt, gibt es nur unzureichend einsilbige Figuren. Der ewig
sympathische wenn auch debil wirkende Fraser albert sich zwar wie gewöhnlich mit kindischen Grimassen
durch die Schlamassel, doch sowohl er, sein Neffe als auch seine obligatorische Love
Interest könnten als Rollen kaum flacher ausfallen. Vergleicht man die Crew mit der
aus dem ebenfalls wenig aufregenden Die Mumie 3, bleibt die neue Reise sogar
noch weiter zurück.
Was Frasers letzten jedoch trotz der offenen Mängel unterhaltsam machte, lässt
seinen neuen völlig im Stich: die Technik. Nach kurzer Einleitung finden sich
die drei Abenteurer schnell zwischen fleischfressenden Riesenpflanzen,
Superpiranhas, Tyrannosauriern und elektrischen Vögeln wieder, aber so
märchenhaft das auch klingen mag, so ist die Umsetzung von all dem einfach
komplett misslungen. Der Film von Eric Brevig ist circa so effektlastig wie die
dritte Mumie, nur... dass man dafür weit weniger als die Hälfte des Budgets der Mumie
zur Verfügung hatte, das fällt bitter auf.
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"Muss.... Mumie.... vier... machen...."
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Fast jede Bluescreen-Szene sticht
im Film immens fake hervor und die Fantasykreaturen - insbesondere Tyrannosaurier
gegen Ende - wirken beinahe so echt und glaubwürdig wie die animierten
Unholde aus dem berüchtigten Trash-Klassiker A Sound of Thunder (starring Sir
Ben "Bloodrayne" Kingsley). Es gibt Ingame-Sequenzen in Computerspielen,
die überzeugendere Effekte haben.
Was dann unter dem Strich bleibt, fühlt sich auch noch ziemlich zusammengeklaut
an. Eine Minenwagenfahrt aus Indiana Jones? Check. Familie, die wieder
zueinander finden muss? Check. Held verliebt sich zufällig in die attraktive
Tourguide? Bodycheck.
Wer aufgrund des Themas übrigens interessante Thesen oder Diskussionen der
Wissenschaft erwartet, wirft die Flinte besser ins Korn, denn die Wissenschaft im
Film macht etwa soviel Sinn wie die im Pflichtwerk The Core. Realismus wird offen gesagt mit Füßen getreten, und spätestens wenn Mama ihren Sohn am
Mittelpunkt der Erde anruft während der und sein Onkel gerade
Superpiranha-Baseball spielen, will man ganz tief im Kinosessel versinken.
Fazit:
Manch einer mag argumentieren, dass es ja nur ein Kinderfilm sei, aber das
ist niemals eine Entschuldigung für Crap. Gute Familienfilme gibt es nämlich
auch, und Die Reise zum Mittelpunkt der Erde 3-D ist davon etwa soweit entfernt
wie Imhotep von Starlight Express.
3 / 10
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