Story:
Ein Jahr nach den
Ereignissen des Spiels Resident Evil 4 gerät Claire Redfield auf einem Flughafen
in eine erneute Zombie-Invasion, die alsbald von Leon Kennedy und einem Team von
Soldaten aufgelöst wird. Damit ist der Schrecken allerdings noch längst nicht
vorbei, denn als sich einer von ihnen mit dem äußerst gefährlichen G-Virus
infiziert müssen Claire und Leon nochmals alles daran setzen, das Schlimmste
zu verhindern.
regie :
makoto kamiya
cast :
-
kritik :
christian mester
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Kritik:
Resident Evil:
Degeneration ist ein brandneuer Film von Capcom, der allerdings nichts mit Alice
(Milla Jovovich) und den erfolgreichen Realfilmen zu tun hat. Vielmehr fungiert
die Story als Fortsetzung der alten Spiele, aus denen auch ein paar der
altbekannten Figuren zurückkehren. In der Tat ist der Film in erster Linie an all diejenigen
gerichtet, die als Fan mit den Alice-Klonen, Telekinese gegen Raben und der enormen
Nonstop-Action nicht viel anfangen konnten. In Japan lief der komplett animierte
Streifen sogar für kurze Zeit in den Kinos, in Deutschland allerdings wurde er
direkt und ohne Umwege in die Videotheken verfrachtet. Zu Recht?
Sagen wir so: wer jemals Resident Evil 1, 2 oder 3 gespielt hat, der wird sich
bei Resident Evil: Degeneration mit Sicherheit sofort wohl fühlen. Das liegt in erster Linie
daran, dass der Film diesen ganz besonderen Stil der Spiele aufgreift und
versucht, die
gleiche Atmosphäre der Teile 1-3 zu erreiche. Zwar wird er nie so intensiv und gruselig wie das
Original, doch der animierte Film ist trotzdem blutig und hat einen nicht zu
verachtenden Bodycount; ein Blutbad ala Dead Space: Downfall sollte man
allerdings besser nicht erwarten.
So gut der Film optisch zu den alten Games auch passen mag, so fällt jedoch sehr
auf, dass die grafische Qualität des Films nicht wirklich umhauen kann. Teilweise
sieht er ansehnlich aus, doch gerade die Gesichter und Bewegungen sind teilweise so
hölzern, dass man sich technisch in die 90er zurückversetzt fühlt. Eine Schande,
denkt man daran, dass der weitaus hübschere Final Fantasy: Die Mächte in Dir schon
stolze acht Jahre auf dem Buckel hat... und auch eigentlich jeder andere
animierte Film der letzten Jahre weit besser ausschaut. Hat man das aber verdaut, kann man
zumindest mit den Action- und Spannungsszenen recht zufrieden sein.
Eine Szene am Flughafen erinnert zuweilen übrigens an Level aus
dem Game Left 4 Dead - und gerade da tut es einfach mal ungemein gut, dass sich teilweise für Grusel-
und Charakterszenen wirklich Zeit genommen wird, wenn es jedoch sehr schwer
fällt, mit diesen Figuren mitzufiebern. Von der Ruhe könnten sich die
Realfilme allerdings mal eine gute Scheibe abschneiden.
Die Regie des Films ist in Ordnung, wenn man auch echte Überraschungen eher
mit der Lupe sucht. Wahrscheinlich ist das so gewollt, denn wie es aussieht soll
der Film bewusst wie eine einzige lange Zwischensequenz aus einem der Spiele wirken. Ob man
das
in Spielfilmlänge sehen will / muss, muss allerdings jeder Gamer für sich wissen.
Nicht-Kenner der Spiele werden mit dem Film wohl nicht allzu viel anfangen
können, da er sehr auf bekannte Sachen aufbaut und sich auch nicht groß damit
aufhält, Dinge zu erklären.
Fazit:
Sieht man über die
teils schlechten Animationen hinweg, so ist Resident Evil: Degeneration eine
durchaus nette Ergänzung zu den Spielen, die man sich als Fan der Serie
unbedingt ansehen sollte, und eine Wohltat für all die, die wegen den Realfilmen
schon graue Haare bekommen haben. Als Film jedoch ist er leider nur Mittelmaß;
altbackene Technik, platte Figuren und eine wenig fesselnde Story lassen ihn
nicht aus seinem Genre herausstechen.
4,5 / 10
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