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Kritik: Running Scared

Story:
Joe (Paul Walker) und seine kriminellen Freunde haben nach einem Überfall unwissend (korrupte) Cops erschossen. Damit niemand davon Wind bekommt, soll Joe die Tatwaffe verschwinden lassen. Als er an dem Abend nach Hause kommt und die Waffe im Keller versteckt, ahnt er jedoch nicht, dass sein Sohn und dessen Freund, der Nachbarsjunge Oleg, in dem Keller spielten und ihn bei seiner Aktion beobachten. Schließlich fällt Oleg die Tatwaffe in die Hände und er schießt seinen Ziehvater nieder und verschwindet daraufhin.

Joe macht sich zusammen mit seinem Sohn auf die Suche nach Oleg und der Tatwaffe. Er versucht zu verhindern, dass weder die Cops noch seine kriminellen Freunde Wind von der Sache bekommen, doch das ist nicht ganz so einfach. Letztendlich fällt Joe in einen Sumpf voller Intrigen, rachsüchtigen Zuhältern und Kinderpornographie.

regie :
wayne kramer
cast  : paul walker, chazz palminteri, cameron bright
kritik :
jan kellermann

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Kritik:
Brutalität, Verleumdung und Lügen. Für diese drei Merkmale steht „Running Scared“, das neue Werk von Wayne Kramer. Verglichen mit der harten Wahrheit aus „8mm“ und der gewalttätigen Story aus „Sin City“ ist „Running Scared“ ein Film, der Elemente beider Meisterwerke beinhaltet und deswegen auch so betitelt werden kann. Story technisch ist der Film sehr überzeugend. Die Handlung beinhaltet sehr ergreifende Momente, verblüffend und konfuse Situationen und knallharte Gewalt Sequenzen, die nichts für schwache Nerven sind. Vor allem wird in diesem Film die Thematik „Kinder und Gewalt“ aufgegriffen, die im jetzigen Jahrhundert einen heißen Diskussionsstoff darbietet. Gib einem Kind niemals eine Pistole, denn es könnte verheerende Folgen haben.

Des Weiteren wird, wieder mal, mit den Themen „Prostitution“ und „Kinderpornografie“ gehandelt. Dabei wird man nervlich sehr aufgewühlt und psychisch geschockt, was der Regisseur uns hier darbietet. Jeder, der dir mit einem breiten Lächeln begegnet, könnte hinter seiner Tür ein finsteres Geheimnis aufbewahren. So auch die Familie in „Running Scared“, zu der Oleg gerät, als er vor seinem Ziehvater flüchtet.
 

Was im Kopf von einem Vater vorgeht, wenn er denkt, dass sein Sohn ihn angelogen hat, kann man sich, wenn man noch keine Kinder hat, bestimmt nicht gut vorstellen. Wissen tut man aber, dass es sicherlich verletzlich ist. Die Tatsache, dass Joe einer Frau droht, die gerade ihr schreiendes Kind in den Armen hält und er nicht davor zurückschreckt, mit einer Pistole auf sie zu zeigen, ist auch sehr erschreckend.

Ein weiteres Thema, das der Regisseur und gleichzeitige Drehbuch Autor aufgreift, ist die Gewalt gegenüber Frauen. Dabei verbindet er dies mit dem Thema „Prostitution“ und lässt den Zuschauer wieder ein paar brutale Szenen sehen. Kenner werden sich den Film genüsslich auf der Zunge zergehen lassen, denn man wird ja nicht „nur“ mit der harten Realität konfrontiert, sondern es werden Einem auch gute Action Szenen geboten. Dabei möchte ich noch hinzufügen, dass die harte Thematik, um die es hier geht, nicht zuletzt durch die gewaltsamen und skrupellosen Szenen den Zuschauer anheizt und ihn dazu bringt, diverse Dinge zu hinterfragen. Ein Film mit interessanten und vor allem recht informativen Story-Elementen.

Paul Walker, bekannt durch Filme wie „The Fast and the Furious“, „2 Fast 2 Furious“ oder „Into the Blue“, ist ein guter Schauspieler, der in „Running Scared“ eine außerordentlich gute Leistung bringt. Die Rolle des Joe stellt er sehr gut dar und lässt den Zuschauer mitfiebern ohne Ende. Auch die anderen Schauspieler sind recht gut und passen echt perfekt in die Rolle.

Die Action kommt, wie schon gesagt, in dem Film auch nicht zu knapp. Dabei wird der Film jedoch NICHT mit Knalleffekten überhäuft, sodass kaum noch etwas von der Story übrig bleibt (Siehe „Into the Blue“), sondern es werden Stück für Stück Actionsequenzen eingeschleust, die einem dann auch für einen gewissen Zeitraum genügen. Vor allem das Ende des Films ist stellenweise so bombastisch in Szene gesetzt, dass man nur noch staunen kann.

Fazit:
Der korrupte Cop, die Prostitutionsgeleiteten Russen und die gewaltbereiten Kinder machen den Film zu einem Wirbelsturm aus Unverständnis, Mitgefühl und Verblüfftheit. Ich kann wirklich nichts an dem Film entdecken, was Mängel aufweißt und somit bekommt der Film von mir die entsprechend gute Wertung. Ein Film, den sich Fans von „8mm“ und „Sin City“ wohl lieber nicht entgehen lassen sollten!

10 / 10

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