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Saw

Story:
Zwei Männer (Cary Elwes, Leigh Whannell) wachen eines Tages gefesselt in einem alten Badezimmer auf, mit einer Leiche in der Mitte des Raumes. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wie sie dort hin kamen...

regie :
james wan
cast  : cary elwes, danny glover
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Die Entstehungsgeschichte des ersten Teils liest sich wie der Traum eines jeden angehenden Filmemachers: James Wan und Leigh Whannell, zwei junge Filmhochschulabsolventen aus Australien, schickten ein Drehbuch mit selbst verfilmter Szene nach Hollywood und erreichten Resonanz. Und Zustimmung. Nicht nur, dass man ihre Geschichte verfilmen wollte, man gewährte den beiden sogar ihre übermutigen Forderungen, Regie und Hauptrolle selbst zu übernehmen. Es ging auf, und weil man vom Stoff wirklich angetan war, bot eine der angesehensten US-Schauspielagenturen an, eine Vielzahl bekannter Stars aufzutreiben: Danny Glover ("Lethal Weapon 1-4"), Cary Elwes ("Twister"), Monica Potter ("Im Netz der Spinne"), Dina Meyer ("Starship Troopers"), Ken Leung ("Rush Hour"), Shawnee Smith ("Der Blob"), Benito Martinez ("The Shield") und Michael Emerson ("Lost") kamen, was die kleine Produktion direkt zugänglicher machte.

Das Resultat "Saw" ist ganz ohne Zweifel einer der originellsten Horrorfilme des neuen Millenniums. Während anderswo die ewig gleichen Geisterkinder, Waldkannibalen, Slasher und Monster in typischen Stücken zur Sache gingen, geht Wans dichtes Thrillerkonstrukt eher erfrischend unkonventionelle Wege. Der Plot des Films ist ein großes Puzzle, das sich erst nach und nach fügt und auf spannende Weise immer weiter ergänzt wird. Gebannt darf man miträtseln, wer hinter alledem steckt und wie die beiden in ihrem dunklen Verlies landeten.
Dennoch ist die Geschichte nicht unfair – während manch ähnlicher Film am Ende nur überraschen kann, indem das Gezeigte als nie geschehen deklariert wird, ist hier alles echt. Die Chance besteht schon vor dem großartigen Finale auf des Rätsels Lösung zu kommen, man muss dafür aber schon verdammt gut aufpassen. Kaum einer wird drauf kommen, und selbst wenn, ist der Weg dahin so unterhaltsam, dass es einem den Spaß nicht vermiesen kann.

Neben der Hochspannung, die in mehreren fantastischen Szenen auf die Spitze getrieben wird, wird der Film mit fortlaufender Zeit immer dramatischer, da die zwei Männer im Raum aufgrund ihrer Verzweiflung anfangen, nach und nach dem Wahnsinn zu verfallen. Diese Not sorgt für starke Dynamik, die von Regie-Debütant Wan treffend inszeniert ist und die eigentlich ruhige Handlung auf Trab hält.

Die Story an sich ist ebenso erfrischend, mit einem interessanten neuen Gegenspieler, der nicht umsonst mittlerweile zu den ganz großen Horrorikonen ala Jason gezählt wird. Jigsaw ist nicht einfach nur ein Mörder mit interessanten tödlichen Fallen, er halt Prinzipien, die zuweilen zu denken geben können. Würde man dies und das tun, um ein besseres Leben zu vedienen? Dadurch, dass er nicht bloß ein triebgesteuerter Massendezimierer ist, hievt er sich über Mordserien der Konkurrenz. Der Blutgehalt? So, wie es immer im Genre sein sollte: hart, um die Dramatik auf die Spitze zu bringen, jedoch nie in Exzess ausufernd.

Stilistisch versucht es der Film ebenfalls etwas anders. Wer edle Hochglanzoptik in Horrorfilmen für falsch hält, ist hier genau richtig, denn alles hinterlässt einen sehr düsteren und unwirtlichen Eindruck, wobei man wirklich geschickt davon abgelenkt wird, dass den Machern nur minimale Sets zur Verfügung standen. Abgerundet wird das ganze von einem genialen Soundtrack, der den Kultstatus des Films weiterhin zementiert.

Was man allerdings mitbringen muss, ist eine gewisse Akzeptanz von bildlicher Hektik, denn „Saw“ greift oftmals zu ekstatischen Kameraorgasmen, die zwar das Chaos gut visualisieren, dem ein oder anderen aber zu sehr nach Musikvideo aussehen könnten.


Fazit:
"Saw" ist ein Paradebeispiel für erfrischenden Horror: spannend, durchdacht, gut gespielt, originell, nie zu zahm, mit gutem Bösewicht und erwachsenen Helden, mit denen man mitfiebern darf.

8,5 / 10

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