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Film Kritik
 
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Max Payne

Story:
Max Payne von Remedy gehört ohne Frage zu den bekanntesten und beliebtesten Actiongame-Titeln der letzten 10 Jahre. Zusammen mit seinem zweiten Teil Max Payne 2: The Fall of Max Payne ehrte der Actionshooter spielerisch Meisterwerke wie John Woo's Hard Boiled und verband das ganze clever mit einer dreckigen Noir-Story, wie sie auch Frank Miller gefallen könnte. Heute kann sich Payne locker neben Gamepersönlichkeiten wie Nr 47, Solid Snake, Lara, Guybrush und Garrett stellen, und da ist es natürlich mehr als interessant, dass das ganze nun verfilmt wird.

John Moore (Der Flug des Phoenix) dreht gerade für einen Start Mitte 2009.

script-kritik :
christian mester
 

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Anmerkung: Da ein Script auch noch während des Drehs laufend geändert werden kann, muss das vorliegende Drehbuch nicht hundertprozentig mit dem Endfilm übereinstimmen. In den meisten Fällen stimmt das meiste aber.
Selbstverständlich ist die Kritik frei von Spoilern oder Zitaten.


Kritik:
Dass Max Payne von grundauf schon filmreif war, davon waren sowohl Spieler als auch Presse schon seit Teil 1 der Games überzeugt. Ob das ganze aber auch als Film funktionieren könnte?
 


"Matt, zum letzten Mal - nein du kannst Captain Baseballbat Boy
nicht spielen."

Geht man vom Script aus, ja. Max Payne ist auf dem Papier eine ebenso dichte, atmosphärische, actiongeladene und charismatische Geschichte wie auch in den Spielen. Zwar gibt es viele Änderungen und die Inhalte von 1 und 2 werden teilweise sehr durcheinander gewürfelt, aber grundsätzlich hält es sich sehr nah am Spiel.

Genau wie im Spiel schneit es immerzu, es ist fast immer Nacht und Max
zieht durch die gleichen schäbigen und herunter gekommenen Gegenden. Größtenteils allein auf sich gestellt, hört man hin und wieder Max' noir-sche Gedanken, die bitter und zynisch davon erzählen, wie sehr er sich über seine Unfähigkeit zu sterben wundert. Gerade weil Max so lebensmüde ist, stürzt er sich immer wieder furchtlos in allerlei Gefechte mit verschiedensten Gangstern, die er auf der Suche nach den Valhalla-Dealern wie der Fährmann des Todes reihenweise persönlich zum Hades bringt.

Die Action ist sehr, sehr zahlreich und immerzu mit massiver Zerstörung von Wänden, Wohnungen, Möbeln und Körperteilen anzutreffen - ohne aber in ein echtes Blutbad abzudriften. Max' Rachetour ist hart, aber auch nicht ausladener als die von Kevin Bacon in Death Sentence. Zwar legt er sich oft mit Feinden in Überzahl und besserer Bewaffnung an, letztendlich ist er aber kein Superarnie, der in Phantom Kommando-Manier 100 im Alleingang erledigt. Sprich, man nimmt es ihm immer noch ab.

Im Gegensatz zum Spiel nimmt er allerdings kein einziges Mal Painkiller zu sich. Er wird zwar hier und da kurz mal verarztet, aber statt Schmerzstillern haut er sich des öfteren die Droge Valhalla rein, die sein Adrenalin in die Höhe schnellen lässt. Dadurch verträgt er mehr Kugeln, wird noch lebensmüder und
zu einer Gefahr für alle - auch für sich selbst.
 


"Marky Mark und Prince Ital Joe sind was? Wiederhol das."

Da Max Payne eine der wenigen Computerfiguren mit Charakter ist, hat man das zum Glück auch mit ins Spiel übernehmen. Neben all den Selbstgesprächen in seinen Gedanken und den wirklich düsteren Traumsequenzen kommt noch einiges mehr dazu: Max, wie er an der Gewalt langsam Gefallen findet, wie er sich selbst verabscheut, wie er als Cop sieht, dass es nur mit Gewalt wirklich schnell zu Lösungen kommt, wie er ein trauernder Familienvater, ein Drogenjunkie, ein Killer und ein Einzelgänger ist, dem vielleicht alles egal ist. Und dann kommt da auch noch Mona Sax, die mit ihrer gefährlichen Art auch noch mit ihrem eigenen Dolch in sein Herz sticht.

Natürlich wird Max Payne kein zweites There will be Blood werden, und auch ein Sequel erscheint unwahrscheinlich, aber das könnte - um Garrett's Hoffnung zu zitieren - einer der besten Videogame-Filme werden, die es gibt.

Das Script dieser Kritik ist von Ende 2007, also sehr nah an der aktuellen Drehfassung.

Fazit:
Hola! Max Payne schafft den Sprung vom Programmiercode aufs Papier mit Leichtigkeit. Ein extrem düsterer, blutiger, dreckiger Mix aus Payback, Crank und Hard Boiled, der die Leinwand zum Kochen bringen dürfte.

8
/ 10

Anmerkung: Diese Wertung bezieht sich nur auf das Drehbuch. Da ein guter Regisseur auch ein gutes Script als Film vermasseln kann, sollte man weiterhin vorsichtig mit den Erwartungen sein. Die frühe Kritik soll lediglich einen ersten Eindruck schaffen.

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