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Film Kritik
 
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The Shooter

Story:
Ex-Marine Bob Lee Swagger (Mark Wahlberg) wird von der Regierung gebeten den Präsidenten vor einem möglichen Attentat zu bewahren. Als ehemaliger Scharfschütze soll er dem Secret Service dabei helfen, potentielle Schwächen und Angriffspunkte zu entlarven um das angekündigte Attentat dadurch zu verhindern.

Doch alles kommt ganz anders. Während der Rede des Präsidenten wird Swagger von zwei Kugeln getroffen und steht auf einmal selbst als Attentäter auf der Liste des FBI. Fortan auf der Flucht, versucht er auf sich allein gestellt die Wahrheit aufzudecken und kommt einer mörderischen Intrige auf die Spur. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt....


regie :
antoine fuqua
cast  : mark wahlberg, danny glover
kritik : frederic garz
 

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Kritik:
Schluss mit Marky Mark. Mr. Wahlberg macht ernst. Was er im Ghetto-Action-Drama "Vier Brüder" andeutete und in "Departed- Unter Feinden" perfektionierte unterstreicht er mit seinem neuen Selbstjustiz- Actioner "The Shooter" deutlich. Mark will nicht mehr der kumpelhafte Depp von nebenan sein. Schluss mit Popcorn-Unterhaltung, jetzt wird es ernst. Aber vor allem hart und kompromisslos zugleich.

In Antoine Fuquas neuem Actioner darf Mark Wahlberg endlich richtig böse sein und mit schauspielerischen Werten überzeugen. Der Regisseur von erfolgreichen Filmen wie "Replacement Killers", "Tränen der Sonne" oder "Training Day" passt hierbei wie die Faust aufs Auge wenn es darum geht, Mark als ernstzunehmenden Charakter-Schauspieler zu etablieren.

Er spielt einen Ex-Elite Scharfschützen des Militärs, der sich nach einem missglückten Einsatz in die Berge, weit von jeglicher Zivilisation entfernt, zurückzieht. Nachdem er dem Secret Service unter die Arme greift und von ihm prompt hintergangen wird sieht er sich einer Übermacht an Gegnern gegenüber. Ganz Amerika ist ihm, dem Attentäter, auf den Versen. Und hier beginnt der nächste Entwicklungsschritt des Mark W.
 

Der innere Kampf gegen seine Schuldgefühle, die aus der missglückten letzten Mission resultieren in der er seinen Späher verlor und nun ganz Amerika im Nacken hat. Wahlberg überzeugt mit einer realistischen Abbildung eines zerrütteten Ex-Marines der sich trotz seines Rückzugs für die Regierung entscheidet und erneut eine Bruchlandung hinlegt. Doch dieses Mal setzt er sich nicht ab, dieses Mal macht er sich nicht klein, er schlägt mit allen Mitteln zurück die ihm (ironischerweise) die Regierung selbst beigebracht hat.

Ein Mann der niemals aufgibt, den nichts aufhalten kann und der die Wahrheit ans Licht bringen will. Anders wie in "Departed - Unter Feinden" fiebert der Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute mit seinem Protagonisten mit der eine erstklassige Vorstellung abliefert. Diese Selbstjustiz-Story erinnert selbstverständlich sehr an die oftmals brutalen 80er Jahre Actioner, in der sich Ein-Mann-Armeen durch Scharen von Gegnern kämpften ohne an Logik und Story gedacht zu haben.

Den Fehler macht Fuquas "Shooter" allerdings nicht. Zwar ist der Plot relativ leicht zu durchschauen, überzeugt er doch mit spannenden Momenten, wenig Logiklöchern und passablen Wendungen. Ganz klar, der Fokus liegt hier nicht auf der Ausarbeitung einer oscarreifen Geschichte sondern auf dem tragenden Hauptdarsteller, guten Drehorten und hervorragender Actioneinlagen.
 

Und diese kommen nicht zu knapp. Wie es ich für einen Film dieser Art gehört, präsentiert der Regisseur eine tolle Offerte an blutigen Schießereien, wuchtigen Explosionen und derben Shootouts resultierend aus den zahlreichen Sniper- Auftritten. Weniger computergenerierte Effekte sondern vielmehr solide handgemachte Action bietet "Shooter". Allen voran die perfekt inszenierten Kopfschüsse, die überzeugenden Kamerafahrten während der Actionszenen und der elegante Schnitt. Actionszenen der alten Schule, Liebhaber der 80er Jahre Rachethriller werden mit der Zunge schnalzen.

Weniger erfreulich ist neben der doch teilweise etwas zu durchsichtigen Story die Leistung von Lethal Weapon Alt-Star Danny Glover. Oder wie er sagen würde: Ich bin zu alt für diesen Scheiß. Und in der Tat, ja, Glover ist langsam zu alt um in einem Actionfilm aufzutreten. Mutete man ihm zwar eine wenig anspruchsvolle Rolle zu, in der er mehr mit Wörtern als mit seiner Waffe handelt, tut er sich doch sichtlich schwer. Das ist auch das zweite große Problem des Films. Die Männer hinter der Verschwörung sind austauschbar, stereotype Charaktere die nur dazu dienen, Mark wütend zu machen.

Eine richtige Bedrohung verspürt man daher selten, auf der anderen Seite wird Mark als Ex-Marine natürlich auch als schier unverwundbar dargestellt. Typisch für diese Art von Film, aber dennoch wären intelligentere und boshaftere Gangster hier die bessere Wahl gewesen. Da hilft auch nicht, dass Mark einen jungen FBI Mann an die Seite bekommt, der die Wahrheit über das Attentat herausfinden möchte.
 

Fazit:
Ein sehr überzeugender Mark Wahlberg, der sich prächtig als ernstzunehmender Schauspieler entwickelt, exzellent inszenierte handgemachte und realistische Actionszenen mit hohem Härtegrad und eine spannende Geschichte mit der ein oder anderen Schwäche stehen einer schwachen Gegner-Seite gegenüber.

Hier wäre mehr drin gewesen, der Sprung ganz nach oben wird "The Shooter" einzig aufgrund der schwachen gegnerischen Seite verwehrt, denn ansonsten ist dieser Wahlberg-Streifen aller erste Sahne.

7,5 / 10

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