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Film Kritik
 
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Kritik: Silent Hill

Story:
Da ihre Tochter nachts ständig Schlafwandelt, entschließt Rose (Radha Mitchell) sich dazu, dem Ganzen auf den Grund zu gehen und mit ihr zu einer geheimnisvollen, weit abgelegen Stadt namens „Silent Hill“ zu fahren. Dort soll die Tochter mit ihren Träumen konfrontiert werden, um dem Abhilfe zu schaffen.

Doch es passiert alles ganz anders als erwartet. Ein Autounfall sorgt dafür, dass ihre Tochter spurlos verschwindet. Rose, völlig auf sich allein gestellt, macht sich auf der Suche nach ihr, doch was sie in „Silent Hill“ findet, hat ihre kühnsten Träume übertroffen….

regie :
christophe gans
cast  : radha mitchell, sean bean
kritik : frederic garz
 

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Vorwort:
Die Traumfabrik fällt zunehmend in ein kreatives Loch. Der begeisterte Cineast wird von stumpfen Fortsetzungen, ideenlosen Comicverfilmungen, plumpen Remakes ohne neue Innovationen oder billigen Videospiel-Adaptionen gelangweilt. Zu letzterem gehört auch die neuste Videospiel-Umsetzung „Silent Hill“, des gleichnamigen, sehr erfolgreichen Konsolenspiels, dem sich Regisseur Christophe Gans annahm.

Aufgrund des großen Erfolgs des Spieles, sind die Erwartungen natürlich groß, doch Regisseur Gans ist kein Neuling auf dem Gebiet, überzeugte er doch in der Vergangenheit unter Anderem mit dem Fantasy-Spektakel „Pakt der Wölfe“ sowie dem Martial-Arts Reiser „Crying Freeman“.

Kritik:
So kommt es, dass auch „Silent Hill“ zu Beginn spannend beginnt, sich aber leider nach und nach zu einem langatmigen Aufguss spannungsloser Szenen entwickelt, der sämtliche grundlegende Horror-Zutaten wie Spannung und Gruselfaktoren vermissen lässt.

Der Unfall wurde packend inszeniert, die anschließende unheimliche Erkundungstour durch „Silent Hill“ lässt jedoch viel gruselige Atmosphäre vermissen. Eine verlassene Stadt, vom Himmel regnet es Asche und seltsame Gestalten erzeugen nur durchschnittlichen Gänsehautfaktor.

Diesen immense Mangel an Spannung und überraschenden Schocksequenzen, versucht man, mit atemberaubenden Special Effects zu überdecken. Zwar sind diese Szenen meist im düsteren, kalten Stil gehalten, aber die Effekte sind überragend realistisch und unheimlich zugleich.

Anstatt auf das „Ein Mal Eins“ des Horrors zu setzten, mit geschickt platzierten Schockern, einer beklemmender Atmosphäre und extremem Spannungsbogen aufzuwarten, konzentrierten sich die Macher von „Silent Hill“ eher auf ihre PC-Effekte und eine detailverliebte Location.

Die Stadt wurde sehr detailgetreu nachgebaut, die Masken und Kostüme sehr aufwendig hergestellt, was für eine dichte Atmosphäre sorgt, aber nie richtig in Punkto Gruseln genutzt wird.

Sehr schade, denn die Schauspieler, allen voran Radha Mitchell, die die unerschrockene Mutter spielt und für ihr Kind aufs Ganze geht, spielen ihren Part recht überzeugend. In einer kleinen Nebenrolle ist noch Sean Bean zu sehen, dessen Rolle aber keine Bäume ausreißt und nur hübsches Beiwerk darstellt.

Das Finale entpuppt sich dann aber doch zu einem Augenschmaus für alle Horror- und Splatter-Fans. Das Blut spritzt in riesigen Fontänen, Gliedmaßen werden abgetrennt und Gesichter verbrannt. Ein turbulentes Ende, actionreich und phantasievoll in Szene gesetzt, dass aber den mauen Gesamteindruck von „Silent Hill“ nicht zu verbessern weis.

Fazit:
„Silent Hill“ fehlt es an allen Ecken und Enden. Trotz atemberaubender Effekte und einem blutigen sowie optisch sehr ansehnlichen Finale, fehlt es der Spiel-Verfilmung an Spannung, düstere Atmosphäre und Schockszenen.


04
/ 10

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