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Film Kritik
 
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Kurzfilm: Sophie

Story:
"Sophie Liechtenstein (Jasmin Devi) ist gerade dabei sich von ihrem Mann Clemens (Mario L'Ross) scheiden zu lassen. Um die Sorgen wenigstens für ein paar Stunden vergessen zu können, beschließt sie einen Ausflug in die Natur zu machen. In den Wäldern angekommen, beginnt ihr schlimmster Albtraum..."

regie :
vlado priborsky
cast  : jasmin devi, mario l'ross
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Entscheidungen, Zufälle und Konsequenzen sind das Thema in Vlado Priborsky's Kurzfilm "Sophie", der in 15 Monaten eifriger Independendarbeit entstand und in seiner relativ kurzen Laufzeit eine sehr dramatische Geschichte erzählt. Dominiert wird alles von der attraktiven Hauptdarstellerin Jasmin Devi, die zwar nur wenig Zeit für ihre tragische Rolle bekommt, es aber jedoch professionell schafft, dieser Figur in ihren wenigen Momenten Tiefe und Charakter zu verleihen.

Narrativ gesehen geht der Film eine für Kurzfilme typische Schiene - es wird ein spezielles wichtiges Geschehen gezeigt, das durch Rückblicke und Einschübe später noch erweitert wird. Kurzen Projekten verleiht man in der Regel so einen guten Schuss Charisma, was Vlado Priborsky hier auch vollkommen gelingt. Statt geradliniger Erzählweise führt er den Zuschauer gezielt an der Nase herum, so dass man echte Überraschungen erlebt und vor allem nicht ahnen kann, was wohl als Nächstes passieren mag. Geschickt nutzt er dazu sowohl strahlende Momente der Freude, wie auch ein Stück überraschenden Gore, der für eine solche Produktion gar nicht mal schlecht ausfällt.

Sophie ist jedoch kein typischer Amateursplatter geworden, wie es sie zuhauf gibt, sondern nutzt diesen eher unschönen Part als Werkzeug für die gute Geschichte, die damit stark an Dramatik gewinnt. Natürlich sieht der Film nicht so aus wie eine teure Oberklassenproduktion, kann sich aber für sein geringes Budget wirklich sehen lassen und auch als Vorbild für andere Jungtalente dienen. Highlight des Films ist eine schaurige Nachtszene, in der Sophie versucht, einen möglichen Beobachter zu entdecken. Vlado Priborsky scheute dabei weder Mühen noch Kosten, und ging während den Dreharbeiten sogar über seine gesundheitlichen Grenzen hinaus, um diesen seiner Träume zu verwirklichen - wir sagen, Hut ab.

Wer ein Faible für Kurzfilme hat, sollte sich Sophie also nicht entgehen lassen. Allein schon, weil der DVD eine imposante und umfangreiche Dokumentation beiliegt, die jeden wichtigen Schritt der Entstehung unterhaltsam beleuchtet. Dazu kommt vor allem, dass der Regisseur in den Zusatzmaterialien viel von sich hören lässt und auf amüsante Weise viele gute Einblicke in die Entstehungsgeschichte liefert.

Fazit:
Durch seine starke Geschichte und einer durch und durch gut gemachten Produktion ragt Sophie mit Leichtigkeit aus der Vielzahl aktueller Kurzfilme heraus
. Da der Film nicht mit großen Kinoproduktionen zu messen ist, geben wir an dieser Stelle mal keine typische BG Zahlenwertung - aber eine klare Empfehlung an jeden Genrefan.

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