Story:
Als ein
mächtig wütender Romulaner mit einer
planetenvernichtenden Superwaffe droht, alle möglichen
Föderationsplaneten zu vernichten, liegt es an der noch jungen
Crew um Kirk und Spock, ihn aufzuhalten...
regie : jj
abrams
cast
: chris
pine, zachary quinto
kritik : christian mester
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Kritik:
Aufregend,
lustig und spitze gemacht: Star Trek feiert sein Comeback.
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"Jabba, Jabba."
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Star Trek? Das ist doch
dieser pseudowissenschaftliche
Science-Fiction Schmarn für Schachspieler und
Briefmarkensammler, in dem Männer
mit Knete im Gesicht politische Debatten über gähnend
langweilige Weltraumpolitik
halten. Star Trek 8: Der erste Kontakt war ja noch gut, aber sowohl 9:
Der
Aufstand als auch 10: Nemesis waren nachfolgend so was von marode, dass
selbst die
treuesten Trekkies ihre Phaser nicht mehr länger auf
Betäuben stellen wollten.
Nach
all den Filmen und
Serien war der Saft einfach raus. Was
in den 60ern mal mit tollen Figuren und aufregenden Abenteuern begonnen
hatte,
war mittlerweile zu einem faulen Multimillionen Dollar Imperium
mutiert, dem sämtliche
Ideen ausgegangen waren und der sich nur noch wirklich an jene
Fans
richtete, die
im Ferengikostüm stolz zu Conventions reisten.
Also
ließ man nach den letzten eher peinlichen Flops im Kino und
Fernsehen erst einmal Gras
über die Sache wachsen und holte sich Rat bei Regisseur JJ
Abrams (Lost,
Mission Impossible 3, Cloverfield), den man fragte, wieseine
Vision des
Themas aussehen würde. Er war der Meinung, dass die
Originalcrew mit Kirk,
Spock und Co. bis zum heutigen Tag nach wie vor das Beste sei
– weswegen er wenn,
etwas mit den alte Figuren machen würde. Da in letzter Zeit
auch schon Vieles äußerst
erfolgreich neu aufgelegt wurde, gab man ihm dafür grünes Licht.
Ob
das Experiment nun gelungen ist? Aber hallo.
Schaut man sich heut mal die
Originalserie von 1960 an, kann
man eigentlich nur noch darüber lachen. Die Effekte waren
damals vollkommen lächerlich, die
Stories hanebüchen, die Dialoge fast immer meschugge. Was sie
aber trotz alledem
heut noch großartig macht, sind die Figuren. Kirk, Spock,
Pille, Scotty,
Chekov, Zulu, Uhura – sie alle sind Kult, dank ihrer
perfekten
Besetzungen und der großartigen Chemie untereinander.
Kaum
zu glauben, aber genau das haben die Macher beim aktuellen
Neustart (der gleichzeitig Fortsetzung ist) großartig hinbekommen. Die neuen Gesichter passen
perfekt
in ihre Rollen, werden wunderbar eingeführt und sind
für einen solchen simplen
Sommerblockbuster auch noch überraschend gut charakterisiert.
Durch die Bank können alle Schauspieler überzeugen,
vor allem Pine als Kirk und Quinto als junger Spock wissen zu begeistern. Was vor allem
überrascht? Der Film ist lustig. Irre lustig. Wahrscheinlich
ist es sogar der
lustigste Blockbuster seit langem. Zum einen lacht man andauernd weil
die
Figuren durch ihre dreiste und neunmalkluge Art ständig
überall anecken (vor allem miteinander), zum anderen,
weil sich unzählige gute Momente an Situationskomik ergeben,
und das den ganzen
Film über.
Das
heißt aber nicht etwa, dass er albern sei oder sich nicht
ernst
nehmen kann –
keineswegs, spätestens wenn der erste Planet mit einem
künstlichen schwarzen
Loch aufgesaugt wird, ist durchaus etwas Spannung da.
In
Sachen Optik ist Abrams’ neuer Star Trek ohne Zweifel eine
Wucht. Vergleicht
man ihn mit dem aktuellen und gleich teuren X-Men Origins: Wolverine,
kann man bei
letzteren nur gewaltig mit dem Kopf schütteln. Ob im Weltraum,
auf den
Planetenoberflächen oder gar dazwischen, Abrams Film sieht
einfach nonstop absolut
umwerfend gut aus. Das gleiche gilt auch für die Ohren, denn
Michael Giacchinos
(Lost) Soundtrack ist so bombastisch und atemberaubend, dass
man
audiovisuell
die ganzen zwei Stunden über mehr als verwöhnt wird.
So und nicht anders muss ein
150 Millionen Dollar Film aussehen und
klingen, dann lohnt sich der Kinobesuch auch mal so richtig.
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"Wir haben hier ein Signal vom Mars..."
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Ebenfalls sehr gelungen ist
das Einbeziehen des alten Spock,
der von Uraltikone Leonard Nimoy gespielt wird.
Nimoy, der die
Figur vor 43 Jahren das erste Mal übernahm, wird zum
Glück nicht bloß für
einen simplen Cameo eingesetzt; im Gegenteil. Er wird clever mit
in die Story
eingebaut
und kommt trotz seiner 78 Jahre noch immer sehr gut zurecht. Auch
ziemlich gut
gelungen ist das gesamte Re-Design des Films, denn sowohl die
Brücke,
das Schiff an sich, als auch Kleinigkeiten wie Phaser und Beamen sehen
jetzt anders aus
– schick und
modern, ohne dem alten Style wesentlich zu widersprechen.
Gibt
es denn Mängel am glänzenden neuen Star
Trek?
Gewiss, denn auch wenn er insgesamt sehr hell leuchten mag, gibt es
vereinzelt dunkle
Stellen und Kratzer. So wird es viele
stören,
dass der neue Film extrem leichte Kost ist – statt mit
Spielberg’s
Krieg der Welten ist er
eher mit Bay’s Popcornfest Armageddon zu vergleichen. Echte Dramatik
bleibt selbst dann sogar aus, als
Neros Planetenvernichtungsmaschine ganze Bevölkerungen
vernichtet. Die letzten
vier Star Trek kann man dagegen schon fast düster nennen.
Ein wenig enttäuscht wird
man auch von Bösewicht Nero (Eric Bana) sein, denn auch wenn
seine ehemalige Romulaner-Minenarbeitercrew mit den Tattoos und ihrem
gewaltigen Raumschiff klasse aussehen, bleiben sie allesamt doch recht
blass. Hier fehlt
definitiv was, denn mit seinem plumpen Rachegedanken ist Nero auch
insgesamt viel
zu simpel
gestrickt, zu langweilig. An Khan (Teil 2) erinnert man sich heut noch
weil er
so gut war – an Gott (Teil 5), weil er so schlecht war; Nero
allerdings wird
sich eher bei den unbekannteren Klingonen aus 3 und 6 einreihen, denn
nichts
von ihm wird je wirklich in Erinnerung bleiben. Vor allem fehlen
denkwürdige Auseinandersetzungen mit Kirk. Das ist schade und
trübt den Spaß ein wenig, da der Bösewicht genau so gut
wie Kirk und Co. hätte sein müssen.
Fazit:
Der neue Star
Trek ist ein überaus gelungener
Neustart, der vor allem denen gefallen wird, die noch nie was mit dem
Thema
anfangen konnten. Darüber hinaus ist es auch einer der
lustigsten - und visuell
aufregendsten Filme der letzten Zeit.
8
/ 10
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