Story:
Als ein
mächtig wütender Romulaner mit einer
planetenvernichtenden Superwaffe droht, alle möglichen
Föderationsplaneten zu vernichten, liegt es an der noch jungen
Crew um Kirk und Spock, ihn aufzuhalten...
regie : jj
abrams
cast
: chris
pine, zachary quinto
kritik :
christian
westhus
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Kritik:
Ein
Aufschrei
ging
durch
die
Trekkie-Gemeinde.
Ein
neuer
Star
Trek
Film
sollte
kommen
und
nicht
etwa ein
weiterer
mit
Picard
und Co.,
oder das
erste
Kinoabenteuer
der doch
recht
beliebten
Crew der
„Enterprise“
Serie.
Stattdessen
sollten
die
alten
Haudegen
um Kirk,
Spock
und
Pille
gar
nicht
alt
wieder
auf der
Leinwand
zu sehen
sein.
|

"Wate... vhenn meine Beräichnungen stiemen, iest mein Vaterh
jünger als ich. Haeh?"
|
|
Kindheit,
Sternenflottenakademie
und ganz
frisch
rauf auf
die
Enterprise.
Ein
Prequel,
eine
Hommage,
ein
Reboot –
irgendetwas
davon
sollte
es sein
und da
sich die
Neustarts
heutzutage
selten
wirklich
entscheiden
können,
ob sie
nicht
doch
lieber
eine
Fortsetzung
darstellen,
kommt
auch
J.J.
Abrams
„Star
Trek“
als
Mittelweg
daher.
Ergo:
Ein
bisschen
Zeitreise
Hokus
Pokus
eingestreut
und
fertig
ist der
Seitenableger
der
eigentlichen
Filmreihe.
Quasi
als
Spin-Off
mit den
selben
Figuren.
Das
klingt
nun gar
nicht
nach
Fan-Liebe.
Als ein
angebliches
Storydetail
durchsickerte,
das
besagte,
die
komplette
Handlung
würde
sich am
Ende
selbst
revidieren
(eine
Fehlinfo!),
kam erst
recht
der
Gedanke
auf, man
hätte es
hier nur
mit
einem
schnellen
Cash-In
Streifen
zu tun.
Als dann
Regisseur
und
Produzent
Abrams
auch
noch den
Kardinalsfehler
machte
und
meinte
preisgeben
zu
müssen,
Star
Trek nie
wirklich
gemocht
zu
haben,
begruben
viele
Trekkies
ihre
Hoffnungen
gänzlich
und
klammerten
sich nur
noch am
nostalgischen
Gefühl,
die
alten
Kerls
plus
Dame
wiederzusehen.
Ist der
Film mit
dem so
selbstbewussten
wie
irritierenden
Titel
„Star
Trek“
nun also
tatsächlich
nur
einer
unter
vielen
Sommerblockbustern?
Ja und
nein.
Man muss
es schon
so
direkt
sagen:
Die Star
Trek
Welt
wurde
gewaltig
gegen
den
Strich
gebügelt.
Das
fällt
wohl
sogar
nicht-Trekkies
auf, die
nur mal
ein paar
Folgen
und die
Kinofilme
gesehen
haben.
Von
genauen
Details
in
Mythologie,
Design,
Charakteren
und
Handlung
braucht
man gar
nicht
anfangen,
der
ganze
Film
fühlt
sich
anders
an und
zwar
komplett.
Würden
nicht
fremde
Gesichter
mit den
bekannten
Namen in
den
bekannten
farbigen
Overalls
rumlaufen
– man
könnte
auch in
einem
reinen
Science-Fiction-Actionfilm
geraten
sein.
Schon
mit der
Handlungsprämisse
macht es
sich der
Film so
einfach
wie
deutlich,
denn mit
der
Zeitreise
entsteht
eine
parallele,
alternative
Vergangenheit
und
damit
haben
Drehbuch
und Film
jede
erdenkliche
Freiheit,
auf
vorhergegangene
Filme
und die
Serien
zu
pfeifen.
Was mit
dieser
alternativen,
neuen-alten
Crew
aber
angestellt
wurde,
ist noch
lange
nicht
schlecht,
bietet
fast
alles,
was ein
guter
Unterhaltungsfilm
bieten
sollte.
Action,
Witz,
gute
Figuren
und vor
allem
eins:
Tempo!
Abrams
drückt
mordsmäßig
auf die
Tube.
Schon am
Anfang
knallt
er uns
pompös
einen
Romulaner-Angriff
an einer
Sonne um
die
Ohren,
lässt
James T.
Kirks
Geburt
geradezu
in
Pathos
ertrinken
und
springt
ein paar
Jahre
vor, wo
uns die
Beasty
Boys
durch
Iowa
jagen.
Abrams
will
Coolness
und
Drive,
um jeden
Preis.
So
wirklich
subtil
sind die
Szenen
mit dem
jungen
Kirk und
auch dem
jungen
Spock
aber
nicht.
Fast
möchte
man
sogar
von
Unlogik
sprechen
– und
das in
Anwesenheit
eines
Vulkaniers
– wenn
Spock
quasi
auf
Kommando
doch
Emotionen
zeigt,
die er
ja
vorher
angeblich
so toll
beherrschen
konnte.
|

"Nein, das ist da draußen kann nicht Neil Patrick Harris sein.
Kann einfach nicht. Oder?"
|
|
Aber
Abrams
serviert
weiter
und das
durchaus
gekonnt.
Ab und
an eiert
die
Kamera
etwas
eigenartig
über die
Gesichter
und
viele
Actionszenen
leiden
unter
akutem
Stakkatoschnittvirus,
der ja
seit
einigen
Jahren
das
amerikanische
Unterhaltungskino
befallen
hat.
Macht
aber
trotzdem
Laune,
trotz
oder
gerade
wegen
des
Tempos
und
einem
Drehbuch,
dass
wirklich
auf
Action
aus ist.
Barprügeleien,
Sulu und
Kirk im
Team,
Phaserduelle,
große
Weltraumgefechte
– es
wird aus
allen
Rohren
geballert.
Dieser
Spruch
fällt in
ähnlicher
Formulierung
sogar
mehrmals
im Film.
Weg mit
der
humanistischen
ST-Philosophie,
weniger
kultiger
Charme,
dafür
hin zum
Action-Blockbuster.
Auch das
ist
ungewohnt,
dieses
rasante
Hantieren
mit dem
einst so
belächelten
Phaser.
Selbst
die
Enterprise
selbst
scheint
ordentlich
an
Feuerkraft
zugelegt
zu
haben.
Das ist
kein
moderner
Anstrich
für ST,
sondern
die
kalkulierte
Anpassung
an ein
neues,
junges,
nach
Action
und
Spektakel
gierendes
Publikum.
Muss man
akzeptieren
und
genüsslich
ins
Popcorn
greifen.
Und dann
dieses
Design!
Ebenfalls
unentschlossen
zwischen
Retro
und
Hypermodern
pendelnd;
die
Enterprise
Innen im
schicken
weiß,
oder der
bizarre
romulanische
Tannenbaum.
Ein
unlogisches
Gebilde
aus
wirren
Streben,
Ecken
und
Kanten,
sowie
erschreckend
viel
ungenutztem
Platz im
Innern.
Und
Alles
ist so
bunt.
Die
Kostüme,
die
Laser,
die
Planeten,
die
Schiffe,
die
blinkenden
Armaturen,
die
ständigen
Solarisationseffekte;
einfach
Alles
blinkt
und
strahlt
und
leuchtet
in den
irrsten
Farben,
die
moderne
und
teuer
bezahlte
Computerkunst
bieten
kann.
Ein
böser
Mensch
könnte
da
schnell
meinen,
„Star
Trek“
sei
nicht
mehr als
eine
rasante
Jahrmarktsattraktion
mit
Leuchtreklame,
denn
tatsächlich
ist
hinter
dem
actionreichen
Gefunkel
nicht
viel
Substanz.
Muss
aber
auch
nicht.
Dumm wir
Brot
geht
nämlich
auch
anders.
Den
Transformers-Autoren
Orci/Kurtzman
möchte
man
nämlich
tatsächlich
auf die
Schulter
klopfen,
denn
abgesehen
davon,
dass die
Story
nicht
sonderlich
intelligent
und
etwas
hastig
wirkt,
sowie
dass
Kirk
(Junge,
wird der
schnell
befördert!)
und
Spock
reichlich
grob und
simplifiziert
gezeichnet
wurden,
gibt es
hier
viel
Positives.
Besonders
den
Humor
bekommen
sie gut
hin, der
manchmal
etwas
gewollt
erscheint,
aber
eigentlich
höchst
amüsant
und
schön
ironisch
ist.
Gerade
in manch
flapsigem
Kommentar
steckt
oft mehr
von den
Charakteren,
als in
der
eigentlichen
Handlung.
Das
liegt
auch an
den
Darstellern,
die
durch
die Bank
weg
nahezu
perfekt
gecastet
sind. Am
ehesten
irritiert
Zachary
Quinto
als halb
fühlender,
halb
stoischer
Spock,
doch es
funktioniert.
Highlights
könnten
Anton
Yelchin
und ganz
besonders
Karl
Urban
sein,
denen
man
deutlich
mehr
Szenen
wünscht,
ähnlich
wie
Simon
Pegg.
Hier
herrscht
eine
gute
Balance
zwischen
Fingerzeig
zu den
Vorbildern,
ein paar
Insidergags
und
eigener
Interpretation.
Dazu
dröhnt
und
scheppert
es
ordentlich
aus den
Lautsprechern.
Nicht
nur das
Sounddesign,
sondern
auch
Michael
Giacchinos
Score,
der mal
wieder
charmant
und
donnernd
an
klassische
Filmmusik
erinnert.
Wild
zusammengesucht
aus dem
Horror-,
Abenteuer-,
Sci-Fi-Abteil.
Das
bleibt
im Ohr
und
passt
gut zum
Film.
Also
Alles
paletti
an der
Spaß-Front?
Denn als
Unterhaltungsfilm
bekommt
man hier
einen
reichlich
spaßigen,
kurzweiligen
und
astrein
gemachten
Science-Fiction-Kracher,
den man
so lange
nicht
mehr im
Kino
sah. Die
neue
Star
Wars
Trilogie
macht
z.B.
nicht so
viel
Spaß.
Apropos:
Schön
auch,
dass
hier die
altmodisch
kantigen
Raumschiff-Designs
von
früher
häufig
beibehalten
wurden
und man
nicht
einfach
Stromlinienförmigkeit
der
Kontinuität
vorzog,
nur weil
man es
technisch
kann.
Nicht
wahr,
Herr
Lucas?
Wem
fetzige
Weltraumaction
also
genügt,
der hat
eh schon
zu viel
gelesen,
ansonsten
stoßen
Kleinigkeiten
eventuell
auf
weniger
Gegenliebe.
So
übertreibt
es der
Ausflug
auf
einen
Eisplaneten,
man
möchte
ihn fast
Hoth
nennen,
mit
Action
und
Getier
und die
gesamte
Story
entpuppt
sich
schnell
als
klares
Konstrukt,
mit
Zufälligkeiten
und
Unwahrscheinlichkeiten,
die
auffallen.
Sätze
wie „Du
bist der
Sohn
deines
Vaters.“,
was
immer
sie im
Trek-Universum
noch
bedeuten
mögen,
sind
einfach
ein
wenig
unfreiwillig
komisch
und die
Einbindung
von
Leonard
Nimoy
ist am
Ende
eindeutig
über das
hinaus,
was
notwendig
gewesen
wäre.
Auch
wenn’s
nostalgisch
wirkt,
die
späte
Fan-Zuwendung
wirkt
doch ein
wenig
erzwungen.
Fazit:
Es fällt
schwer,
dem Film
das
bloße
Kalkül
vorzuwerfen,
welches
er wohl
tatsächlich
verkörpert.
Dafür
macht er
einfach
zu sehr
Spaß,
bietet
technisch
absolut
perfekte
Unterhaltung,
Action
ohne
Ende,
netten
Witz,
gute
Figuren
und
Potential
für
mehr.
Eine
Jubelgarantie
für
Trekkies
gibt es
nicht,
aber
akzeptiert
man die
Idee der
Alternativhandlung,
sollte
da schon
was
machbar
sein.
7
/ 10
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