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Film Kritik
 
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Step Up

Story:
Als der junge Tyler Gage mit ein paar Freunden in eine Kunsthochschule einbricht und dort beim Zerstören von Eigentum erwischt wird, wird er zu Hausmeisterarbeiten verdonnert. Doch schon bald merken die Schüler,
dass der stille Hausmeister ein großes Talent für Tanz hat...

regie :
anne fletcher
cast  : channing tatum, jenna dowan
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Step Up ist ein typischer Tanzfilm, der sowohl alle guten als auch schlechten Klischees erfüllt.
 

Honey, Street Style, Save the Last Dance - Musikfilme sind nach wie vor unglaublich erfolgreich.

Billig zu produzieren, sind sie reine Geldesel, die mit immer gleichem Aufbau immer wieder Publikum begeistern können: eine Formel, die funktioniert.

Wie immer spielt auch hier ein Fast-Dreißiger einen Jugendlichen, der niemals arbeiten muss, obwohl er aus einem scheinbar schlimmen Viertel kommt, niemals trainiert, obwohl er wie ein Unterwäschemodel aussieht und bei seinen Freunden hart und stur auftritt, bei den Frauen aber romantisch und niedlich ist.

Die Hauptdarstellerin ist natürlich aus reichem Hause, immer perfekt gestylt
und nur auf das Tanzen fixiert, mit einer ähnlich sturen Einstellung wie ihr männliches Gegenüber.

Wie immer gibt es die älteren Authoritäten, die überhaupt kein Verständnis dafür haben, dass ein junger Mensch nur tanzen will. Sie halten wie immer die gleichen Ansprachen über Sicherheit und Zukunft, die aber gekonnt ignoriert
und abgetan werden. Er und sie kommen sich schließlich näher, und nach einer dramatischen Krise im dritten Akt steht am Ende ein wichtiges Vortanzen statt - ob sie es schaffen werden?
 

Davon ab, wird jemand der eine Karte für einen Tanzfilm wie diesen bestellt, nicht auf originelle Stories achten. Das einzige was interessiert, ist die Frage nach sympathischen Figuren, und wie gut die vielen Tänze im Film choreographiert sind.

In beiden Belangen macht der Film seine Punkte, denn obwohl Hauptdarsteller Channing Tatum (der genau so aussieht wie Wrestler John Cena) oft Schwierigkeiten mit seiner Mimik hat, sind sowohl er und Jenna Dowan relativ sympathisch. Während die beiden tänzerisch beeindrucken und das auch ohne Doubles schaffen, sind ihre Schauspieleinlagen jedoch eher schwächelnd. Besonders wenn es dramatisch wird, vermögen sie es nicht, die nötigen Emotionen überzeugend darzustellen. Man wartet von daher immer wieder darauf, dass sie aufhören zu reden und endlich weitertanzen.

Sehr gelungen dagegen sind die Tanzszenen, die wie schon bei Street Style sehr elegant, impulsiv und aufwendig in Szene gesetzt sind.

Die Regie ist höchstens grundsolide, aber nichts besonders. Was Step Up
in erster Linie fehlt, ist was eigenes, was ihn von anderen Tanzfilmen unterscheiden könnte.

Fazit:
Für Genrefans ein Muss, für andere höchstens ein kurzweiliges Tanzmärchen, das aufgrund seiner Unauffälligkeit sehr schnell in Vergessenheit geraten wird.

3
/ 10

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