Story:
James (Scott Speedman) und Kristen (Liv Tyler) kommen eines Abends nach einer
Party nach Haus und sind am Boden zerstört. Er hatte ihr kurz zuvor einen
Heiratsantrag gemacht, den sie aber aus unerklärlichen Gründen ausschlug.
Deprimiert versuchen nun beide den Abend zu überstehen, als der wahre Terror
beginnt: drei maskierte Verrückte fangen an, das Haus zu belagern und sich nach
und nach darauf vorzubereiten, beide umzubringen...
regie :
bryan bertino
cast :
scott speedman, liv tyler
kritik :
christian mester
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Kritik:
Der
Überraschungshit aus den USA nutzt nur altbewährte Klischees, diese dafür aber
recht gut.
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"Du hättest sagen können, das dein Ex Bruce
Banner heißt..."
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Was macht man, wenn man extra
nach Holland reist um dort The Dark Knight einen Monat vor Deutschland-Release
zu sehen? Man wirft natürlich auch einen Blick auf The Strangers, der
hierzulande erst im November sein Licht erblickt.
Sehr schön ist, dass Regie-Neuling Bryan Bertino sich anfangs recht viel Zeit
mit seinen Figuren lässt. Von Speedman (Underworld 1-2, xXx 2) und Liv Tyler
hatte man zwar bislang noch nicht viel an dramatischem Schauspiel gesehen, aber
wie die beiden hier zu Beginn das zerrüttete Pärchen darstellen, überrascht
positiv. Ohne viel Worte machen sie ihre Figuren gut zu dichten Charakteren,
denen man auch ohne dem folgenden Horror gern weiter zusehen würde.
Was dann kommt, schlägt aber keine wirklich neuen Seiten auf. Mysteriöse
Unbekannte klopfen an Tür und Fenster, machen komische Geräusche, hinterlassen
Nachrichten in Blut, zerstechen die Reifen des Autos und fangen an, sich immer
weiter ins Haus vorzuwagen. Die meisten dieser Momente sind leider abgedroschen
und bekannt, sodass langjährige Genrefans nur schwer zu begeistern sein werden.
Das, und die Tatsache dass die meisten Schocks mit lauten Dröhn-Tönen unterlegt
sind, fällt recht schwach auf. Mit lauten Tönen kann man in der Regel
schließlich jeden erschrecken - Meister sind die, die es auch ohne schaffen.
Dennoch ist die Spannung eigentlich durchweg gelungen. Den ganzen Film über weiß
man nie, wo gerade einer der drei Maskierten (die alle drei unheimlich wirken)
herum schleicht und wer von den beiden am Ende wohl überleben wird. The
Strangers ist übrigens recht blutarm und erinnert in seiner ganzen Art sehr an
Motel mit Kate Beckinsale und Luke Wilson.
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Eine Nacht bei McCools hatte sie sich anders
vorgestellt.
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Leider ist es gerade gegen Ende
so, dass viele unlogische Szenen die Glaubwürdigkeit der Geschichte in Frage
stellen. Etwa, wenn James seine Frau im offenen Haus warten lässt um kurz etwas
aus der Garage zu holen - obwohl die drei Maskierten ganz in der Nähe sind und
es bereits mehrfach geschafft haben, ins Haus zu geraten. Treppenhäuser gibt es
zwar keine, aber wenn Liv dann allein da steht und in den Wald hinein ruft
"Hallo, ist da wer?", dann muss man doch wirklich die Augenbrauen heben.
Auch sind die Bösen etwas merkwürdig geschrieben. Zum einen sind sie viele Male
einfach verschwunden (um die Filmzeit zu strecken), dann wiederum tauchen sie an
Orten auf, zu denen sie logisch gesehen keinen Zugang haben dürften (so manche
der späteren Freitag der 13te kommen dazu in Erinnerung, nur das dies keine
unbesiegbaren Superzombies, sondern nur verkleidete Einbrecher sind). Der
Showdown nimmt dann auch noch ab, als die Strangers in einer viel zu lang
gezogenen Szene ein letztes Mal auf Kristen und James treffen.
Trotz alledem ist The Strangers kein schlechter Film. Er ist gut gespielt,
relativ spannend und durchweg solide gemacht. Was ihm nur fehlt, sind echte
Überraschungen, ein besseres Ende und weniger Zufälle & Macken, die das
Gesamtbild stören.
Fazit:
The Strangers erfindet das Rad nicht neu, fährt aber trotzdem ganz gut auf
seiner Straße (wenn auch sehr holprig).
6 / 10
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