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Film Kritik
 
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Kritik: Superman Returns

Story:
Nach fünf Jahren vergeblicher Suche nach seinem Heimatplaneten Krypton, kehrt Superman (Brandon Routh) wieder zurück. Doch mit der Zeit hat sich alles verändert, nichts ist mehr so wie es mal war. Lois Lane ist verlobt und hat ein Kind zur Welt gebracht und, als wenn das nicht schon bitter genug für ihn wäre, einen Artikel mit dem Namen "Warum die Welt Superman nicht braucht" veröffentlicht für den sie den Pulitzer Preis bekam.

Doch nicht nur seine Beziehung zu Lois Lane hat sich verschlechtert, auch Supermans Erzfeind Lex Luthor (Kevin Spacey) ist wieder auf freiem Fuß und heckt erneut einen finsteren Plan aus dem nur Superman gewachsen ist. Somit hat der Mann aus Stahl gleich an zwei Schauplätzen zu kämpfen, einerseits die Liebe zurückzuerobern, andererseits zum erneuten Male die Menschheit zu retten.

regie :
bryan singer
cast  : brandon routh, kevin spacey, kate bosworth
kritik : frederic garz
 

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Vorwort:
Ein gute Nachricht vorweg, Comicverfilmungen sind noch immer in Mode. Dies wird vor allem die unkreativen Köpfe der Traumfabrik erfreuen, die mit ihren einfalls- und ideenlosen Adaptionen diverser bekannter Comicvorlagen Stoff für groß angelegte SciFi- Filme bieten. Eine schier nicht enden wollende Flut an Comicadaptionen, die möglicherweise ihr Hoch mit eben dieser gestarteten neuen Superman- Trilogie sowie dem abschließenden dritten und letzten Teil der Spiderman- Trilogie haben wird.

Doch was brachte das Studio dazu, Superman erneut auf die Leinwand zu bringen? Waren es die einschlagenden Erfolge von X-Men oder Spider-Man? Oder aber vielleicht die erfolgreiche Rückkehr von Batman mit Christian Bale? Vielleicht möchte man aber einfach noch schnell auf den Zug aufspringen, ehe es zu spät ist und die Leute verfilmte Comics und Superhelden satt haben. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen versteckt.

Auf dem Regiestuhl nahm Bryan Singer platz der bereits Erfahrungen mit der Adaption von Superhelden- Comics in den ersten beiden X-Men Teilen gemacht hatte, die er mit großem Erfolg auf die Leinwand brachte. Desto verwunderter war man, als die Wahl des Supermans an den bis dato unbekannten Serien-Schauspieler Brandon Routh ging. Ein absoluter Neuling, der zuvor an der Serie "Undressed" mitwirkte und nun mit Singers "Superman Returns" sein Leinwanddebüt gab.

Einen alten Hasen angelte man sich in Person von Kevin Spacey ("American Beauty"), der Supermans Erzfeind Lex Luthor verkörpern sollte und den Cast somit etwas prominenter gestaltete. Die Rolle der Lois Lane wurde Kate Bosworth ("Total verknallt in Tad Hamilton") verliehen, mit der man erneut nicht auf Stars sondern angehende Newcomer und mögliche Talente setzte. Mit einem wenig prominenter Cast, einem erfahrenen Regisseur und einem geschätzten Budget von (angeblich) 300 Mio. Dollar schickte man das Team auf eine unbekannte Reise, dessen Ziel die erfolgreiche Rückkehr des Mannes aus Stahl auf der Leinwand war.

Kritik:
Der erste Teil der geplanten Trilogie hat zum einen die bereits erwähnte Beziehung Supermans zu Lois Lane, zum anderen den Kampf gegen Erzfeind Lex Luthor zum Mittelpunkt. Während Clark Kent versucht sein normales Leben als Journalist wieder aufzunehmen und seine große Liebe Lois Lane zurückzuerobern, kämpft er als Superman gegen die finsteren Pläne des Lex Luthor an, der einmal mehr versucht mit einem teuflischen Plan große Teile der Menschheit zu vernichten.

Mit einem handgroßen Kristall gelingt es ihm, seinen Traum von einer eigenen Landfläche zu verwirklichen. Den Tod von Milliarden von Menschen nimmt er dabei billig in Kauf. Doch der finstere Plan birgt eine noch viel größere Gefahr, denn das geplante Landstück wird zum Teil aus Krypton bestehen, eben diesem Gestein, aus dem Supermans Heimatplanet bestand ehe er vernichtet wurde und Supermans einzige Schwäche darstellt.

Regisseur Bryan Singer tanzt steht's auf zwei Partys. Zum einen der romantische und zum Teil komödiantische Part, der sich durch die herrliche Chemie der beiden Hauptdarsteller auszeichnet, zum anderen der dunkle und düstere Teil des Filmes, der typische Superman- Action sowie Dramatik und spannende Momente bietet. Es ist die Abwechslung, die "Superman Returns" zu einer nie langweilig werdenden Comicverfilmung macht.

Einige nette Lacher, dazu eine Vielzahl an Schmunzlern und netten Einfällen gehen Hand in Hand mit dem krassen Kontrast der gefährlichen Arbeit des Supermans, der sich für die Menschen einsetzt und sie steht's auf ein eues vor vor Katastrophen beschützt. Doch nicht nur die komödiantischen Einlagen lockern die Stimmung auf, auch die romantischen Szenen zwischen Lane und Superman sind wunderschön anzusehen und wirken nie überzogen oder kitschig.

Auch wenn es dabei nicht immer mit all zuviel Logik zu Werke geht, sollte man sich dennoch im Klaren darüber sein, dass man nun mal ein verfilmtes Superman- Comic betrachtet, ein Comic des Superhelden schlechthin. Da verzeiht man an der ein oder anderen Stelle eventuelle Schwächen des Drehbuchs und geniest die romantische Ader des Mannes aus Stahl.

Doch wenn Superman in Aktion geht, dann richtig. Was die Action-Schmiede hier geleistet hat, ist aller erste Sahne. Im Grunde bietet der Film zwei riesig groß angelegte Actionsequenzen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und uns aus dem Staunen über die aktuellen Möglichkeiten der CGI- Effekte staunen lassen. Ein gigantischer Flugzeugabsturz mit all seiner Dramatik und grenzenloser Spannung wurde mit unglaublichen Effekten und einer dynamischen Kamerafahrt inszeniert, dass man Realität von Fiktion kaum noch zu unterscheiden vermag, so echt sieht der Absturz aus.

Die zweite riesige Actionsequenz hat die Erschaffung des neuen Landstücks durch Erzfeind Lex Luthor zum Inhalt. Erstaunliche Action, gepaart mit eindrucksvollen Kulissen und düsterer Atmosphäre. Wenn ein Schiff von riesigen Kristallen in zwei hälften gerissen wird kann nur noch einer helfen: Superman. Unglaublich spannend inszenierte Actionszenen mit starken Kameraeinstellungen die nie die Übersicht verlieren und die Szenen steht's packend einfangen.

Nebenbei werden noch die ein oder andere kleiner angelegte Actionsequenz gezeigt, die ebenfalls mit verblüffender Tricktechnik und einem tollen Look aufwartet. Auch der Musik-Score ist eine Wucht. Er versteht jede Szene, ob Action oder Romantik, mit den passenden Themen zu untermalen und so die Intensität nochmals zu steigern. So gewinnt beinahe jede Sequenz nochmals an Dynamik und passt sich dem sehr guten Gesamtbild an.

Die Schauspieler können allesamt in ihren Rollen überzeugen. Brandon Routh macht als Superman einen klasse Job. Die Zwickmühle in der er steckt wird von ihm glaubwürdig gespielt, zudem überzeugt er in den Actionszenen sowie in den ruhigeren und romantischen Szenen. Sein frisches Auftreten, seine offene Art sowie seine imposanten Flug- und Actionszenen machen Lust auf die Fortsetzung.

Kevin Spacey als Lex Luthor ist eine Augenweide. Man könnt fast sagen, er brilliert in diesem Charakter. Er verkörpert ihn wunderbar, die Rolle scheint ihm auf den Leib geschnitten, so blüht er in ihr auf. Sein größenwahnsinniges Lächeln, seine allwissend zu scheinende Art und sein abgrundtiefer Hass gegen Superman, besser hätte man es nicht spielen können.

Aber auch Kate Bosworth weiß mit ihrer Art zu überzeugen. Auch in ihr herrscht ein Rasen der Gefühle. Nachdem Superman nach 5 Jahren Abstinenz wieder zurückkehrt durchlebt sie Gefühlsschwankungen und weiß nicht so recht, was sie denken und fühlen oder wie sie handeln soll.

Doch gibt es auch bei "Superman Returns" etwas zu beanstanden. So hätte man aus dem (angeblich) 300 Mio. Dollar Budget weitaus mehr Superman typische Action herausholen können. Das Gebotenen ist imposant aber nicht üppig. Hier hätte man mehr bieten müssen und dies besser über den knapp 160 Min. langen Film verteilen sollen. Auch sind die ruhigen Szenen mit ihren komödiantischen oder romantischen Charakter stellenweise etwas zu lang geraten. Dies fällt dann doch etwas stärker ins Gewicht aufgrund der Länge des gesamten Films, was aber dennoch ein sehr gutes Gesamtbild abgibt.

Fazit:
"Superman Returns" ist eine fantastische Comicverfilmung die wirklich alles bietet. Dramatisch spannende sowie riesig angelegte Actionsequenzen, ruhige Momente mit romantischen und teils auch komödiantischen Einlagen sowie einer starken Schauspieler Riege und einer anspruchsvollen Geschichte die von Regisseur Bryan Singer vortrefflich inszeniert wurde.


7.5
/ 10

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