Story:
Ein bösartiger Richter (Alan Rickman) lässt den Friseur Benjamin verschwinden,
um dessen Frau für sich zu haben. Als der jedoch als schräger Klingen-schwinger
Sweeney Todd (Johnny Depp) zurückkehrt, finden sich in der düsteren Stadt bald
erste Leichen und das Morden scheint kein Ende zu finden...
regie :
tim burton
cast :
johnny depp, helena bonham carter, alan rickman
kritik :
matthew sole
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Kritik:
"Sweeney Todd" ist
ein originelles Musical in bewährtem Burton-Gewandt.
Hairspray versuchte gegen Mitte
des Jahres auf den großen Musicalzug von Dreamgirls aufzuspringen, doch während
der mehr oder weniger nur gut ausfiel, ist Burton's neuester ein wahres Juwel
geworden.
Wie gewohnt ist auch Sweeney Todd aus seiner Stube wieder ein optischer
Festgenuss geworden. Finster und atmosphärisch schafft Burton eine gruselige
Setlandschaft, die ähnlich ist zu denen aus Sleepy Hollow und Edward
mit den Scherenhänden, dann aber doch ganz anderes makaberes Eigenleben hat und
mit Sicherheit so ist, wie Jack the Ripper es sich gewünscht hätte.
Depp ist mittlerweile für seine verschiedenen Charaktere bekannt, doch allmählig
zeichnet sich ein bekanntes Bild ab. Todd hat vieles von vielen: ein wenig
Ichabod Crane, ein wenig Jack Sparrow, ein wenig Ed Wood, Edward mit den
Scherenhänden und viel Victor von Dort. Der Barbier mit der Bluteslust ist für
Deppfans offensichtlich keine wirklich neue Figur, aber eine die seine Stärken
ausnutzt und sich reibungslos in seine gute Filmographie einreiht.
Nichtsdestotrotz zeigt auch die Geschichte des Demon Barbers mal wieder,
das Johnny Depp einer der besten Schauspieler seiner Zunft ist.
Nicht ganz so stark sind die
Gesangsszenen. Depp und Bonham-Carter sind hingebungsvolle Darsteller,
allerdings mit gesanglich sehr eingeschränkten Talenten. Da der Film zu einem
maßgeblichen Großteil aus Gesang besteht, verliert das Musical hier ein paar
Punkte. Das macht aber nicht viel aus, denn das Zielpublikum wird sich mit hoher
Wahrscheinlichkeit nur wenig daran stören.
Wer langjähriger Depp- oder Burtonfan ist, für den ist Sweeney Todd: The Demon
Barber of Fleet Street ein weiterer Meilenstein und absolutes Pflichtprogramm.
Wer sich jedoch nicht ganz mit dem Gedanken eines
Musicals anfreunden kann oder generell noch nichts von Burton kennt,
sollte sich zunächst einen Blick auf den Trailer dieses eigenwilligen Streifens
erlauben.
Wie auch die Figuren ist die Story nämlich sehr abgdreht und teils blutig, mit
fragwürdiger Gothic-Moral und der Beliebtheit des tragisch Bösen.
Fazit:
Sweeney Todd ist ein Pflichtwerk für Fans der Macher; alle anderen finden
ein eigenwilliges, aber originelles und gut gespieltes Musical vor.
8 / 10
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