Story:
Das Spiel zu Terminator 4 spielt zwei Jahre vor den Ereignissen des vierten
Films und dreht sich in erster Linie um John Connor, der ohne Österreicher im
postapokalyptischen Los Angeles zu Fuß unterwegs ist.
entwickler :
GRIN
kritik :
christian mester
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Kritik:
Kaffeefahrt mit
Stand-MG.
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Hunter-Killer aus fahrendem Wagen beschießen?
Klasse.
Ist aber auch schon das allerbeste am Spiel.
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Man kennt das ja: immer wenn eine
Spielefirma eine große Lizenz in die Hände bekommt, nehmen die Versprechungen
gewaltige Ausmaße an. Natürlich werde es ein guter Titel, natürlich keine solche
Enttäuschung wie die meisten anderen Games zu Filmen (auch wenn sie selbst schon
welche verbrochen haben), und natürlich werde es irre
viele Sachen beinhalten, die die Fans glücklich machen werden. Meist viel Lärm
um nichts.
Es war dann schon ein schlechtes Omen, als Hauptdarsteller Christian
Bale sich damals trotz guter Bezahlung vehement weigerte sich an dem neuen Spiel
zu beteiligten. Ob es an dem eher flachen Spiel zu Batman Begins lag?
Schaut man mal zurück auf die Historie der Terminator Games, so fing es damals
eigentlich mal ziemlich gut an. Der Arcade-Titel zu Terminator 2 war absolut
spaßig, und Terminator: Future Shock und Terminator: SkyNet waren zwei der
besten frühen Egoshooter (in Zeiten, als Gegner noch nicht halb-fotorealistisch,
sondern undefinierbare, sich bewegende Pixelklumpen waren. Was damals aber nicht
schlimm war, da es stimmig inszeniert wurde und es ohne Ende Dinge zu entdecken
gab. Laserwummen beispielsweise, und noch viel größere Laserwummen). Zuletzt gab
es Terminator 3: Redemption, der als flotter Third-Person-Shooter auf
der PlayStation 2 für simple, aber ordentliche Äktschn sorgen konnte - sogar mit Arnie. Nicht
ganz so glimpflich lief es dagegen für die desaströsen anderen zwei T3 Games
Terminator: Rise of the Machines und den ganz schlechten Battlefield-Klon
Terminator: Rise of the Machines, die man wohl am besten ganz schnell wieder
vergisst.
Wie man Postapokalyptisches richtig zubereitet, hat Fallout 3 ja bekanntlich
neulich noch als Referenz vorgelegt, aber ob T4 da dran kommt? Müsste ja
eigentlich, da sich das Szenario der Zukunft perfekt für ein ähnliches Game
anbietet. Packende Zweikämpfe mit überlegenen Gegnern? Mutiges Umherhuschen in
der Hoffnung nicht vom gruseligen Hunter-Killer erspäht zu werden? Das Bergen
und Retten von Überlebenden? Das Plündern und Untersuchen der zerstörten Städte?
Schon die Ideen allein klingen spannend; schade nur, dass davon nichts im Spiel
zu finden ist.
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Los, Junge, machet!
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Zugegeben, das erste Auftreten eines T-600
ist noch cool, aber wenn man nach
einer Weile stumpfen Geballers merkt, dass es wirklich nur eine handvoll Gegner- und
Waffentypen gibt und Connor in 99% der Spielzeit nichts Anderes macht, als auf
gerader Linie unwichtige Terminator (die wirklich interessanten Modelle kommen
aufgrund der Zeit schließlich nicht vor) zu schrotten, wird es
unheimlich schnell richtig langweilig. Spätestens nach dem 50sten
Spinnen-Terminator will man die Menschheit gar nicht mehr retten.
Es gibt zwar hier und da ein paar Modelle, die nicht in den Filmen vorkommen, aber auf die kann
man auch wohl getrost verzichten, da sie wie 0815 Robo-Gegner aus jedem
typischen Sci-Fi
Shooter aussehen.
Auf den
ersten Blick sieht das Spiel an sich ungemein schick aus. Man wird gut ins Geschehen eingebracht und die
Steuerung geht leicht von der Hand, denkt man sich - kein Wunder, ist ja auch dreist
von Gears of War geklaut. Leider hat man die Qualität des Bestsellers nicht
mitgeklaut, was dann schon nach einer guten Viertelstunde das erste Mal negativ
auffällt.
Gears of War ist ja auch sehr simpel, aber generell unheimlich filmreif
aufgebaut, mit unzähligen Überraschungen und jeder Menge Herausforderungen.
Kurios also, dass dieses Spiel zum Film alles andere als kinoreif wirkt. Im
Gegenteil, da es wie Wanted: Weapons of Fate unweigerlich linear ausfällt, ist
es ein stumpfer, geradliniger Shooter geworden, bei dem man ähnlich wie bei
House of the Dead immer wieder auf die selben Gegner trifft und immer nur die
gleichen Waffen zur Wahl hat. Ein Inventar gibt es ebenfalls nicht, also kann
man auch nie was mitnehmen. Woher auch, denn traurigerweise ist die gesamte
Umgebung nicht beeinflussbar.
Statt des mittlerweile bekannten
Selbstheilens in Gefechtspausen bekommt man seine Lebensenergie übrigens nur
dann wieder hoch, wenn man die nächsten Gegner geschafft hat. Was gerade dann
schwierig wird, wenn man von mehreren Maschinen eingekesselt ist, fast keine
Munition mehr bei sich hat und die hirnlosen Begleiter (die immer dabei sind,
aber nichts tun) alles Mögliche tun, nur ihrem Weltenretter John Connor nicht
zur Hilfe kommen. Wieso auch, dank T4 wissen wir ja schon, dass er es bis dahin
überleben wird. Ist aber vielleicht auch nötig, da man den Titel trotz seiner
Unannehmlichkeiten in weniger als drei Stunden durch hat (!). In denen gibt es
auch keinen wirklichen Endgegner und keine einzig wirklich coole Sequenz.
Die Story? Im Grunde auch nichts Besonderes, aber es wird zumindest gezeigt, wie
Connor und Blair (Moon Bloodgood) im Film auf seinen später sehr loyalen
Mitstreiter Barnes (Common) treffen. Wer sich von all dem schicke Videos oder sonstige
Überraschungen erhofft, bleibt besser fern. Die Grafik an sich ist so wie bei
den meisten neueren Titeln: für Zuschauer sofort tops, aber beim näheren
Hinsehen einfallslos und schwach texturiert. Dass man fast null mit der
Umgebung interagieren kann, es keine wirkliche Physik-Engine gibt und
beeinflußbare Elemente bis aufs Äußerste limitiert sind, lässt erfahrene Gamer
darüber hinaus ganz tief grummeln.
Also völliger Schrott? Nein, kann man so nicht sagen. Dafür ist die Grafik zu
solide und das Gameplay an sich zu passabel, allerdings sollte man sich davor
hüten, dafür 40-50 Euro auf den Tisch zu legen. Wer jetzt also nicht unbedingt
totaler Terminator-Fan ist und auch schon Romane und Figuren und John Connor Bettwäsche und all sowas
sein Eigen nennt, kann also besser einen großen Bogen drum machen. Und
wer Terminator Bettwäsche hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Fazit:
Das Spiel zu Terminator 4 ist nicht unbedingt schlecht, tritt sein Potential
aber mit Füßen und ist allein schon wegen der kurzen Spielzeit ein kleiner Witz.
Abzuraten.
4
/ 10
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