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Film Kritik
 
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Die Brücke nach Terabithia

Story:
Der junge Jesse hat es nicht leicht - seine Eltern haben keine Zeit für ihn und Freunde findet er keine, weil er laufend von Mitschülern geärgert wird. Eines Tages trifft er jedoch auf die erfrischend flotte Leslie, mit der er sich nachmittags in eigene Fantasywelten flüchtet...

regie :
gabor csupo
cast  : josh hutchinson, annasophia robb
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Der als Fantasy-Film beworbene "Die Brücke nach Terabithia" ist in Wahrheit ein ganz anderer: eine kitschige Kindergeschichte.

Nach der vor Fantasy und Effekte triefenden Werbung war erst zu erwarten, dass Terabithia (welch ungelenker Titel) eine Art neues Narnia oder Peter Pan wäre, aber da hat die PR Kampagne starke Irreführung verübt. In Wahrheit geraten die übernatürlichen Elemente im Film nur selten ans Tageslicht, in Tagträumen und Kinderspielerei, um am Ende im Nichts zu verpuffen.

Terabithia ist nämlich eine typische 0815-Geschichte über einen Aussenseiter, der eines Tages einen echten Freund findet und leichtfüßige Dramen übersteht. Sieht man mal von den unpersönlichen Kameraaufnahmen, der charakterlosen Musik und der Kitschtragödie ab, hebt sich Terabithia nu durch seine Fantasy-Elemente von seinen Kollegen ab.

Soweit, so gut, nur leider entschloss sich Regisseur Csupo, dass die Dramen-anteile außerhalb der Effekte wohl interessanter wären. Ein Irrtum, den spätestens beim Marketing merkte man, dass die Zuschauer anderes wollen würden. Zurecht, denn wen interessierte bei den Chroniken von Narnia schon, was vor dem Weg durch den Schrank passierte?

Jumanji oder Zathura sind gute Beispiele für die Verknüpfung origineller Wunderwelten mit dem metaphorischen Lösen der Probleme unserer Welt, mit aufregender Action, tollen Effekten und sympathischen Figuren, doch Terabithia setzt die Schubkarre einfach tief in den Sand.

Csupo's Regie ist eintönig und ohne Seele, ähnlich wie das letztjährige Remake von Das Omen oder dem Remake von The Fog - Nebel des Grauens. Gerade die Kleineren werden enttäuscht sein, wenn sie sich Trolle, Feen und Kobolde erhoffen.

Auch die Schauspieler enttäuschen; zwar sind Robert Patrick und Zooey Deschanel gern gesehene Leute, aber die Kinderstars wirken wie Kalendermodels. Fotogen aber farblos.

Unter dem Strich muss man dem Film zugestehen, dass er technisch sehr gut gemacht ist und sich mit gleichwertigen Filmen seiner Art messen kann; schade nur, dass es derart am Inhalt mangelt.

Fazit:
Die Brücke nach Terabithia ist ein idealer DVD-Film für Kinder für sonntags früh, jedoch sollten sie möglichst wenig von der Werbung mitbekommen haben, um nicht zuviel zu erwarten. Ältere können sich zurücklehnen und auf den Hobbit warten.

3
.9 / 10

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