home  |  vorschau  |  kritiken  |  gewinnspiele  |  drehbücher  |  impressum  |  links  |  chat  |  forum

 
Rezension
 
< Rezensionen
< Home


 


 


 

 
The Punisher

Story:
Nach einem letzten Auftrag will Undercover-Cop Frank Castle der Verbrechensbekämpfung abschwören, doch als der Sohn eines Gangsterbosses sein Leben verliert, nimmt dessen Vater Howard Saint (John Travolta) blutige Rache an seiner Familie...

regie :
jonathan hensleigh
cast  : thomas jane, john travolta
kritik : christian mester
 

____________________________________________________________________________

Kritik:
Wenn Gute Böses tun und Böse Angst vor Bösem kriegen, kann das ein interessanter Ausgangspunkt für einen Film sein. Die Comic-Figur des Punishers ist zwar als hirnloser Ballermann bekannt, doch jeder, der einmal durch ein paar der prämierten Hefte blättert, merkt, dass hinter dem Schädelshirt doch mehr Potential steckt, als es uns das Klischee weismachen will.

War der 89er Punisher reinster Patronenexzess ohne Sinn und Verstand, so versuchte man es 2004 anders. Statt Profi-Sportler suchte man sich mit Thomas Jane und John Travolta namhafte Leute für die Hauptrollen, da man dieses Mal echte Charaktere präsentieren wollte. Das tat man, und sowohl Jane als auch Travolta spielen in der Neu-Interpretation typische Filmfiguren mit variablem Gesichtsausdruck. Der neue Punisher wird verletzlich, darf weinen, trägt nicht nur „Terminator“-Cosplay und nagelt nicht ausnahmslos alles nur mit Schusswaffen weg, er darf sogar seinen Kopf einsetzen. Ein netter Ansatz, den Jonathan Hensleigh aber leider völlig versiebt.

Nach einem zweifellos guten Einstieg (Roy Scheider spielt Janes Vater) kommt die eigentliche Vergeltung zäh und zu spät, zuviel Zeit wird mit irrelevantem Randmaterial vergeudet. Es werden ulkige Nebenfiguren eingeführt, die mit Slapstick an der Ernsthaftigkeit der Geschichte kratzen, eine öffentliche Bekanntmachung mit Schädelshirt grenzt ans Lächerliche und die Tatsache, dass der Punisher seine Opfer dieses Mal nicht direkt bestraft, sondern mit trickreichen Intrigen gegeneinander aufbringt, lässt gepflegt mit dem Kopf schütteln. Statt etwas aus der zweifelhaften Moral und den Zerrissenheiten der Figuren zu machen, setzt Hensleigh nachfolgend auf eine verkomplizierte, zu lange Rachevorbereitung. Der Einsatz von Gummi-Hydranten und vermeintlich genialen, jedoch albern umgesetzten Verstrickungen lässt den Punisher eher umständlich, als spektakulär und vorbildlich erscheinen.

Ebenfalls außen vorgelassen wird die gesamte Frage der Moral, mit der man auf ein großes Stück möglicher Qualität verzichtet.

Schauspieltitan Travolta, der Bösewichtrollen wie diese eigentlich mit Heißhunger und zu großem Effekt spielt kommt als Saint derweil zu nichts, und der finale Racheakt gegen ihn endet in einer stupiden Idiotie, wie man sie höchstens von einem „Ghost Rider“ erwarten würde. Jane ist gut, der Film ist schick und hat vereinzelt starke Momente – ein destruktiver, blutiger Küchenkampf gegen Wrestler Kevin Nash ist ein echtes Highlight – weswegen es umso trauriger ist, dass Hensleigh aus dem Stoff nicht das macht, was es hätte sein können. Unter dem Strich ein solider Hollywood-Actioner, der jedoch viele schwache Momente hat, Stärken nicht ausspielt und nicht aus sich herauskommt.

Fazit:
Gut gespielter, aber unharmonischer Action-Thriller mit vergebenem Potential.


5 / 10

_____________________________________________________________________________



:::::...:
Diskussion im Forum





























 

 
FILM FORUM
Diskutiere mit anderen über die neuesten Gerüchte, die aktuellen Filme, den kommenden Highlights, den TV Top Serien und über Gott und die Welt!

Zum Forum!

 




alle genutzten Promomaterialien diverser Filme
Copyright den entsprechenden Besitzern
alle Texte und nicht-promotionalen Bilder
Copyright 2005 - 2045 bereitsgesehen.de
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websiten verantwortlich