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Kritik:
Transformers


von Christian Mester

Transformers
(2007)
Regisseur: Michael Bay
Cast: Shia LaBeouf, Megan Fox, Bumblebee

Story:
Als der junge Sam seine Mitschülerin Mikaela beeindrucken will, ahnt er nicht, dass sein frisch gekauftes Auto in Wahrheit ein getarnter Alienroboter ist, der noch andere anlockt und die beiden kurz darauf in einen interstellaren Krieg verwickelt: Bösewicht Megatron plant mit Hilfe des außerirdischen Kristalls Allspark, alle Maschinen der Menschen in böse Transformer zu verwandeln.

Kritik:
Nachdem es Michael Bay mit dem Klon-Thriller Die Insel einmal etwas anspruchsvoller angehen wollte, der Film dann aber vergleichsweise knapp ankam, bot ihm Steven Spielberg persönlich an, einen Film zu den Transformers Toys zu entwickeln. Obwohl er es als Witz verstand und zunächst dankend ablehnte, Spielzeug zu verfilmen, fand er nach längerer Auseinandersetzung zu seinem Gold. Nicht unbedingt, weil die Filme besonders gut geworden wären und er dafür ausgezeichnet gehört, aber weil gerade sein Regiestil so dermaßen perfekt zum Thema passt, dass der damit einhergegangene Mega-Erfolg heute absolut nachvollziehbar ist.

Transfomers Filme stehen mittlerweile für überlanges, dummes Explosionskino mit wirren Plots und Hauptaugenmerk auf opulenter Zerstörung, doch viele vergessen, dass der erste Film der Reihe tatsächlich jede Menge Stärken hat.

Von Spielberg initiiert, ist Transformers im Grunde die Geschichte eines Jungen, der sein erstes Auto erhält, und darüber kurz über lang auch seine erste Freundin. Natürlich ist es metaphorisch bis zum Extrem aufgebauscht: Shia LaBeoufs nerdiger Junge ist nicht nur unsicher, er ist super-unsicher, hektisch und gerät in eine peinliche Situation nach der nächsten. Sein Objekt der Begierde sieht aus wie aus einem Maxim Kalender geblättert, und das Abenteuer, dass die zwei erleben, beinhaltet riesige Kampfroboter und explodierende Gebäude. Dass das so gut funktioniert und nicht nur reine Effektshow ist, darf man unter anderem LaBeouf verdanken. Trotz seiner überaus hibbelig geschriebenen Figur ist er äußerst charismatisch als grünschnäbliger Held, der eher versehentlich in seine Rolle hineinstürzt, darin aber besteht.

Weniger gut trifft es seine Partnerin. Fox, die vorher in einer Clubszene in Bad Boys 2 im Hintergrund tanzte, wird von Bays Kamera vergöttert und begafft, und sie darf sogar hin und wieder in Actionszenen aktiv was machen, doch eine spürbare Bindung zu ihrem Filmfreund hat sie nicht. Ebenfalls deplatziert sind Jon Voight als General, Josh Duhamel und Tyrese Gibson als charakterlose Soldaten, und Anthony Anderson und Rachael Taylor als Hacker. Alle diese Figuren sind schwach geschrieben und füllen die Laufzeit von Transformers, ohne je von größerer Bedeutung zu werden. Einziger Lichtblick sind Sams Eltern und ein wieseliger Man in Black, gespielt von John Turturro, die recht amüsant erscheinen.

In Sachen Effektgewalt ist der erste Transformers 1A Blockbustermaterial. Die vielen Transformers sind fantastisch animiert und liefern sich viele aufwendig gerenderte Kämpfe, die immer wieder mit umwerfenden Spektakelmomenten gespickt sind. Der nur kurz auftretende Bösewicht Megatron hinterlässt Eindruck, und auf Seiten der Guten schlagen sich Anführer Optimus Prime und Blödel Bumblebee mit Leichtigkeit in die Herzen junger Leute. Den übrigen Transformers wird allerdings kaum Zeit gelassen, und man muss schon Kenner sein, um sie alle namentlich benennen zu können.

Für einen Film über Kinderspielzeug ist Transformers keineswegs reines Kinderzeugs. Die Eröffnungsszene, in der ein Hubschrauber in einer Army-Basis landet und dann losschlägt, ist sehr spannend inszeniert. Der restliche Film hat weit weniger, behält aber einen soliden Puls bei, der das Geschehen ernst genug nehmen lässt, dass man mit den Figuren mitfiebern kann. Gelobt werden muss auch Steve Jablonskys Score, der den Film mit heroischen Themes unterstützt.

Fazit:
Transformers hat zu viele menschliche Figuren, ist zu lang und fällt oft sehr plump aus, doch LaBeoufs mitreißender Elan und die großartig inszenierte Action machen den Film zu einem unterhaltsamen Sommerstreifen.

7 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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