home  |  vorschau  |  kritiken  |  dvd  |   filmverzeichnis  |  gewinnspiele  |  drehbücher  |  impressum  |  links  |  chat  |  forum

 
Film Kritik
 
<< Zurück


 


 

 
Transformers

Story:
Seit Ewigkeiten herrscht Krieg zwischen den außerirdischen Maschinenwesen
Autobots und Decepticons, Roboter, die beide auf der Suche nach der
mächtigen Waffe Cybercube sind. Als der Cybercube auf der Erde landet,
müssen die gutartigen Autobots unter der Führung von Optimus Prime alles
tun, um die Menschheit vor Megatron und seinen Schergen zu schützen.

Transformers ist die Realverfilmung einer alten Zeichentrickserie, die damals
zum Verkauf von Spielzeugen gemacht wurde und plötzlich Kult wurde. Im
Vordergrund steht hier der Schüler Sam (Shia LaBeouf), der zusammen mit
seiner Freundin Mikaela (Megan Fox) zwischen die Fronten gerät...

regie :
michael bay
cast  : shia labeouf, megan fox, josh duhamel
kritik : christian mester
 

____________________________________________________________________________

Kritik:
Der neue Film von Michael Bay ist überraschend lustiges und perfekt gemachtes Popcorn-Kino für die ganze Familie.

Michael Bay ist wohl der Regisseur, dem man am ehesten seine alten Wurzeln ansieht: der Mann aus Los Angeles hat vor seiner Filmkarriere nämlich Hochglanz-Musikvideos und Werbespots gedreht, darunter viele für Autofirmen und Beautymittel. In Transformers kommt all das bestens zur Geltung: sowohl die vielen Fahrzeuge als auch die attraktive Hauptdarstellerin Megan Fox werden derart farbintensiv und in strahlend spektakulären Aufnahmen präsentiert, dass selbst das Öffnen einer Motorhaube zu einem visuellen Ereignis wird.

Mit seinem letzten Film "Die Insel" versuchte er der ewigen Kritik entgegen zu treten, dass all sein Stoff nur stupides Popcornkino sei, aber der Zug ging bekanntlich nach hinten los. Aufgrund einer ungünstigen Werbekampagne und dem schlechtesten Sendeplatz (die Insel lief erst nach allen anderen Blockbustern an) blieb sein "anspruchsvoller" Sci-Fi Thriller weit hinter den Erwartungen zurück. Gänsefüsschen, denn der für Bay anspruchsvolle Film
war für andere immer noch etwas, was die meisten als stumpfes Kommerzkino bezeichnen würde.

Transformers war dann genau das richtige für ihn. Das Script, nicht unbedingt das beste, aber vollgestopft mit Actionszenen und schnellem Humor, schien ihm perfekt zu passen. Einzige Bedingung: die Roboter mussten absolut perfekt sein und der Rest des Films, in dem man sie nicht sieht, nicht zu langweilig. In dem fertigen Film funktioniert das zum Glück - größtenteils.

Gäbe es King Kong nicht, könnte sich Transformers wohl mit Leichtigkeit die neue Krone für die besten Computereffekte aufsetzen. Obwohl es in dem Film die ganze Zeit um außerirdische Roboterwesen geht, fällt deren Auftreten nie wirklich künstlich auf. Von Anfang an nimmt man sie als lebendige, physikalisch existierende Filmfiguren wahr, die so echt wirken, als könne man sie direkt draußen anfassen. Die Liebe zum Detail ist einfach fantastich.

Die Action selbst kommt überraschend kurz. Abgesehen von ein, zwei Szenen zu Beginn muss man bis zum Ende warten, um die großen Martialschlachten zwischen den Autobots und Decepticons zu sehen. Das fällt aber nicht weiter schlecht auf, weil die Hauptstory dazwischen mehr als gelungen ist. Sam's Aufstieg vom Klassentrottel zum Retter der Welt ist so liebenswürdig und witzig gemacht, dass man pausenlos amüsiert vergisst, das man ja eigentlich Nonstop Alienroboter-Action sehen wollte.

Schauspielerisch fällt besonders Shia LaBeouf auf; der Junge, der auch demnächst Hauptrollen in Disturbia und Indiana Jones 4 hat, vermittelt den verzweifelten Loser mit verwegenem Charme. Er könnte, in den richtigen Filmen, in Zukunft einer der ganz großen werden. Sie allerdings nicht, denn abgesehen von einer schönen Hülle hat Miss Fox nicht sonderlich viel zu bieten. "In uns steckt mehr, als man glauben kann" - muss sie uns noch beweisen.
Die Nebenrollen fallen indes nicht weiter gut auf. Sie funktionieren, aber hätte man einen Film über die blonde NSA Computerexpertin, ihrem weltbesten Computerhackerfreund oder dem Wüstensoldaten gemacht, den hätte keiner sehen wollen.

Die größte Überraschung? Transformers hätte auch ohne Transformers einen guten Film abgegeben. Das grandiose Casting und das gute Händchen für Sam's Geschichte hat genug Interesse geweckt, als das man ihn in einer Transformer-losen Welt gern weiter beobachtet hätte.

Bei allem Lob ist Transformers aber auch kein Meilenstein. Es ist ein sehr gut gemachter Popcornfilm mit netten Gimmicks und amüsanten Szenen, aber kein Klassiker. Kein Jurassic Park.

Negativ fallen so einige kleinen Szenen auf, wie etwa eine in der Bumblebee sein Bein hebt, Szenen in denen eBay zu deutlich beworben wird und der Fakt, dass der eigentlich ziemlich gute Soundtrack manchmal zu blass und leise im Hintergrund agiert. Auch die bösen Transformers hätten mit mehr Zeit besser wirken könnten - kaum waren sie da, griffen sie auch schon an.

Fazit:
Transformers gehört mit Sicherheit zum besten, was dieses Jahr an Unterhalt-ungsfilm in den Kinos anläuft. Wer mehr als nur stumpfe Roboteraction erwartet wird positiv überascht, wer sich nur beinharte Schlachten wünscht, wird sich allerdings über den langen Familienteil ärgern. Anspruch gibt es allerdings keinen, den sollte man besser woanders suchen gehen.

6,5 / 10
_____________________________________________________________________________

:::::...: Offizielle Webseite des Films :...:::::

:::::...:
Diskussion im Forum :...:::::





























 

 




alle genutzten Promomaterialien diverser Filme
Copyright den entsprechenden Besitzern
alle Texte und nicht-promotionalen Bilder
Copyright 2005 bereitsgesehen.de
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websiten verantwortlich