Story:
Zwei Jahre nach den Ereignissen des ersten Films. Sam hat die Schule beendet und
macht sich auf das College zu beziehen, was jedoch alles andere als leicht über
die Bühne gehen will. Seine Eltern blamieren ihn, seine neuen Zimmergenossen
entpuppen sich als schreckliche Nerds und dann wäre da auch noch Busenfreund
Bumblebee, der sich trotz Verbot nicht vom Gelände fernhalten kann.
Die Zeit ist derweil allerdings nicht stehen geblieben. Epps und Lennox, die
beiden Soldaten aus dem ersten Teil, bilden mit Optimus Prime, Ratchet und
Ironhide eine spezielle Anti-Decepticon-Einheit, die durch die Welt reist und
vereinzelt böse auftauchende Alienroboter vernichtet (beispielsweilse den
riesigen auf einem Rad fahrenden aus dem Trailer). Woanders wird's haarig, denn
ein paar neue Decepticons tauchen auf, die Großmeister Megatron wiederbeleben
und sich dann aufmachen, den Supertransformer The Fallen aus einer anderen
Dimension in die unsere zu holen. Dass Sam und Mikaela dabei wieder eine große
Rolle spielen, steht natürlich außer Frage...
regie :
michael bay
cast :
shia labeouf, megan fox, bumblebee
kritik :
christian schmitz
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Kritik:
Einer der meist
diskutierten Actionspektaktel der letzten Jahre findet seine Fortsetzung. Wieder
ein Sommer-Blockbuster oder Sondermüll?
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Was Mikaela bei Sam hielt? Sein übergroßes Talent.
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Die wichtigste Frage, die bereits
die Trailer ohne Zweifel vorweg beantworteten, kann hier direkt beantwortet
werden: Transformers – Die Rache ist bombastisches Actionkino mit enormen
Ausmaßen an Zerstörung. Die Vorabbilder sind ein guter Appetitanreger, zeigen
aber noch nicht einmal ansatzweise den Gesamtgehalt der Action. Im Gegensatz zum
ersten Teil sogar ohne richtige Atempause, kaum vergehen einmal 5 Minuten ohne
Riesenroboter im Bilde. So bleibt auch erfreulich wenig Zeit, sich über
Peinlichkeiten und dem grenzwertigen Humor zu ärgern. Auch ist er deutlich
besser geschnitten und die Kämpfe kommen nicht mehr ganz so hektisch und
unübersichtlich rüber, sind natürlich wieder ein wahrer technischer Schmaus für
die Augen.
Neben ein einigen namenlosen und unwichtigem Kanonenfutter, besonders auf Seiten
der bösen Decepticons haben es auch einige alte Bekannte auf die Leinwand
geschafft. Die denkwürdigen Szenen bieten mal wieder zweifelsohne Bumblebee und
Optimus Prime bei den Autobots ab. Besonders in dem wichtigen und sehenswerten
Kampf im Wald zeigt der Anführer der Beschützer, warum er einen solchen Status
hat.
Dazu gesellen sich die ebenfalls bekannten Ironhide und Ratchet. Ihr Debüt auf
der Leinwand feiern dagegen Arcee, ein weibliches Motorrad mit deutlich zu wenig
Screentime, sowie Skids und Mudflap. Neben dem reaktivierten Jetfire, einem
wirklich schlecht gelaunten, alten Überläufer der Decepticons, werden diese den
meisten Gesprächsstoff liefern.
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"Dad, das ist das College von dem ich
sprach, ach und du bist eigentlich
gar nicht mein Dad. Dad mag Peitschen und Russinnen!"
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Die bösen Decepticons kommen auch
nicht zu kurz – ganz im Gegenteil. Es kommt immer wieder zu Nickligkeiten und
Reibereien zwischen Megatron und Starscream, die im Sommerhit von 2007 nur
einmal kurz angedeutet wurden. Hier wird dieser Zwist schon konkreter und
interessanter. Diese beiden sind die hauptsächlichen Wegbereiter für zwei noch
größere Kaliber. The Fallen, der wirkliche Anführer der Decepticons, der schon
vor Urzeiten auf Erden sein Unwesen trieb und sich zwischenzeitlich auf den
Planeten Cybertron zurückgezogen hat. Doch die Zeit der Rache ist nah.
Optisches Highlight ist aber zweifelsohne der gigantische Devastator, der sich
aus mehreren Fahrzeugen zusammensetzt. Dieser ist so groß, dass er mal eben
Pyramiden einreißen kann. Soundwave spioniert mittels Satelliten-Tarnung, die
Raubkatze Rampage ist genauso flink wie Skorponok. Erwähnenswert sind auf dieser
Seite nur noch der kleine, freche Wheelie, der Hubschrauber Blackout und The
Doctor. Aufmerksame Zuschauer werden sogar Frenzy entdecken, wenn auch nicht
mehr ganz so erquickend wie damals.
Aber Transformers wäre nicht Transformers, wenn zwischendrin nicht noch Menschen
wären. Shia LaBeouf hat seine Eltern und seine Freundin Megan Fox mit im Gepäck.
Ebenso gesellen sich Josh Duhamel mit Kollege Tyrese Gibson repräsentieren das
Militär, welches auch alles andere als zu kurz kommt. Sector 7 ist mit John
Turturro ebenfalls wieder vertreten wie leider auch ein wieder mal überflüssiger
Kumpel des menschlichen Hauptdarstellers, der keine sinnvollen Szenen besitzt.
Über die Action lässt sich also nur wenig streiten. Über den Rest allerdings
schon, ganz abhängig vom persönlichen Geschmack, denn so wird es auch diesmal
wieder einige Abschnitte geben, die für Diskussionsstoff sorgen werden. Wer sich
schon im ersten Teil an den feucht-fröhlichen Sympathiebekundungen von Bumblebee
störte, wird eine ähnliche Szene auch hier vorfinden. Gestandene Männer in
Unterhosen und eindeutigem Logo drauf? Na klar, haben wir. Wie wäre es denn noch
mit einem furzenden Sabber- und Meckerbot?! Weitere Beispiele sind eine
hysterische Mutter mit einem peinlichen Drogenanfall sowie sich innig liebende
Hunde. Positiv auffallen wird vielen der deutliche Abfall von aufdringlicher
Werbung im Film, die ist zwar noch vorhanden – allerdings bei weitem nicht so
penetrant wie 2007.
Fazit:
Kann man den Film uneingeschränkt wirklich jedem empfehlen? Die Antwort lautet
ganz klar: Nein! Die Frage müsste eher lauten: Soll man Transformers – Die Rache
einmal gesehen haben? Ganz klare Antwort: Ja. Die Action ist atemberaubend in
seiner Qualität und Rasanz, im Zusammenspiel mit dem besseren Schnitt und der
gewohnt guten Musikwahl sorgt er einige denkwürdige Momente im Kinosessel. So
muss ein Sommer-Blockbuster 2009 einfach aussehen. Er hat hier und da seine
Schwächen, besonders auf den letzten Absatz sei hier hingewiesen.
8 / 10
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