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Film Kritik
 
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The Transporter 3

Story:
Fahrer Frank Martin (Jason Statham) bekommt einen neuen Auftrag: er soll die junge Valentina zu einem speziellen Zielort bringen. Eine leichte Aufgabe, wären da nicht zwei kleine Probleme: eine Bombe an seinem Handgelenk und die Tatsache, dass er und sein Paket alsbald von schießwütigen Verfolgern gejagt werden...

regie :
olivier megaton
cast  : jason statham, robert knepper
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Bei einem so simplen Konzept wie The Transporter kann man eigentlich nicht wirklich viel falsch machen, doch Neuling Megaton trotzt den Erwartungen und macht's mega falsch.
 


"Uwe...?"

The Transporter war damals eine große Überraschung, führte er mit Jason Statham doch einen brandneuen Actionstar ein, der seitdem in Unmengen von Genretiteln zu sehen war und auch reichlich Fans fand. Die werden den neuesten Teil der Reihe rund um den schlagkräftigen Chauffeur zwar ohnehin lieben, doch muss man sich leider eingestehen, dass Nummer 3 definitiv der schwächste der Serie ist.

Woran das liegt? Schlichtweg an Allem. Es fängt schon damit an, dass das Grundkonzept der Story keinerlei Sinn mehr ergibt. Terroristen wollen einen Geschäftsmann zu einer Unterschrift zwingen und entführen dazu dessen Tochter, die man einem Fahrer anvertraut. Schön und gut, nur dass es völlig sinnfrei bleibt, wieso diese eine Geisel von einem völlig Fremden durch die Gegend gefahren werden muss.

Nach kurzem Geplänkel offenbahren sich nämlich die Ungerechtigkeiten, wodurch sich Frank nicht nur in seine Fracht verliebt, sondern sich natürlich auch gegen seine Bittsteller richtet und der tosende Zweikampf endlich beginnen mag. Actionfilme geben sich selten Mühe für ihre Outlines, aber hier wirkt es doch sehr lieblos zusammengekittet.

Wäre auch nicht schlimm, würde der Rest wenigstens überzeugen.
 


"Vinnie Jones? Wieso soll ich bei dem abstempeln?"

Die Zweikämpfe im ersten waren große Klasse, doch merkt man deutlich,
dass die Luft so langsam raus ist. Die neuen Kämpfe sind viel zu hektisch geschnitten und fallen recht kurz aus, ohne nennenswerten Highlights und mit nur schwachen Gegnern. Wer die unmöglichen Stunts aus dem zweiten Teil schon nicht ertragen konnte, wird leider nicht verschont, denn was Jason im zweiten noch mit Kran und Flugzeug machte, wird hier mit Zügen und Lastwagen gleichsam fortgeführt. Vielleicht nicht mit ebenso schlechtem CGI wie noch im Vorgänger, aber ähnlich dämlich.

Statham wirkt auch nicht mehr ganz so engagiert wie noch zuvor, was aber auch daran liegen mag, dass das Drehbuch weitaus weniger Action zu bieten hat als noch der erste Teil und es immer wieder unerklärliche Längen gibt. Mit einer lang gezogenen Lovestory wird man gestraft, die aufgrund der katastrophal schlechten russischen Ex-Hairstylistin und professionellen Nicht-Schauspielerin Natalya Rudakova kein Gefühl aufkommen lässt. Da hätte man schon vom Fehlgriff Kate Nauta im zweiten lernen müssen, die als hauptberufliches Model traurigerweise trotzdem noch um Welten besser war als Rudakova im neuesten Teil. Da bleibt die vorsichtige Frage, wen sie für einen etwaigen vierten engagieren... wenn die Aufnahmekriterien scheinbar niedriger liegen als beim Neunlive Telefonquiz.

Die Schuhe schulterzuckend ausziehen muss auch Robert Knepper, der hier völlig verloren ist. Als T-Bag in der Hit-Serie Prison Break beeindruckend und bedrohlich, ist seine Figur in Transporter 3 nichts als ein Abziehbild schlechter Bösewichte, wie man sie sonst nur in drittklassigen Filmen aus der Kramkiste findet.

Wenn Frank dann auch noch unter Wasser zum McGyver wird und sein Auto mit der Luft aus seinen Autoreifen wieder an die Oberfläche holt, will man nur noch den Rückwärtsgang einlegen und sich ganz, ganz schnell auf The Fast
and the Furious 4 freuen...

Fazit:
Der neue Transporter kann getrost bleiben wo er hin gehört: auf den Schrottplatz. Es gibt nun einen guten, einen mittelprächtigen und diesen,
der überflüssiger nicht sein könnte.

4
/ 10

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