Story:
Das Jahr
1968:
der
Vietnamkrieg
ist im
vollen
Gange
und
allmählig
macht
sich
unter
den
Soldaten
des
US-Corps
Verzweiflung
breit.
Technisch
ist man
dem
Vietkong
weit
überlegen,
doch die
unwirtliche
Gegend
und das
geschickte
Guerrilla-Auftreten
des
Feindes
sorgt
für hohe
Verluste
und nur
wenig
Erfolge.
Sergeant
Hollowborn
(Michael
Pare)
bekommt
in
diesem
Chaos
den
Befehl,
ein
Squad
zusammenzustellen
und sich
den
geheimen
Tunneln
des
Feindes
zu
widmen.
Kilometerweit
durch
endlose
Hügel
gegraben,
sind die
Bauten
der
Vietkong
die
geheimen
Truppenverstecke,
Waffenlager
und
schnelle
Routen
in den
eigenen
Rücken.
Tapfer
steigen
sie also
hinab,
doch
gerade
hier
kennt
sich ihr
Feind
perfekt
aus...
regie :
uwe boll
cast
:
michael
pare
kritik
:
christian
mester
____________________________________________________________________________
Kritik:
Nach den
eher
popcornlastigen
Game-Verfilmungen
zu "Postal"
und "Dungeon
Siege"
widmet
sich der
Deutsche
Uwe Boll
mit
seinem
neuesten
Film
einem
ernsten,
und
bisher
sehr
selten
aufgegriffenem
Thema -
den
berüchtigten
Tunnelkämpfen.
Die Zeit
der
US-Soldaten
im
Vietnam
war ohne
Frage
voller
Schrecken,
fühlte
man sich
aufgrund
des
uneinsehbaren
Geländes
doch
ständig
beobachtet
und
immer
ausgeliefert.
Die
starke
Hitze
schlug
aufs
Gemüt,
die
langen
Märsche
durch
das
schwierige
Gelände
zerrten
die
wenigen
Gefechtserfolge
und die
hohe
Sterbensrate
am
Glauben.
Das
schlimmste
Grauen
fand
sich
allerdings
unter
der
Erde, in
den tief
verzweigten
Tunnelsystem
der
vietnamesischen
Verteidiger.
Das
Thema
für
einen
Film ist
an sich
schon
originell,
aber
schwierig
umzusetzen.
Schafft
es
"Tunnel
Rats"?
Ja und
auch
Nein.
Zuerst
einmal
sei
gesagt,
dass der
Film
durchweg
gut
aussieht.
Ob es
der
Einstieg
mit
typischer
70er
Musik
und
Hubschraubern
ist, die
dreckigen
Lager am
Boden,
die
klaustrophobischen
Dschungellandschaften
oder
aber die
namensgebenden
Tunnel -
der
Scope
ist zwar
oft
klein,
kleiner
als bei
"Full
Metal
Jackett",
"Jarhead"
oder "Platoon",
aber
nichtsdestotrotz
authentisch
und
überzeugend.
Den
gleichen
Eindruck
machen
auch die
Soldaten,
beiderseits.
Die
Marines
sind
tough,
ungehobelt,
teils
ängstlich
und
benehmen
sich wie
echte
Kämpfer;
die
Vietcong
dagegen
agieren
eher
verzweifelt,
bekommen
aber
auch
ihre
Momente.
Was hier
sehr
positiv
zu
bemerken
ist, ist
dass die
Feinde
nicht -
wie so
oft -
einfach
nur
dumme,
gleich
aussehende
1Bit-Gegner
wie etwa
in "Windtalkers"
oder
"Rambo
4" sind,
sondern
teilsPersönlichkeit
haben.
Einer
der
dramatischsten
Momente
passiert
z.B. im
letzten
Drittel
des
Films,
in dem
ein
junger
G.I.,
der
eigentlich
gar
nicht
kämpfen
will,
auf eine
junge
Frau und
ihre
Familie
trifft,
die
Todesängste
erleben
und
nicht
glauben
können,
dass er
ihnen
nichts
tun
will.
Gerade
Szenen
wie
diese
sind
packend
und gut
gespielt.
Sehr
gelungen
sind
generell
die
dramatischen
Szenen
unterhalb
der
Erde, in
denen es
unter
anderem
auch mal
sehr
blutig
wird und
das
ganze
dann
teilweise
eher an
Horror,
als an
Sparte
Kriegsfilm
denken
lässt.
Boll's
Regie?
Er mag
kein
Ridley
Scott
sein,
aber in
Sachen
Aufnahmen,
Komposition
und
Umsetzung
ist
Tunnel
Rats
solide,
fraglos
gut
gemachte
Arbeit.
Das
beliebte
Boll =
0/10
Rating
der
meisten
Schreiber
passt in
diesem
Fall
überhaupt
nicht.
Vergleicht
man den
Film
allein
schon
mit "Bloodrayne
2" und "Seed"
(beide
ebenfalls
mit
Michael
Pare vor
der
Kamera),
zeigen
sich
große
Unterschiede
in den
Qualitäten.
Rats
gehört
neben
"Siege"
und "Heart
of
America"
fraglos
mit zu
den
besten
Filmen
des
flexiblen
Filmemachers.
Action
gibt es
jede
Menge,
nur
sollte
man hier
keine
gewaltigen
Felderkriege
wie in
"Rambo
3"
erwarten;
stattdessen
passieren
fast
alle
Angriffe
auf
engem
Raum und
wirken
durch
den
hohen
Einsatz
von
Messern
eher wie
die aus
einem
handelsüblichen
Slasher.
Leider
gibt es
bei den
"Tunnel
Rats"
ein paar
derbe
Macken,
die den
Film von
einer
wirklich
hohen
Wertung
entfernen.
Das
größte
Problem
ist die
Tatsache,
dass es
keine
wirklichen
Helden
gibt,
keine
Leitfiguren.
Es fehlt
ein
eindeutiger
Star mit
Charisma
wie Jake
Gyllenhaal,
Charlie
Sheen,
Martin
Sheen,
Colin
Farrell,
Tom
Berenger
etc.
Ohne so
einen
verfolgt
man eine
Gruppe
von
gefühlten
Nebenfiguren
und
Statisten,
deren
Schicksale
zwar
bedrücken,
aber nie
so
transportiert
werden
wie in
einer
zentriert
ausgerichteten
Geschichte.
Was wäre
"Letters
from Iwo
Jima"
ohne
seinen
Ken
Watanabe,
was ein
"Verdammten
des
Krieges"
ohne
Michael
J. Fox
und Sean
Penn?
Dass die
Schauspieler
fast
ohne
Script
arbeiten
und
viele
ihrer
Texte
vor
Ort
improvisierten,
merkt
man
erstaunlicherweise
kaum,
doch es
fehlen
einfach
die
wirklichen
Talente,
um genug
Aufmerksamkeit
aufzubauen.
Ebenfalls
stört es
etwas,
dass
einige
Schuss-
und
Explosionseffekte
unfertig
wirken
und für
kleine
Momente
an der
Authentizität
zweifeln
lassen -
seltsam,
passt
doch der
Rest so
gut
zusammen.
Was dann
noch
bleibt
ist die
Story,
die zwar
sehr
lose
gestrickt
ist,
eigentlich
aber
gerade
zum
chaotischen
Prinzip
der
Tunnelkriege
passt.
Fazit:
Spannender
Streifen
über die
grausamen
Tunnelkriege
des
Vietnamkonflikts.
Insgesamt
fehlt es
jedoch
an
echten
Bezugsfiguren,
womit es
mehr
oder
weniger
das
Abenteuer
zahlloser
Statisten
bleibt.
4,5
/ 10
10 -
Meisterwerk
8-9 -
sehr gut
6-7 -
gut
5 -
mittelmäßig
3-4 -
ausreichend
1-2 -
miserabel
0 -
Inakzeptabel
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