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Film Kritik
 
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Kritik: Ultraviolet

Story:
„Mein Name ist Violet. Ich wurde in einer Welt geboren, die ihr vielleicht nicht verstehen werdet.“ Mit diesen Worten leitet Violet (Milla Jovovich) eine Geschichte auf Leben und Tod ein. Ein Kampf zwischen Menschen und einer von einem Virus infizierten Minderheit, die nach und nach von den Menschen unter der Leitung von Vizekardinal Ferdinand Daxus (Nick Chinland) ausgeräuchert wird.

Doch die Infizierung brachte auch etwas Gutes mit sich: Übermenschliche Kräfte, schnellere Reaktionen und hohe Intelligenz sind die wesentlichen Merkmale der Infizierten. Unter ihnen die Kämpferin Violet, die ein schreckliches Geheimnis entdeckt dessen Schlüssel ein kleiner unscheinbarer Junge (Cameron Bright) ist…

regie :
kurt wimmer
cast  : milla jovovich
kritik : frederic garz
 

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Vorwort:
„Ultraviolet“ ist nach dem erfolgreichen SciFi-Knaller „Equilibrium“ Kurt Wimmers zweiter großer Film indem es leider einige Komplikationen gab. Zum einen fehlten Wimmer ganze 50 Mio. Dollar für die Effekte, zum anderen wurde er kurz nach Drehschluss gefeuert, sodass das Studio die Schnittarbeit selbst in die Hand nahm.

Über diese schlechten Vorzeichen täuscht auch die hübsche und überaus talentierte Milla Jovovich nicht hinweg, die zwar in letzter Zeit etwas abtauchte, mit dem Actionfilm „Resident Evil 2“ und nun „Ultraviolet“ wohl vorübergehend ihr favorisiertes Genre gefunden hat. Ob sie allein das halbleere / halbvolle Glas füllen konnte, wird die folgenden Kritik zeigen.

Kritik:
Die Geschichte fängt, ähnlich wie in „Equilibrium“ brisant an, weckt sofort das Interesse des Zuschauers und bietet eine schrille Comic-Optik. Zwar ist die Story nicht allzu komplex, doch das sollte man bei keiner Comic-Adaption erwarten. Comic-typisch gibt es zwei Seiten, das dunkle Böse und das schrill-helle Gute in deren Reihen sich Milla Jovovich als sexy Kämpferin befindet. Was nun fortan geboten wird lässt sich vorausahnen und ist nicht sehr abwechslungsreich. Gespickt mit ein paar wenigen Wendungen wird schnell klar, wie der Plot aufzulösen ist.

Daher musste sich Wimmer mehr einfallen lassen und bietet eine schöne Zukunftsatmosphäre mit teils grellen und hellen Farben sowie kantigem Kontrast. Ein Spiel der Extreme könnte man sagen. Optisch sind die Szenen schön anzusehen, der Schnitt sitzt gut, die Kamera fängt elegant die tolle Kampfakrobatik von Frau Jovovich ein und weiß sie gekonnt prächtig in Szene zu setzten.

Mit ihrer ganzen Erfahrung und Fitness trägt Milla Jovovich den gesamten Film und weiß in jeder Szene zu überzeugen. Dies ist gerade deswegen so wichtig, da der übrige Cast mehr schlecht als Recht spielt. Cameron Bright („Running Scared“) als „Six“ zu besetzten war ebenso verkehrt wie der völlig fehlbesetzte Nick Chinland als Anführer der Menschen. Dadurch, dass der Cast unglaubwürdig und stümperhaft wirkt, entzieht das dem Film wichtige ernste Elemente und auch gelegentlich aufkommende Gefühle werden auf diese Weise zu Nichte gemacht.

Im Vergleich zum genialen „Equilibrium“ fällt „Ultraviolet“ in den Bereichen Story und Darsteller zwar stark ab, jedoch überzeugt der Film in Sachen Action auf einem guten Niveau. Ein Mix aus Computer-Spiel-Optik, Comicbuch und ein rasanter Video-Clip-Schnitt sind die Zutaten für viele unterhaltsame und teilweise halsbrecherische Stunts.

Viele tolle Schwertkämpfe mit einer guten Choreographie und einer famosen Milla Jovovich sind ebenso Teil der Action wie tollkühne Verfolgungsjagden abseits aller physikalischen Gesetze und groß angelegter, furios in Szene gesetzten Schießereien mit einem Bodycount in schwindelerregender Höhe. Zwar merkt man den Effekten teilweise ihre fehlenden Feinschliff an, das macht die Quantität aber wieder wett.

Fazit:
„Ultraviolet“ verschenkt in Punkto Story und Schauspieler viel Potential und verliert sich teilweise im Effekte-Wirr-Warr. Dennoch bleibt zu sagen, dass Milla Jovovich vor allem in den bereichen Fitness in den Kämpfen, Ausstrahlung sowie schauspielerische Leistung ihre Konkurrentinnen, Elektra (Jennifer Garner), Catwoman (Halle Berry) und Aeon Flux (Charlize Theron) locker an die Wand spielt.

Die Action ist fantastisch sowie sehr üppig und so bleibt eine durchschnittlich unterhaltsamer SciFi-Film zurück, der stark an die MTV-Video-Clip-Generation erinnert und hell-grell-fröhliche Popcorn Unterhaltung bietet.


04
/ 10

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