Story:
Yuppie Tom (Patrick Dempsey) und die hübsche Hannah (Michelle Monaghan) sind
seit ihrer gemeinsamen Studentenzeit unzertrennlich - das jedoch nur platonisch.
Als sie ihn eines Tages als besten Freund darum bittet, Brautjungfer bei ihrer
Hochzeit zu werden, merkt er, dass er sie eigentlich liebt...
regie :
paul weiland
cast :
patrick dempsey, michelle monaghan
kritik :
christian mester
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Kritik:
Der Titel weist schon mit dem Schild drauf
hin: "Verliebt in die Braut" ist eine dieser typischen Bubblegum-Romanzen, deren
Stories immer nach dem selben Muster aufgebaut sind. Reicher, notorischer
Frauenschwarm liebt hübsches, für das Zielpublikum identifizierbares Mädchen;
ihr aber fällt es nicht auf und so ist es an ihm, die drohende Hochzeit mit dem
für sie falschen Mann irgendwie zu sabotieren.
Dass das natürlich nicht leicht von Statten geht und mit jeder Menge
Peinlichkeiten verbunden ist, versteht sich in Hinblick auf die zu füllende
Spielfilmlänge also von selbst. So offenbart sich der Konkurrent natürlich als
Übermann (Kevin McKidd aus "Rome"), der anscheinend alles draufhat, in allem
gewinnt und dabei nicht einmal unsympathisch wird. Je mehr Tom also versucht
dieses Gefüge zu korrupieren, desto mehr läuft erwartungsgemäß schief, was
schließlich sogar bei den Highland-Games in Schottland gipfelt. "Grey's
Anatomy" Schmalzlocke Patrick Dempsey versucht hier unverfroren sein Bestes, möglichst
Hugh Grant zu sein - was ihm über weite Strecken auch gelingt.
Ihm gegenüber steht das goldige "Mission Impossible 3" (nein, "Kiss Kiss, Bang
Bang"-) Darling Michelle Monaghan, die als naives, aber nettes Madl von nebenan in
übertrieben skurrile Hochzeitsrituale verwickelt und dabei zum Glück
schauspielerisch keine Sekunde (über)fordert wird. Das einzige, was sie in ihrer
simplen Rolle liefern muss, ist natürliche Sympathie, und da sie davon
glücklicherweise gleich eimerweise hat, geht das schon in Ordnung.
Kitsch und Stereotypen gibt es in Filmen wie diesen ja ohne Ende, und auch Braut
macht da keinen Umweg. Verpeilte Omas mit Analketten, beste Freundinnen nach
Schema F, Liebesschwüre im letzten Moment, nicht ganz so gut gekleidete Loserfreunde, so wie selbstredend obligatorische es-ist-nicht-das-wonach-es-aussieht Liebesszenen dürfen demnach nicht fehlen.
Ob er als Romcom funktioniert? Durchaus, denn beide sind sympathisch, der
Soundtrack ist reinster Kuschelrock und auch wenn der Kitsch reichlich vorhanden
ist, fühlt man sich nie überlaufen. Story und Regie plätschern zudem
handwerklich solide umher, ohne je irgendwelche Risiken einzugehen.
Fazit:
Wer einen Film mit Titel und Cover wie diesen leiht oder kauft, der weiß, worauf
man sich da einlässt. Da man nachfolgend auch nichts anderes als das
bekommt, lässt sich so gesehen nicht mehr viel dazu sagen. Verglichen
mit anderen Romcoms (romantic comedies) höchstens, dass die Witze witziger, die
Romantik romantischer sein könnte. Filmisch ehrlich gesagt mau und absolut
nichts neues, für einen gemeinsamen Abend zu zweit aber durchaus stimmig.
4
/ 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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