Story:
Benjamin Franklin Gates (Nicolas Cage) ist ein Bücherwurm und Archäologe, der
eines Tages heraus findet, dass auf der amerikanischen Unabhängigkeits-erklärung
eine geheime Botschaft hinterlassen wurde. Als er an der hübschen Kuratorin
Abigail Chase (Diane Kruger) scheitert, entschließt er kurzerhand, das berühmte
Stück zu stehlen. Doch dabei ist ihm schon sein Exkollege (Sean Bean) auf den
Fährten, der den Schatz für sich haben will....
regie :
jon turteltaub
cast :
nicolas cage, diane kruger, justin bartha
kritik :
christian mester
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Kritik:
Nic's Abenteuerfilm
erreicht zwar nie die Klasse eines Indiana Jones, aber Das Vermächtnis der
Tempelritter trifft mehr als einmal ins Schwarze.
Nic Cage erschien in den letzten
Jahren spielfreudiger denn je, und seine zurückgewonnene Liebe am Schauspiel ist
auch in der neuen Bruckheimer-Produktion schön zu sehen. Mit viel Schwung und
Fun macht er Gates zu einer sympathischen Figur, der man gern durch dunkle
Gemäuer folgt und von der man gern ein wenig Geschichtsunterricht spendiert
bekommt. Die deutsche Diane Kruger gibt ihm passend contra und Jon Voight (als
sein schusseliger Vater) und Justin Bartha (als pfiffiger Buddy) runden die
Besetzung der guten solide ab, während Sean Bean mit souveräner Routine den
gewohnten Bösewicht mimt.
Von dem Poster sollte man sich allerdings nicht beeindrucken lassen - im
Gegensatz zu Tomb Raider, Alan Quatermain oder Indiana Jones ist das Vermächtnis
der Tempelritter eher kleinlich ausgefallen. Keine gewaltigen Explosionen, keine
teuren Blechkarambolagen oder wilde Schusswechsel;
im Gegensatz zu älteren gemeinsamen Arbeiten wie The Rock, Nur noch 60 Sekunden
oder Con Air ist diese Geschichte eher simpel und auf das jüngste Publikum
ausgelegt. Zwar gibt es ein paar Actionszenen, aber die sind klein und kaum auf
Spektakel aus.
Nichtsdestotrotz schafft es Turteltaub, aus der mit Verlaub schwachbrünstigen
Story einen unterhaltsamen Film zu machen, dessen flottes Tempo nur selten echte
Langeweile aufkommen lässt. Musikalisch ansprechend untermalt, gilt es, der
Light-Fassung von Sakrileg durch ein paar US-Staaten zu folgen, in denen Cage
und Co im Nu gewaltige (und oftmals unverständliche) Rätsel zu lösen, damit es
in der Story weitergehen kann.
Trotz der flotten Darbietung hat
der Film durchaus einige Schwächen. So wirkt die Jagd nach der Karte niemals
spannend oder aufregend, weil Cage nie in echte Bedrängnis gerät. Abgesehen von
Voight der den liebenswert vertrottelten Vater des Helden spielt, ist jede
einzelne Figur reines Klischee. Ob Sidekick, Freundin oder Gegner, alle
Charaktere sind eintönig und verändern sich auch den gesamten Film über nicht,
was sie sehr oberflächlich und gleichgültig erscheinen lässt. Zum Glück lässt
sich das etwas dadurch ausgleichen, das
alle Spaß an ihren Rollen haben und das auch rüberkommt. Wer nichts als flaches
Kurzweil erwartet, wird nicht enttäuscht sein.
Fazit:
Für sein Budget ist
Das Vermächtnis der Tempelritter erstaunlich klein und leise, aber bunt und
amüsant. Wem
Sakrileg schon zu komplex und lang war, der wird hiermit glücklich werden. Alle
anderen warten auf etwas mit mehr Tiefe.
6 / 10
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