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Film Kritik
 
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Vielleicht, vielleicht auch nicht

Story:
Will ist ein getrennt lebender Vater, der von seiner Tochter eines Tages eine schwierige Frage gestellt bekommt: wie hat er ihre Mutter kennengelernt? Während er die letzten Scheidungspapiere unterzeichnet, erzählt er ihr seine Liebesgeschichte, in der er sich auch seiner wahren Liebe bewusst wird...

regie :
adam brooks
cast  : ryan reynolds, rachel weisz, isla fisher
kritik : christian mester
 

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Kritik:
"Vielleicht, vielleicht auch nicht" ist ein kleiner Gute-Laune-Film, der ohne großen Kitsch eine schöne Geschichte erzählt.
 


"Nein, ich war nicht in Party Animals 2."

Bis heute wartet Ryan Reynolds immer noch auf seinen großen Durchbruch, der ihm trotz starker Rollen in Blade 3 und Smokin Aces immer noch nicht gelingen wollte. Mit seinem neuen Drama wird sich daran auch nichts ändern, aber es ist ein guter Film, der er ihn einmal mehr als sympathischen Frontmann zeigt.

Wer bei dem Trailer schlimmsten Kitsch samt Hugh Grant-im-Regen Szenen erwartet, irrt sich, denn trotz des Hauptthemas ist Vielleicht keineswegs eine von diesen übertriebenen molligen Romanzen, in der alles wie im Märchen passiert. Stattdessen zeigt es, wie ein Mann sich mehr oder weniger öfter im Leben umdrehen muss, bevor er seinen richtigen Weg findet.

Sehr gelungen sind dabei die Darbietungen der gesamten Besetzung. Während Reynolds als charismatischer Vater überzeugt, ist Oscar-Nominee und Little Miss Sunshine Abigail Breslin ebenso nett anzusehen wie Slither's Elizabeth Banks, Isla Fisher von den Hochzeitscrashern und - in einer kleinen Nebenrolle - Kevin Kline. Und das Rachel Weisz in jedem Film großartig ist, muss man an dieser Stelle wohl nicht mehr betonen.
 


"Hallo, ich bin Bobbin Threadbare - bist du meine Mutter ?"

Der Film lässt sich ausgesprochen viel Zeit mit seinen Szenen, was im Zeitalter der schnell geschnittenen MTV-Blitzromanzen eine wahre Wohltat ist. Da man selbst miträt, wer denn Will's Traumfrau ist und wer von den Frauen sich von ihm scheiden lässt, gibt es auch sowas wie eine Story, der man gerne folgt. Dennoch zielt die Geschichte offensichtlich nicht darauf ab, mehr als nur eine oberflächliche Romanze zu sein. Keine Twists, keine tiefgründigere Dramatik, keine Tragödien, eine simple, aber eine der besseren Romanzen.

Anstatt lautstark und mit dem Hammer den Soundtrack zu verkaufen, hält sich hier auch die Musik angenehm zurück. Keine zwanghaften Einspieler, keine forcierten Tränendrücker.

Filmerisch ist das ganze zwar nichts besonderes, fällt jedoch einige Male durch ungewöhnliche Kamerawinkel und sehr sanfte Schnitte positiv und eigen auf, was einem schon in der durcheinander gewürfelten Titelsequenz begleitet.

Fazit:
Vielleicht, vielleicht auch nicht ist eine warmherzige kleine Geschichte, für die man nicht unbedingt ein Date braucht, um sich unterhalten zu fühlen.

6
/ 10

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