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Kritik: Vier Brüder
Vier Brüder die auf der Suche nach der Wahrheit vor nichts zurückschrecken.

Vier Brüder
cast.
  mark wahlberg, tyrese gibson
regie. john singleton
kritik. joey


Inhalt:

„Vier Brüder“ handelt von Bobby (Mark Wahlberg), Angel (Tyrese Gibson), Jeremiha (Andre Benjamin) und Jack (Garrett Hedlund) die von einer älteren Dame adoptiert wurden und so ihre einzige Chance genutzt haben von der Straße wegzukommen. Ihre Adoptivmutter Evelyn (Fionnula Flanagan) bewahrte sie vor dem tiefen Absturz und schuf ihnen ein zu Hause in dem sie geborgen waren.

Nach vielen Jahren, jeder der Brüder hat seinen eigenen Weg eingeschlagen finden sie aufgrund einer Tragödie die sich ereignet hat zusammen. Evelyn wurde bei einem nächtlichen Ladendiebstahl brutal ermordet. Nun sind die vier Brüder wieder auf sich allein gestellt, von einem Zufall wollen sie nicht so recht glauben und so decken sie den Mord nach ihren eigenen Regeln auf….


Kritik:
Die Geschichte der „Vier Brüder“ unter der Regie von John Singleton ist ein typischer Mix aus Ghettodrama mit coolen Sprüchen und guter Action. Im Prinzip ist die Story einfach aufgebaut, bietet nicht allzu viele Wendungen und verläuft relativ gleichförmig. So recht Spannung will nie aufkommen, aber auch keine Langeweile, denn das Verhalten der Brüder und ihre eigene Art mit Problemen fertig zu werden amüsiert auf schockierende Weise. Bei ihren Ermittlungen gehen sie nicht gerade zimperlich vor, und so kann es schon Mal sein dass der ein oder andere Gangster ins Grass beißen muss weil er seinen Kumpel nicht verpfeifen wollte. Ihrer brutalen und kompromisslosen Vorgehensweise muss man stellenweise als moralisch Fragwürdig unterstellen, denn dieser Rachefeldzug wird stellenweise zu cool und locker dargestellt.

Auf der einen Seite die Trauer um die verstorbene Mutter die in einigen Szenen mit verheulten Gesichtern zu Geltung kommen soll und auf der anderen laufen diese machomäßig von einem düsteren Stadtviertel zum anderen und schlagen alles kurz und klein, Hauptsache Rache. Dabei harte Musik und die Sympathie der Darsteller steht’s auf der Seite des Zuschauers. Allen voran natürlich Mark Wahlberg, dieser spielt den coolen und muskulösen Bobby, den Einzelgängertypen der nur Gewalt als Lösung kennt wirklich sehr gut. Die anderen werden da in den Schatten gestellt. Diese überzeugen mehr mit ihrer ruppigen Vorgehensweise, coolen Sprüchen und sympathischen Ausstrahlung. Was sie aber alle überzeugend rüberbringen ist die Liebe zu ihrer Mutter Evelyn, die Trauer die in ihnen steckt und die sich nach und nach in Hass und Rache verwandelt.

Beim Mix aus Drama und Action scheint nicht so ganz der Funken übergesprungen zu sein, es gibt gute Actionszene, dabei sollte die gut inszenierte Verfolgungsjagd während einer verschneiten Nacht wie auch die sehr gut gemachte Schießerei rund um das Haus ihrer Mutter erwähnt werden und auch die Dramaturgie weiß zu gefallen, manche Szenen berühren einen und machen so die ruhigeren Szenen in denen Mal kein cooler Spruch fällt oder jemand zusammengeschlagen wird sehenswert. Alles in allem ein durchschnittlich gutes und solide inszeniertes Actiondrama dem mehr Action und Tiefgang sowie ein bisschen mehr Spannung im Hinblick auf die Auflösung gut getan hätte.




 
 

Wertung: 6.5 | 10

 
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