Story:
Weit in der Zukunft. Wall-E
ist ein kleiner Roboter, der nach dem Fortgang der Menschheit dabei ist die
vermüllte Erde aufzuräumen. Tag für Tag räumt er Schutt zusammen, presst ihn zu
Würfeln und sammelt dabei kleine Utensilien - bis Eve erscheint. Eve ist neben
einer Kakerlake das erste Lebewesen seit über hundert Jahren und genau wie er
ein Roboter. Doch wo kommt sie her? Über alle Schrauben verliebt versucht
Wall-E, sie kennenzulernen...
regie :
andrew stanton
cast :
brett burd, sigourney weaver
kritik :
christian mester
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Kritik:
Der neue Pixar ist
wieder einmal traumhaftes Kino für die ganze Familie,
wenn auch nicht durch und durch makellos.
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"Alba?"
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Nach den Sahnestücken
Ratatouille, Findet Nemo und Die Unglaublichen
kann sich Pixar wohl ohne Frage mit zu den besten Filmschmieden der letzten
Jahre zählen, und ihr Wall-E reiht sich da fast nahtlos mit ein. Im Gegensatz
zum Aussetzer Cars überzeugt auch ihr neuester durch liebevolle Figuren, äußerst
detailverliebter Optik und perfekter Mischung aus niedlichem Kinderspaß und
guter Unterhaltung für Ältere.
Mutig waren sie in diesem Fall, denn Wall-E ist mal nicht der typische
Animationsfilm, in dem irgendein Held ein Abenteuer mit seinem lustigen Sidekick
erlebt und es unentwegt amüsante Sprüche gibt. Im Gegenteil, genau genommen ist
Wall-E sogar sehr still angelegt, da der Roboter bis auf seinen Namen fast
nichts anderes zu sagen hat. Dazu ist er in der ersten halben Stunde auch noch
vollkommen allein, wodurch Wall-E als Figur in erster Linie durch seine Gestik
und Mimik überzeugen muss - und das ist mehr als gelungen.
Selten konnte eine animierte Figur derart überzeugen wie der kleine Roboter
hier, der unfassbar liebevoll in Szene gesetzt ist und durch kleinste Bewegungen
schon zum Lachen oder Mitfühlen anregt. Dass er dabei noch sehr schusselig ist,
macht die ganze Sache umso lustiger. Sehr schön ist auch der zweite Abschnitt,
in dem Wall-E die futuristische Sonde Eve kennenlernt. Zwischen den beiden
entsteht eine kleine Liebesgeschichte, die absolut putzig und wundervoll
inszeniert ist.
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"Brett Ratner's Wall-E 2? Nicht mit uns!!"
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Leider, leider kann der letzte
Abschnitt des Films nicht ganz mit dem Rest mithalten. Was als dezente, sehr
schöne Marx-Komödie mit starken Gefühlen anfängt, wird zum Schluss hin zu einer
ziemlich lauten, actionreichen 0815 Jagd, die ziemlich typisch wirkt und dann
auch noch jede Menge Zeit mit anderen Figuren verbringt, die keineswegs an
Wall-E herankommen. Die dann präsentierte Message ist gut, wird aber mit dem
Schlaghammer serviert
und hätte ruhig weniger forciert sein können.
Letztendlich ist das aber nur ein recht kleiner Makel, denn bis man da
angekommen ist, haben Wall-E und Eve bereits so sehr fasziniert, das man
über das nicht ganz so kräftige Ende gern hinwegsehen kann.
Fazit:
Wall-E würde in seinen
ersten beiden Kapiteln spielend die volle Wertung einer 10/10 verdienen, doch
leider läuft der dritte Akt nicht so geschmiert wie der Rest. Trotzdem, einer
der besten Familienfilme des Jahres und garantiert einen Blick wert.
8 / 10
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