Story:
Wesley (James McAvoy) ist ein Verlierer auf der ganzen Linie. Er hat einen
miserablen Job als Schreibtischtäter, wird ständig gemobbt und erfährt dann auch
noch, dass sein angeblich bester Kumpel eine Affäre mit seiner Freundin hat.
Alles ändert sich jedoch, als ihn im Supermarkt eine mysteriöse Frau namens Fox
anspricht (Angelina Jolie). Sie stellt sich als Attentäterin aus
einem Geheimbund von übermenschlich begabten Elite-Killern vor, die ihn als
ihren neuen Schützling ausgewählt haben. Was folgt, ist ein vollkommener
Lebenswechsel für Wesley, der plötzlich seine wahren Stärken in sich entdeckt
und sich seinem Schicksal stellen muss...
regie :
timur bekmambetov
cast :
angelina jolie, james mcavoy, morgan freeman
kritik :
christian mester
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Kritik:
Mündungsfeuer am
laufenden Band: bei "Wanted" gibt es jede Menge Zunder, denn der neue
Action-Film mit Angelina Jolie ist Männerkino vom Feinsten.
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Nicht nur fast furios: Fox (die Jolie).
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Dass Timur Bekmambetov ein
ausgezeichnetes Auge für Style und fantasievolle Bilder hat, hat der russische
Regisseur bereits zwei mal überaus eindrucksvoll mit den beiden vergleichsweise
günstigen Fantasyepen Wächter der Nacht und Wächter des Tages bewiesen. Wanted
ist nun sein erster großer Hollywoodstreifen, für den der Effektvirtuose nicht
nur reichlich Budget,
sondern auch noch Sternchen Angelina Jolie gewinnen konnte. Resultat?
Einer der großen Überaschungshits des Sommers in den USA, für den bereits zwei
Fortsetzungen geplant sind.
Wanted basiert auf einem bekannten Comic von Mark Millar, mit dem es allerdings
nur noch die Grundzüge gemeinsam hat. Gab es im Graphic Novel noch echte
Superhelden mit Kräften wie die von den X-Men, so fallen die Attentäter aus der
Verfilmung etwas bodenständiger aus... wenn auch nicht komplett. Das besondere
an ihnen ist die Möglichkeit, Kugeln durch Geschick einen Drall zu verpassen, so
dass sie eindrucksvoll um Ecken und Kurven herum schießen und sich somit über
die Grenzen der Gravitation hinweg bekämpfen können.
Das ist genau das richtige für Bekmambetov, der die vielen Kampfsequenzen
im Film damit sensationell umsetzt und den mittlerweile langweiligen
Zeitlupenszenen wieder jede Menge neuen Wind verleiht. Und nicht nur das: neben
der astreinen und durchaus blutigen Action der Schussduelle gibt es
auch noch mehrere große Stuntszenen mit Vehikeln, bei denen unter anderem ein
Auto in einem fahrendem Zug geparkt wird. Wanted spart sich seine Action auch
nicht nur für den Showdown auf; kontinuierlich wird hier gekämpft, geschossen
und zerstört, wie man es seit Bad Boys 2 nicht mehr im Kino gesehen hat.
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"Könnte ich dich vielleicht für Mrs Allmächtig
begeistern?"
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Dementsprechend könnte man meinen
dass die Story wie etwa bei Crank oder Shoot Em Up auf der Strecke bleibt, doch
auch wenn sie hauchdünn ist und frech aus Fight Club, Matrix und anderen
Actionklassikern zusammengeklaut wurde, ist sie akzeptabel und macht durchaus
Lust auf eine Fortsetzung. Gerade das Ende stimmt etwas nachdenklich, sodass
einem die Figuren letztendlich nicht gleichgültig bleiben.
Grund dafür sind vor allem James McAvoy und Angelina Jolie, die erstklassig in
ihre Rollen passen und den eindimensionalen Charakteren Persönlichkeit und
Charme verleihen. Jolie ist durchweg cool, und wenn Wesley sich das erste Mal
gegen seine Mobberkollegen im Büro durchsetzt, kann man einfach nicht anders als
herzhaft zu grinsen. Man nimmt beiden auch ab, derart gut zu sein.
Nicht so ganz gelungen sind dagegen die Rollen der Co-Stars Morgan Freeman und
Thomas Kretschmann. Während Freeman eine platte Mentorenrolle spielt, bekommt
der Deutsche Thomas Kretschmann wie schon in Next kaum gute Szenen und darf als
0815-Bösewicht nur grimmig schauen und schießen.
Ansonsten? Anspruch darf man nicht erwarten, denn Wanted ist letztendlich
sinnfreies und äußerst moralisch bedenkliches Actionkino, in dem das Erschießen
von Gegnern frenetisch verherrlicht und gefeiert wird (wenn auch nicht so
dermaßen vereinfacht und veralbert wie bei Shoot Em Up). Die Figuren nehmen sich
durchaus ernst, sind aber sehr locker und vergessen auch den Humor nicht.
Garantiert nichts für Kinder, aber ein hervorragender Spaß für erwachsene Fans
des Genres. Wem Realismus wichtig ist, dem sei allerdings ein anderer Film
geraten, denn von den Regeln der Physik hält man hier zum Wohle des Spektakels
nicht viel.
Fazit:
Hirn aus, Licht aus,
Film ab. Wanted ist simples Actionkino mit tumben Schießereien, Explosionen,
wilden Schlägereien und nackten Frauen; sinnlos, aber sensationell inszeniert
und für Genrefans ein Muss.
7,5 / 10
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