Story:
Anschließend an die Geschichte des Films spielt man Held Wesley, der das Grab
seines Vaters suchen geht. Abwechselnd dazu spielt man besagten Vater in der
Vergangenheit, der sich mit der Bruderschaft zerstritt.
entwickler :
GRIN
kritik :
christian mester
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Kritik:
Kurz, knackig,
krümelt aber.
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Spiele zu Filmen sind meist
hastige Produktionen, die kurz ausfallen, lieblos dahin geklatscht sind und
inhaltlich selten was zu bieten haben. Dafür allerdings darf man dann mit
Captain Jack Sparrow spielen, Dr Doom verhauen oder auch mal mit Richard B.
Riddick durch Lüftungsanlagen klettern, was ja gewissen Reiz hat. Und all das
mit der stets starken Filmmusik.
Man kann wohl sagen, dass Wanted: Weapons of Fate von der Optik her schick ist. Jetzt nicht
unbedingt so sehr wie Angelina Jolie, aber die Texturen
und Lichtsachen können sich ohne Frage sehen lassen. Die Spielabschnitte sind
ebenfalls halbwegs abwechslungsreich und gut gemacht, wäre da nicht ein kleiner
Haken: wie
beim letzten Bond Spiel wird man Lippe beissend feststellen, dass es ein
komplettes Geisterbahnspiel ist - sprich, es gibt nur einen einzigen Weg und den
muss man nervigerweise ohne Auswege ablaufen.
Wenn so etwas so gut gemacht ist wie bei Max Payne, dann gern, aber in GRINs Titel
ist es spätestens nach einer Stunde ziemlich ermüdend, immer nur bloß geradeaus
zu laufen - und da hat man schon ein Viertel des ganzen Spiels gesehen. Wanted
ist wirklich kurz.
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Als Gesuchter kann man groß auch
nichts. Wesley kann schießen, von Deckung zu Deckung huschen und Kugeln
andrehen; mehr sucht man aber vergebens. Er kann nicht springen, sich nicht
ducken, hat keine sonstigen Moves drauf und wenn dann mal was passiert, sind es
entweder elendige Quick-Time-Events oder Moorhuhn-ähnliche Schussanlagen. Die
beliebte Jolie
bleibt bleibt übrigens komplett außen vor, dafür gibt es Pixelmorgan Freeman.
Gegnertypen gibt es nur eine handvoll, die sich auch fast alle nicht
unterschieden und dumm wie Brot sind. Schon im ersten Level erledigt man lachend
etwa 30 SWAT Elitepolizisten, und das mit solch einer Leichtigkeit, dass man
öfters gähnend auf die Uhr blickt. Einziges echtes Highlight ist ein Abschnitt
in einem abstürzenden, brennenden Flugzeug, der es wirklich in sich hat, aber
Einzelfall bleibt. Bosskämpfe? Gibt es ein paar, aber fallen als solche nicht
sonders auf. Da ist das Mortadella Bestellen an der Fleischtheke im Supermarkt
aufwendiger. Da gibt es auch mehr Waffen, denn im Spiel gibt es nur drei:
Pistole, MP, Scharfschützengewehr. Letzteres nur an bestimmten Stellen.
Da das Spiel wie gesagt sehr kurz ist, ist die starke Eintönigkeit für Fans
sicher zu verschmerzen, und da die in Zwischensequenzen ganz gut erzählte Story
treffend zum Vorbild passt, werden viele sicher ihren Spaß daran haben. Empfohlen wird
allerdings tunlichst, es aus der Videothek auszuleihen, da es aufgrund der enorm kurzen
Spielzeit eher volle 3 als 60 Euro wert ist.
Wenn, dann besser auch für Konsole besorgen, denn die PC-Portierung ist ein
flusiger Webstuhl ins Gesicht. Sehr ungenaue Steuerung, trotz guter Hardware
schlechte Performance und fast keinerlei Auswahloptionen im Menü lassen
Windows-Wesleys kritisch drein blicken. Da können sie nur froh sein, dass das
Kugelandrehen eine kleine Weile für Fun sorgt.
Fazit:
Wanted: Weapons of Fate ist ein kurzer Shooter, der Fans des Films und geringen
Anspruches gefallen könnte.
4
/ 10
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