hauptseite  |  vorschauen  |  kritiken |  impressum |  forum



 

 

Kritik:
Wishmaster


von Christian Mester

Wishmaster (1997)
Regie: Robert Kurtzman
Cast: Andrew Divoff, Robert Englund

Story:
Nach Tausenden von Jahren erwacht ein böser Djinn (Andrew Divoff), der vorhat, die Welt ins Chaos zu stürzen. Dafür muss ihm sein Erwecker drei Wünsche aussprechen, die der Djinn wahr werden lassen kann. Natürlich in tödlicher Interpretation...

Kritik:
Neuartige Horrorfiguren gibt es bei all den Zombies, Vampiren, Werwölfen und Slashern eher selten, deswegen war es 1997 mehr als löblich, mit dem Djinn zur Abwechslung einmal einen gänzlich neuen spendiert zu kriegen. Der Djinn erinnert ein wenig an den Freddy Krueger der späteren Teilen da er einen ziemlich bösen Humor hat und nicht einfach nur böse ist, sondern auch noch Spaß an seinem Job hat. Den kann er haben, denn sein Gimmick besteht darin, ausgesprochene Wünsche auf die schlimmstmögliche Wiese zu erfüllen. Wünscht man sich beispielsweise mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, dann wird man das, auch wenn es - sehr zum Spaß aller - in ziemlicher Matsche endet.

Mit dem unbekannten Andrew Divoff hat man hier auch den passenden Darsteller gefunden, der mit seiner sinistren Stimme und einem perfekten, teuflischen Grinsen einfach herrlich charismatisch ist. Seine dunkle Magie ist tricktechnisch größtenteils solide gemacht, leider hören die Qualitäten des Films damit dann auch schon auf. Während das Djinn-Kostüm selbst stark ist und viele der fantastischeren Szenen überzeugen, sehen einige der Sets doch arg karg nach TV-Film aus.

Die menschlichen Gegenparts sind fürchterlich amateurhaft und jedes Mal, wenn der Djinn nicht zu sehen ist, geht es grenzwertig auf käsige Langeweile zu. Fiese Längen nagen an der Geduld und man fragt sich, wieso davon so viel nötig war. Hauptdarstellerin Tammy Lauren ist schauspielerisch derart Grütze, dass sie wohl nicht einmal in einer Daily Soap sinnvoll aufgehoben wäre. Diverse Cameos von Robert Englund (Freddy), Kane Hodder (Jason) und Tony Todd (Candyman) sind zwar nett, werten den Film aber nicht so auf, wie sie es müssten.

Fazit:
Nette Idee und teils schön schwarzhumorig, krankt Wes Cravens Wishmaster in erster Linie an Budgetlimitierungen.

3 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel

> Deine Meinung zum Film?

Copyright © 2004-2050 bereitsgesehen.de, alle Rechte vorbehalten
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websites verantwortlich