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Film Kritik
 
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Kritik: Wolf Creek

Story:
Es fing so locker und lustig an. Mick (Nathan Phillips) sowie seine zwei Freundinnen Liz (Cassandra Magrath) und Kristy (Kestie Morassi) machten sich auf einen Trip quer durch Australien. Doch als ihr Auto beim Besuch eines Kraters streikt und sie von einem unbekannten Helfer in ein verlassenes Tal abgeschleppt werden beginnt für sie der nackte Alptraum.

regie :
greg mclean
cast  : nathan phillips, cassandra magrath, kestie morassi
kritik : frederic garz
 

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Kritik:
"Wolf Creek" soll angeblich auf wahren Begebenheiten spielen. Nun, damit werben viele Horrorfilme gerne um das Geschehen authentischer zu machen. In diesem Falle ist dies jedoch nicht weit hergeholt, denn in Australien werden wirklich viele Menschen vermisst. Ob es sich genau so allerdings zugetragen hat wird man nie zu 100 % sagen können, doch die Umsetzung ist wirklich gut gelungen.

Zu aller erst aber stehen die drei typischen Teeny- Charaktere im Mittelpunkt. Mit den markanten Klischees behaftet führen sie durch eine anfangs zähe Einleitung die aber ab der Mitte brutal spannend wird und den Zuschauer in einen Strudel aus perverser Thematik reißt. Leider muss man auf die brutale zweite Hälfte des Filmes sehr lange warten, zu lange zieht sich die Einführung der drei Touristen, zu wenig spannendes geschieht in der ersten Filmhälfte.

Nachdem der Wagen an einer merkwürdigen Tankstelle aufgetankt wurde und ein Meteoritenkrater besucht wurde beginnt mit der Autopanne und der "rettenden" Hilfe endlich ein wahrer Horror-Trip. Das Warten hat sich gelohnt, denn was nun passiert kann sich wirklich sehen lassen. Mit einem Schlag baut sich ein großer Spannungsbogen und eine beachtlich dichte Atmosphäre auf, die völlig überraschend eintritt.

Fortan fährt dieser Horrorfilm mit australischer Herkunft ein ganzes Arsenal an Horrorfilm- typischen Raffinessen auf. Der kranke Perverse der es auf die drei Touristen abgesehen hat und diesen unmenschlichen Qualen aussetzt. Harte Splattersequenzen, Szenen die den Spannungsbogen überziehen und die permanente Verfolgungsangst machen "Wolf Creek" zu einem echten Tipp für Genre- Fans. Weder mit Blut noch mit der unbeschreiblichen Angstgefühlen der Akteure wird gegeizt, die Freigabe ab 18 Jahren ist völlig gerechtfertigt.

Abgeschnittene Finger, Kopf- und Halsschüsse, Folterszenen und abartige Kreuzigungsszenen, dieser Film schlägt das Buch des Horror Ein- Mal- Eins auf und geht noch einen ekligen Schritt weiter. Auch die Farben halten sich sehr düster und verstaubt. Eine leicht verwackelte Kamera und zumeist dunkle Szenen lassen die Angst der Akteure am eigenen Leib spüren. Nichts für schwache Gemüter.

Unter den Schauspielern kann niemand wirklich herausstechen. Stereotype Opfer mit wenig Persönlichkeit die um ihr Leben rennen um ihrem perversen Peiniger zu entkommen. Diese Spielweise hebt sich nicht von Genre- Kollegen wie "Scream" oder "Düstere Legenden" ab, passt aber zum Geschehen und unterhält prächtig.

Leider braucht der Film zu lange bis er richtig in Fahrt kommt. Grob gesagt ist die erste Hälfte des Filmes eher schwach und langatmig. Hier hätte mehr Abwechslung und ein paar spannende Szenen für Abhilfe gesorgt, so freut man sich jedoch einfach auf die zweite Hälfte die dann dafür halbwegs entschädigt. Kaum eine Schockszene wird dem Film gegönnt, die permanente Angst umgibt einen zwar ständig, aber zum richtigen Erschrecken kommt es leider so gut wie nie.

Fazit:
"Wolf Creek" verpasst es vor allem wegen seiner langweiligen ersten Hälfte ein richtig guter Genre-Vertreter zu werden. Dafür gelang Regisseur Greg McLean dann in der zweiten Hälfte ein irre spannender und äußerst brutaler Schocker der sich dann (wenn man nur die zweite Hälfte betrachten würde) nicht mehr hinter der Konkurrenz verstecken bräuchte.


06
/ 10

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