Story:
Der
vierte X-Men ist eine Vorgeschichte, die vom Aufwachsen und Leben der
beliebtesten Figur Logan erzählt. Sie zeigt, wie der
bärtige Zigarrenschmaucher zu seinem Spitznamen kam, woher er
sein Adamantiumskelett hat und in welcher Form er das erste Mal auf
Erzfeind William Stryker traf...
regie :
gavin hood
cast
: hugh
jackman, liev schreiber
kritik : christian
mester
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Kritik:
Der neue
X-Men riecht nach Zunder. Und schmeckt auch so.
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"Roar!"
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Es gibt
ja viele, die die ersten beiden X-Men zwar gut, aber insgesamt viel zu
dialoglastig fanden (z.B. Michael Bay). Viel zu viel Story
hieß es, zu viel Gerede und Metaphern über
Weltverbesserung, Schicksal, Daseinsberechtigung, Akzeptanz
und Toleranz.
Viele fanden gerade das an den ersten beiden gut, doch nachdem schon
der dritte Teil von Brett Ratner verstärkt auf Action und
Karacho setzte (und damit der erfolgreichste wurde), dachte man sich
scheinbar in Hollywood, dass es doch lustig wäre, den
Anspruch mal komplett außen vor zu lassen. Das Resultat davon
ist also jetzt X-Men Origins: Wolverine, der als erster der Reihe Sinn
und Verstand gegen Brusthaar und Explosionen eintauscht.
Dem ersten Anschein nach haut das auch halbwegs hin. Gavin Hood's
Prequel springt von einem Effekt-geladenen Mutantenduell zum
nächsten und lässt pausenlos ballern, hauen,
explodieren, jagen und zerstören, bis dass die Klingen
qualmen. Mit all den Auftritten von Mutanten wie Gambit, Wraith,
Sabretooth, Agent Zero, Blob und Deadpool fällt das auch
zugegebenermaßen ziemlich abwechslungsreich aus.
Jackman ist wie immer in Bestform, Liev Schreiber grandios als neuer
Sabretooth und Mr. Danny Huston tritt wacker in Brian Cox'
große Fußstapfen; was sollte da also schief gehen?
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"Okay, nächst Jahr dann X-Men Origins: Blob."
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Leider
jede Menge. Die Story des Spin-offs ist derart stark beschnitten und
aufs Nötigste reduziert, dass sie mittlerweile den
literarischen Wert eines durchschnittlichen Videogames hat. Und damit
ist kein echtes Gewicht vom Schlage Mass Effect, sondern eher stumpfes
Arcadegaming ala Doom oder Need for Speed gemeint.
Die vielen neuen Mutanten sind zwar interessant, bekommen aber zumeist
nur eine einzige wirkliche Szene pro Kopf, was besonders in
Sachen Endgegner relativ lahm ausfällt. Wer das genau ist sei
hier nicht verraten, aber was ebenso cool wie Darth Maul im ersten Star
Wars Prequel hätte werden können, ist hier allenfalls
charakterloser Zwieback.
Oscar-Nominee Hood baut in seinen ersten Action-Film zwar mutig auch
tragische Love- und dramatische Familiengeschichte mit ein,
fällt damit aber noch weitaus schlimmer auf die Nase als
Dramen-Kollege Marc Forster bei seinem Quantum Trost. Die Action war da
zwar auch hirnfrei, endlos und dazu noch ziemlich wacklig, im Gegensatz
zu Wolverine aber technisch absolut meisterlich umgesetzt. Hier fallen
die Blue-Screen Aufnahmen dagen mehr als einmal auf, viele Effekte
erscheinen unfertig und vor allem das Finale wird dem Budget alles
andere als gerecht. Ob man damit so glücklich waR?
Trotzdem lässt sich nicht besonders arg schimpfen, denn auch
wenn Wolverine sinnfreier Popcornquatsch geworden ist, kann das jedoch
gefallen. Der Trick ist, nicht zu viel zu erwarten, dann schmeckts -
anderenfalls könnte man sich durchaus mal verschlucken.
Fazit:
Da brennt das Brusthaar - in anderen Händen und mit etwas mehr
Zeit und Geld hätte Wolverine sicher großartig
werden können, so bleibt's allerdings nichts Anderes als ein
schnelles Add-On mit einigen guten Szenen und geistigem Vakuum.
6 / 10
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