home  |  vorschau  |  kritiken  |  dvd  |   filmverzeichnis  |  gewinnspiele  |  drehbücher  |  impressum  |  links  |  chat  |  forum

 
Film Kritik
 
<< Zurück


 


 

 
World Trade Center

Story:
Wir schreiben den 11. September 2001. Für Polizist John McLoughlin (Nicolas Cage) und jeden anderen Bürger der Weltmetropole New York beginnt der Tag wie jeder andere auch. Doch was an diesem Vormittag passiert übertrifft ihre kühnsten Vorstellungen. Zwei entführte Flugzeuge stürzen in die Zwillingstürme des World Trade Centers.

Dieser Film erzählt die Geschichte zweier tapferer Polizisten, die auf der Suche nach Überlebenden verschüttet werden...

regie :
oliver stone
cast  : nicolas cage, jay hernandez
kritik : frederic garz
 

____________________________________________________________________________

Vorwort:
An Regisseur Oliver Stone haftet seit langem ein Hauch von Skandal-Filmerei. Nachdem er für sein famoses Kriegsdrama "Platoon" zurecht den wertvollen Regie- Oscar ergatterte, trat er zuletzt einige Male ins sprichwörtliche Fettnäpfchen. Nach diversen Höhen und Tiefen war es schließlich Stone's überaus kritisch betrachteter "Alexander" -Film der von den Kritikern eher zerrissen als gelobt wurde.

Sicher, als Regisseur muss man auch etwas wagen, neue Wege gehen und ganz sicher auch einmal gegen den Strom schwimmen, dennoch ist es bemerkenswert, wie sich Stone immer wieder aufrafft und die Kritiker verstummen lies. Auf diese Weise könnte man Oliver Stone's im Vorfeld bereits kontrovers diskutiertes Vorhaben, über die Geschehnisse des 11. Septembers einen Film zu machen, durchaus als Antwort auf den mäßigen Sandalenfilm mit Colin Farrell interpretieren.

Es wird immer Meinungen geben, die sich gar gegen eine Verfilmung aussprechen, anderen ist sie wiederum zu früh. Fakt ist, es entstand ein Film über dieses schreckliche Ereignis und ausgerechnet Superstar Nicolas Cage hat sich dafür entschlossen. Ein gutes Omen? 

Kritik:
Stone schlägt bei seiner Umsetzung des brisanten Stoffes gleich zu Beginn seinen eigenen Weg ein. Anstatt das Geschehen durch Effekte und unglaubliche Schreckens-Bilder einzufangen, legt er, ähnlich wie Spielberg in seinem "Krieg der Welten" -Remake, den Schwerpunkt auf die persönliche Schicksale seiner Protagonisten und inszeniert die dramatische Geschichte allein aus ihrer Betrachtung.

Erzählt wird das Schicksal zweier Polizisten, darunter Nicolas Cage der schon bessere Tage gesehen hat, die voller Mut zu tragischen Helden werden und unter den Trümmern des eingestürzten World Trade Centers begraben werden. 

Nach einer bedrückenden Anfangshalbenstunde, in der auf gleichermaßen geschickte wie dramatischen Art und Weise die Attentate auf die Zwillingstürme angedeutet werden, erlebt man abwechselnd die katastrophale und auswegslose Situation der Verschütteten sowie auf der anderen Seite die verzweifelten Familienangehörigen, die grausame Stunden durchleben da sie nicht mit Gewissheit wissen, ob sich ihre Männer unter den Verschütteten oder gar Toten befinden.

Es ist diese permanente Ahnungslosigkeit und das immer stärker aufkommende Unwohlsein der Trauernden, das den Zuschauer zu den Taschentüchern greifen lässt. Eine solche Intensität der Gefühle lässt selbst den standhaftesten Kinogänger an den Rand des Tränenausbruchs kommen. Man muss schon tief mitschluchzen wenn Oliver Stone alle Register der Dramaturgie zieht und dabei überraschenderweise fast ohne überzogenen Patriotismus auskommt.

Doch jede Medaille besitzt auch eine Kehrseite und so steht den dramatischen Szenen die sich bei der Familie abspielen die gähnende Langeweile unter den verschütteten Polizisten gegenüber. Zwei verschüttete Polizisten, die sich gegenseitig durch aufmunternde Worte vor dem Tod versuchen zu schützen ist nicht nur langweilig inszeniert sondern besticht ebenso wenig durch Abwechslung oder schauspielerische Performance.

Nicolas Cage geht unter den Trümmern wortwörtlich unter und so fehl es den gesamten Szenen an Intensität und Authentizität. Wirklich schade, dass überzeugende Außenszenen mit schlampig inszenierten Innenszenen so Hand in Hand gehen müssen. Der Mittelweg, der war es, den Oliver Stone nicht gefunden hatte und somit viel Potential, dass er selbstverständlich besitzt, vergeudete.

Fazit:
Es hätte ein bewegendes Drama mit stimmigen Bildern, wenig Pathos und überzeugender Leistung der Darsteller werden können. So kam am Ende ein 08/15 Drama mit nur stellenweise überzeugenden Szenen heraus. Der Rest geht im gewöhnlichen Durchschnitt wieder unter. 

In der einen Szene spielt Stone perfekt mit den vorhandenen Bildern in den Köpfen der Zuschauer, um sie dann wieder zu langweilen und ihnen Tränen ins Gesicht treibt, aus gähnender Langeweile verstehst sich.

04 / 10

_____________________________________________________________________________



:::::...:
Diskussion im Forum





























 

 
FILM FORUM
Diskutiere mit anderen über die neuesten Gerüchte, die aktuellen Filme, den kommenden Highlights, den TV Top Serien und über Gott und die Welt!

Zum Forum!

 




alle genutzten Promomaterialien diverser Filme
Copyright den entsprechenden Besitzern
alle Texte und nicht-promotionalen Bilder
Copyright 2005 bereitsgesehen.de
bereitsgesehen.de ist nicht für die Inhalte verlinkter Websiten verantwortlich