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Kritik:
X-Men 2


von Christian Mester

X 2: X-Men United
(2003)
Regisseur: Bryan Singer
Cast: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Ian McKellen

Story:
Als ein Mutant ein Attentat auf den US Präsidenten verübt und kurz darauf auch noch ein Überfall auf Professor Xaviers Schule stattfindet, sieht sich Logan alias Wolverine mit einem alten Bekannten konfrontiert: Colonel Stryker, der ihm damals in einem Army-Experiment das Adamantium-Skelett verpasst hatte. Notgedrungen tun sich Logan und einige Mitstreiter mit Erzfeind Magneto und Mystique zusammen, um Stryker aufzuhalten...

Kritik:
Drei Jahre lagen zwischen diesen ersten beiden Teilen, doch die Wartezeit hat sich sichtlich gelohnt. X-Men 2 bedient sich der typischen Fortsetzungsregeln: beibehalten, was im ersten Teil bereits funktionierte, die Karten ein wenig neu mischen, wenn möglich interessante neue Figuren einführen und einiges von dem ausmerzen, was im Vorgänger noch nicht so ganz hinhauen wollte.

Zwar feiern viele Fans des Originals diesen Film besonders, weil Wolverine hier das erste Mal ausflippen und wie wild um sich hauen darf, doch obwohl X2 besser ist als sein Vorgänger, ist er jetzt auch nicht außerordentlich viel besser - schon gar nicht aufgrund besagter Szene, die mit ähnlichen aus den Blade Filmen nicht mithalten kann; was natürlich auch altersfreigabenbedingt ist. Dennoch: lahmte der erste X-Men noch ein wenig in Sachen Action, ist im zweiten Teil ein klein wenig mehr los. Singer hat einige coole Ideen und setzt seine begabten Übermenschen mit sehr viel mehr Pepp ein.

Womit Singer weiterhin keine Probleme hat, ist die große Besetzung. Einige neue Figuren wie etwa Teleport-Künstler Nightcrawler erweitern das Mutantenfeld um sehenswerte neue Spieler, während der größte Teufel ausnahmsweise mal ein Mensch sein darf. Der erhabene Brian Cox ist herrlich unsympathisch als verbohrter Militärler, der die Mutanten ausgelöscht wissen will. Mit Eisbändiger Iceman und Feuerwerfer Pyro kommen recht anschauliche Auseinandersetzungen auf, und die weibliche Wolverine Lady Deathstryke darf sich mit Logan wunderbar die Krallen wetzen.

Nicht zu übersehen ist jedoch, dass der Film trotz vieler Verbesserungen weiterhin ein wenig verklemmt wirkt, sich vielleicht ein Stück zu wichtig nimmt, und das, obwohl die schon im ersten Teil genutzten Metaphern hier sogar etwas besser funktionieren. Mit seiner Figurenvielfalt ist der Film zudem ein Stück überladen, und auch wenn Wolverine bekanntlich die beliebteste Figur des X-Men Universums ist, sorgt die erhöhte Konzentration auf ihn und seinen Werdegang dafür, dass er trotz Jackmans Charisma als Figur nicht mehr so faszinierend sein darf, da die Handlung ihn und seine Art zu erklären versucht. Optisch ist alles beim alten geblieben. Die Ausstattung ist etwas größer, der Look ist der gleiche, Schnitt und Action sind etwas dynamischer geworden.

Fazit:
Singer noch einmal dranzulassen war die richtige Idee, denn er verbessert die Grundlagen und schafft nun beinahe einen sehr guten Film. Noch ist alles etwas zu verspannt, aber X-Men 2 darf man schon aufgrund seiner gelungenen Figuren fraglos zu den sehenswerteren Comic-Verfilmungen zählen..

7,5 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel 

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