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KRITIK:
X-MEN:
DER LETZTE WIDERSTAND
von
Christian Mester
X-MEN:
THE LAST STAND
(2006)
Regie: Brett Ratner
Cast: Hugh Jackman, Patrick Stewart
Story:
Im dritten Abenteuer der X-Men gibt
es eine Heilung für Mutanten, die
für erheblichen Aufschrei sorgt.
Menschen wollen, dass sich alle
Mutanten heilen lassen, viele
Mutanten hingegen
wollen ihre genetischen Eigenarten
auf Biegen und Brechen behalten.
Während Magneto sich mit einer
Gruppe von Rebellen aufmacht. die
Festung der Heiler zu stürmen,
versuchen die Jungs von Professor X,
das Image der Mutanten zu bewahren.
Dazu kehrt eine altbekannte Dame
zurück, die mit neuer Persönlichkeit
und entfesselter Kraft dazu führen
könnte, das alles sein Ende
findet...

Kritik:
Als der Regisseur von "Rush Hour
1-3" für Bryan Singer übernahm,
schlugen "X-Men" Fans gemeinsam die
Hände vor dem Kopf. Nicht unbedingt
wegen Ratners Teilnahme, sondern
weil er kam, als "X-Men 3" schon
mitten in Produktion war. Was sich
im Film zeigt, der ein
offensichtlich recht schlecht
vorbereiteter, unfertiger Streifen
ist.
Was vorher unschlüssig war,
funktioniert sogar noch: die neuen
Mutanten, darunter Beast, Juggernaut,
Angel, Stachelschweinmann (Spike),
Knochen-aus-den-Händchen-schießen-Mann
(Marrow) und Kopiermann (Multiple
Man) sind amüsante Zusätze und
sorgen für unterhaltsame Szenen.
Wolverine ist einmal mehr der
charismatische Lederjackenträger,
Effekte und Sets sind aufgrund des
Budgets von 200 Millionen Dollar bis
auf diverse Verjüngungsszenen
größtenteils astrein, aber leider
ist das ja so noch nicht alles.
"X3" wagt sich gleichzeitig an zwei
durchaus interessante Plots heran.
Die Idee einer Heilmethode und damit
als Krankheit bezeichnete Mutation
treibt den vorherigen
Menschen-Mutanten Zwist auf die
Spitze, doch es wirkt sich leider
nur langweilig auf die Schüler der
Professorenschule aus, dazu kommt,
dass der große "letzte Widerstand"
des Titels alles andere als kolossal
wirkt. Trotz guter Effekte und
vieler Mutanten wirkt es dennoch
recht klein; diese Szene hätte wie
das Halten in Helms Klamm ausfallen
müssen. Dann wäre da jene berühmte
Jean Grey / Dark Phoenix Storyline,
in der die begabte Telepathin von
ihrem Ableben am Ende des zweiten
Films aufersteht und zur großen
Gefahr wird. Ratner weiß leider
nicht so recht, was er mit ihr
machen soll und versemmelt mehrere
emotional gedachte Szenen, die
entweder lasch oder unfreiwillig
komisch ausfallen.
Fazit:
"X-Men 3" ist nett gemacht und hat
seine Momente, doch die
Möglichkeiten der Handlungen werden
nicht ausgeschöpft. Er übernimmt
sich und endet als passable
Fortsetzung, die jedoch zu früh kam
und dringend hätte überarbeitet
werden müssen..
6 /
10
10
- Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel
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