Story:
Xander Cage (Vin Diesel) ist
Stuntman und Star einer illegalen Internetshow, als er eines Tages von
einer geheimen Regierungseinheit entführt wird. Stets auf der Suche nach
außergewöhnlichen Talenten, stellt Leiter Augustus Gibbons (Samuel L Jackson)
den Mann vor die Wahl - entweder geht er für seine Vergehen ins Gefängnis, oder
er macht Dienst für den Staat. Widerwillig macht Cage sich also daran, einen
gefährlichen Auftrag in Osteuropa zu erledigen...
regie :
rob cohen
cast :
vin diesel, asia argento
kritik :
christian mester
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Kritik:
"Der James Bond
für das nächste Millenium" - so betitelten einige Gazetten den Film vor Release,
doch spätestens am zweiten Einspielwochenende war offensichtlich, dass 007 für
die neue MTV-Generation zwar generell gut ankam, in Sachen Erfolg aber nicht mal
annähernd an den Kollegen im Anzug heran kommen konnte.
XxX macht also vieles anderes, macht es aber nicht unbedingt schlecht. Statt
Klassik gibt es Rammstein, statt Edelkarosse eine aufgemotzte Rennlaube und die
Frauen sind eher Stripperinnen als Ladies. Vin Diesel - der schon in The Fast
and the Furious und Pitch Black positiv auffiel, passt im Konzept
hervorragend in die Rolle des dreisten Extremsportlers, der mit seiner
selbstbewussten Attitüde und Dreistigkeit im Osten auf viele Gegenstimmen stößt.
Man kauft es ihm ab und es macht Spaß, mit ihm zusammen ins Agentenleben zu
finden. Er und B-Movie Queen Asia Argento geben im Film zusammen auch ein gutes
Paar ab, während Samuel L Jackson als obligatorischer Mr Exposition wie immer
solide ist, über seine typische Mentorenrolle aber nicht hinweg geht. Es gibt
sogar einen eigenen Q für XxX, der etwas jünger ausfällt und kurzweilig für ein
paar lustige Szenen sorgt.
Selbstverständlich dürfen auch Gadgets nicht fehlen, die hier ebenso eigen
ausfallen. So gibt es eine ziemlich originelle Wumme, ein umgebautes Auto und
von Cage diverse angewandte ungewöhnliche Methoden um aus allen möglichen
Gefahrenlagen zu entkommen. Action gibt es jede Menge, wobei Cage dabei nicht
nur zu Fuß und im Auto unterwegs ist, sondern auch in die Lüfte und auf ein
rasendes U-Boot steigt. Wer dabei ein Problem mit unrealistischen Szenen wie der
Surfszene aus Stirb an einem anderen Tag hat, wird sich gewaltig ärgern, denn
Cage surft genau so übertrieben - wenn auch "nur" auf einer Schneelawine. Wer es
authentisch will, greift da besser zu Bourne.
Originell ist die Story nicht (Terroristen wollen mit Superwaffe für Ärger
sorgen), doch im Gegensatz zu anderen Bond-Nachmachen funktioniert XxX vor allem
wegen seinem Hauptdarsteller. In allen Szenen, in denen es mal nicht technisch
gut gemacht kracht und explodiert, trägt er den Film und lädt dazu ein, die
Figur vielleicht in einem besseren Sequel noch einmal zu sehen. Dieser hier?
Guter Einstand, aber nichts, was man unbedingt besitzen müsste.
Fazit:
XxX ist reines
Popcorn-Actionkino, will auch mehr als das nicht sein und macht das eigentlich
gut.
6 / 10
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