Story:
Der Bankangestellte Carl Allen (Jim Carrey) verweigert alles. Er entwickelt sich
immer mehr zu einem lebensunfähigen, manisch-depressiven Egoisten - und rutscht
immer mehr in eine existenzielle Krise. Eines Tages lädt ihn ein alter Freund
plötzlich zu einem Selbsthilfeprogramm ein, in dem er lernt, dass er zu jeder offenen
Tür im Leben „ja!“ sagen sollte. Ab diesem Moment an ändert sich alles...
regie :
peyton reed
cast :
jim carrey, zooey deschanel
kritik :
sebastian lang
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Kritik:
Nach seinem
weniger erfolgreichen Versuch einen guten Thriller zu machen (Number 23),
versucht sich Jim Carrey nun wieder an seinem alten Erfolgsrezept – der Komödie.
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"Uhm, Voldi? Wir legen ihn wieder zurück,
k?"
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Es macht Spaß Carrey wieder bei
dem zu sehen, was er am besten kann. Und das tut er in „Der Ja-Sager“ auch – den
Zuschauer mit seiner übertriebenen Komik zum Lachen zu bringen. Trotz der
Rückkehr zu seinen alten Wurzeln ist Jim Carrey allerdings nicht mehr ganz auf
alter Höhe - oft wirkt er wie eine Kopie seiner selbst. Sein Carl Allen gerät
zwar in witzige Situationen, doch fehlen da die wirklich großen Brüller. Das ist
auch das größte Problem des Films. Regisseur Peyton Reed versucht kläglich,
zuviel in seinen Film zu packen.
Oft vergisst man, dass eigentlich gerade eine Komödie läuft, denn der Film
konzentriert sich leider größtenteils mehr auf die Liebesgeschichte zwischen
Carl und Allison. Er versucht zwingend Tiefe aufzubauen, schafft es aber nicht.
Aufgebaut ist der Film auch wie eine typische Beziehungs-Komödie. „Der Ja-Sager“
ist zuweilen wirklich witzig, bis Carl jedoch auf Allison trifft und sich in
diese verliebt. Ab diesem Zeitpunkt an wird der Film aber richtig langweilig,
bis Pseudolyrik am Ende noch versucht, alles abzurunden. Man fühlt sich wie in
einer Komödie von Adam Sandler - und zwar in einer der schlechteren von ihm.
Die Freundin Allison (Zooey Deschanel) ist inhaltlich übrigens Carreys
Gegenteil, das aber auch leider schauspielerisch, denn sie geht neben dem
Comedian vollkommen unter.
Die Story ist wirr aus Zufällen zusammengewürfelt und hat keinen roten Faden,
weshalb man sich kaum in den Film finden oder sich mit anderen Charakteren darin
anfreunden kann.
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"Haha, wofür anstrengen, die Leute gehen doch
auch so rein!"
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Trotz der wenigen Tiefe hat der
Film zumindest eine gute Aussage und macht gute Stimmung: Man soll das Leben in
vollen Zügen genießen, denn nur dann geht es einem gut. Dieser Gedanke zieht
sich durch den gesamten Film und bringt gute Laune mit sich. Schade drum, dass
man das nicht hätte witziger gestalten können.
Schön und humorvoll sind auch die Anspielungen auf andere Filme. So geht Carl
auf ein Harry Potter Kostümfest, welches später zu einem „300“-Spartaner Fest
mutiert. Er leiht sich eine „Transformers“ DVD, schaut „Saw“ und kommentiert den
Horrorklassiker ihn laut mit. Solche Szenen sowie ein paar schräge Charaktere,
wie z.B. eine asiatische, dicke, männliche Krankenschwester oder eine
sexbesessene Oma gehören zu Höhepunkten des eher schwachen Films.
Fazit:
Peyton Reed hätte sich
mit seinem neuen Film entweder für eine pure Komödie oder für eine
Liebesgeschichte entscheiden sollen. Die Kombination beider ist ihm nicht
gelungen. Jim Carrey, sag doch bitte "ja" zu Ace Ventura 3.
4 / 10
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